D i e   F ü r b i t t e

 

(aus den Neu Salems-Schriften)

1 Lbl II, 145

Nicht zum Richten, sondern zum Fürbitten hat Gott uns zum Licht berufen.

2 Lbl III, H 23, 4

Verwende deine kostbare Zeit mehr noch als je zu inniger Fürbitte für die dir bekannten Kinder und für Meine Sache.

3 Lbl II, 267

Wir sollen erbarmende Liebe üben, die sich oft nur in Fürbitte betätigen kann.

4 Vb 2, 30

Die meisten denken in dieser Zeit der tollen Einflüsse des Fürsten der Finsternis: "Es ist einmal so, wir können es nicht ändern.", anstatt mit Bitte und Fürbitte anzuhalten.

5 Vb 1, 86

Suchet Licht in Mir und durch Mich für eure eigene Person, flehet aber auch um Erleuchtung für eure Mitmenschen, verscheucht die finsteren Nebel durch Gebet!

6 Vb 1, 90

Wir sollen Gott bitten, daß Er auch unseren Mitmenschen ein empfängliches Herz gebe für die Liebe, welche von Gott ausgeht und beglückt.

7 Vb 2, 8

Den Vater bitten, daß Er geistige Gaben denen beschere, die wir lieben! (Gesagt zu Weihnachten).

8 Vb 2, 21

Wir sollen bitten, daß Gott auch unsere Mitmenschen mit Liebe ausstatten möge!

9 Vb 3, 15

Betet für alle, von denen ihr hört, daß schwere Heimsuchungen sie getroffen haben!

10 Vb 4, 40

Bittet für eure Mitmenschen um Gnade und Erbarmung, damit Mein Vaterherz erquickt wird durch die Bruderliebe, welche ihr an euren Mitmenschen beweiset, und der Sieg auf Seite der Liebe gebracht werden könne!

11 Vb 4, 54

So bringt noch viele auf eurem Herzen zu Mir vor den Thron, damit Ich auf eure Fürbitte sie segnen kann!

12 Lbl II, 152

Verlanget Liebe und immer wieder nur Liebe von Mir, eurem Vater, für euch und durch euch für alle noch liebeleeren Menschenherzen!

13 Vb 1, 74

Wenn ihr in die Kirche zu einer Predigt geht, betet recht herzlich um Meinen Segen, nicht allein für euch, sondern auch für andere! Es ist ja Mein Wort, das auch dort verkündet wird, und obgleich es den Anschein hat, als ob es keine Wirkung mehr habe, so ist doch seine Kraft, als von Mir ausgehend, ewig und veraltet nicht.

14 Vb 8, 14

Wenn ein Seelsorger für seine arme Gemeinde zu Mir kommen würde, sowohl um das geistige als um das zeitliche Brot, welchen Segen könnte Ich solch einem guten Hirten und mit ihm seiner anvertrauten Herde zufließen lassen! Ich bin ja noch der alte Gott und kann segnen wie von Anbeginn der Welt, aber wo bleiben die wahren Bitter um den Segen?

15 Vb 1, 77

Unterstützet einander mit Fürbitte!

16 Vb 3, 42

Das 11. Kapitel des Evangelium Johannis, welches von der Auferstehung des Lazarus handelt, enthält den großen Segen, welchen diejenigen zur Zeit der Not zu gewärtigen haben, bei denen Ich ein- und ausgehe, hauptsächlich aber auch, welcher Segen dadurch erzielt wird, wann die Geschwister in gei­stiger Liebe unter einander fürbittend zu Mir kommen.

17 HDw II, 25

Darum helfet euch einander gegenseitig im Gebet, damit so eins das andere ziehe und mitbringe zum Licht!

17a PG 34, 9

Das Gebet für die Mitmenschen setzt einen höheren geistigen Standpunkt voraus, da der Mensch hierbei seine eigenen Verhältnisse vergißt. Diese Bitten kommen aber sehr selten zu Meinen Ohren, denn solche Leute gibt es wenige auf eurer Erde. Die Menschen beschäftigen sich nur zu sehr mit sich selbst, und es genügt ihnen, wenn sie sich Ruhe und Frieden erbeten haben, weiter geht ihre Liebe nicht. So wie ein solch geistig gebildeter Mensch für die Menschheit betet, so beten auch Meine Engel als höchste Geister, welche nur geistiges Wohl allen ihnen anvertrauten Wesen wünschen. Ein solcher Mensch hat aber von solchen Gebeten auch den größten Nutzen für sich selbst, weil er eine Ge­wissensruhe in sich verspüren wird, die ihn weit über alles Materielle emporhebt und alle kleinen Mißhelligkeiten des menschlichen Lebens für ihn in nichts zerfließen läßt. Für die andern sollen wir aber dahin beten, daß Gott den Geist Seiner Liebe herabströmen lasse auf die Verirrten. daß das Licht Seiner Liebe ihnen Einsicht in Seine Gesetze der materiellen und der geistigen Natur bringe, daß sie Bruder- und Schwesternliebe begreifen, daß nicht Haß, Ehrgeiz und Gewinnsucht die Triebfedern all ihres Handelns und die Quelle aller Leiden sein sollen, daß sie erkennen mögen ihre falsche Erziehung und falschen Religionsbegriffe, und daß der Vater sie segnen möge, da sie, wenn auch verirrt, doch Seine Kinder sind, und daß Er ihnen Ruhe und Frieden geben möge im Lichte Seiner Liebe. Wer so beten kann, erfährt die Macht des Gebetes, besonders auch bei Krankheiten, wenn es da in Gottes Plan liegt, Der aber dort Selbst nicht heilt, wo Er die Krankheit als Heilmittel für die Seele zuläßt.

18 Vb 2, 27

Wachet und betet für euch und andere!

19 Vb 2, 24

Ich will mit euch Rat halten und eure Fürsprache annehmen, welche die brüderliche Liebe in euch bewirkt.

0 Vb 8, 43

Die verirrten Seelen werden noch zu wenig der Fürbitte gewürdigt und Mir wird dadurch nicht der unbeschränkte Zugang bei diesen Seelen ermöglicht.

21 Vb 4, 83

Wie Abraham, der bittend für seine Nachbarstadt zu Mir kam, also sollet auch ihr bittend für die ungläubige Herde zu Mir halten, damit noch viele können durch den Liebegeist gerettet werden.

22 Vb 4, 17 - 18

Im Gebetsbund sollen wir mit gleichen Mitleid für die, die im Finstern wandeln anhalten, hauptsäch­lich für die, welche in der halben Finsternis sich befinden und dadurch dem Kampfe mehr ausgesetzt sind, und denen Gott schnell zu Hilfe eilen will, damit sie nicht eine Beute des Satans werden.

23 Wsp 18

Das vornehmste Gebet für die in ihrem Herzen Gestorbenen ist, mit Rat und Tat Ihnen wie eine Sonne zu leuchten.

24 Lbl II, 179

Wir sollen Gott diejenigen fürbittend an Sein Herz legen, die selbstgerecht sind und sich vollkommen dünken.

25 Lbl II, 252

Einer vom Bösen umstrickten Seele ist es nicht mehr möglich, sich durch anhaltendes, ernstliches Gebet zu Gott zu wenden. Die Macht des Bösen raubt ihr jeden ernstlichen Gedanken an Gott, der Ver­kehr mit Gott ist ihr völlig abgeschnitten. Darum ist das Fürbittgebet für solche tief unglücklichen Wesen von euch unfaßbarer Wichtigkeit. Ihr wisset nicht, was ihr versäumt, so ihr unterlaßt, für die Unglücklichen zu beten. Wir retten dadurch nicht nur eine Seele von dem ewigen Verderben, befreien auch eine Unzahl gebundener Geister.

26 Vb 1, 13

Für diejenigen, an welchen uns oft ein besonderer Fehler in die Augen fällt, sollen wir bitten, anstatt über sie zu urteilen.

27 Lbl I, 165 - 166

Wenn wir für die Mitmenschen beten, nimmt Gott das von ihnen, was uns mißfällt. Das nutzt uns und ihnen, da sie meist nicht selber beten, daß der Vater es tun solle, weil ihnen ihr eigenes Fleisch mit seinen Wünschen zu lieb ist. Zieht sie durch Fürbitte zu euch heran, wie ein Fischer auswirft sein Netz und zieht aus den Meer herauf seine Beute! Die Fürbitte gleicht dem Netz; umfaßt damit, was euch scheint verloren, dann werdet ihr machen manch köstlichen Fang.

28 Lbl I, 16

Wenn wir gekränkt werden und nicht Gelegenheit haben, diesem mit Liebetätigkeit zu begegnen, sollen wir zur Fürbitte schreiten, dabei aber die Ursache des uns zugefügten Unrechts in uns selbst suchen und sie zu entfernen trachten. Dadurch wird die Liebe für den andern angeregt, und diese ergießt sich auch auf das innerste geistige Leben der uns von Gott Nahegebrachten.

29 Ev 6, 180, 4)

Jesus sagt: Wer aber in Meiner Lehre wandelt und glaubt, daß Ich der wahre Christ bin, der mag einem Kranken in Meinem Namen die Hände auflegen, und es wird besser mit ihm werden, und so ein Kranker auch in der Ferne ist, und du betest in Meinem Namen über ihn und streckst nach ihm deine Hände aus, so soll er gesund werden, so es zu seinem Heile gereicht.

30 Vb 1, 16

Betet für die ganze Menschheit, daß Mein Reich sich bald offenbaren möge!

31 Vb 1, 37

Betet jeden Tag inbrünstiger, daß so Mein Reich überall mehr ausgebreitet werde!

32 Vb 1, 41

Betet für alle Menschen; es gibt viele Seelen, die auch für euch beten, ohne daß ihr sie kennt!

33 Lbl II, 208 - 209

Wir sollen für die Welt, die in ihren Sünden erstorben ist, beten, daß Gott ausgießen möge von Seinem Geist der Liebe in die kalten, halb erstorbenen Herzen, der sie wieder neu belebe und sie Seinem göttlichen Einfluß zugänglich mache.

34 Lbl III, H 22, 5

Wir sollen alle Menschen mit der Fürbitte umfassen und sie an Gottes Herz legen, dann werden wir einen Frieden, eine Ruhe und eine Seligkeit verspüren, wie sie die Welt nicht zu geben vermag.

35 Lbl I, 119

Darum betet jetzt für die Welt also: O Vater, Du erbarmender Vater, habe Erbarmen, habe Erbarmen mit Deiner totkranken Welt! Siehe, sie gleicht einer Leiche, und das Leben scheint hier gänzlich entflohen, und so Du nicht erweckst ein neues Leben in ihr, so ist es jetzt aus mit dem Leben der Welt!

36 Lbl II, 208 - 209

Wir sollen beten: Die Welt ist erstorben in ihren Sünden, sie kennt Dich nicht und liebt Dich nicht. O gieße doch aus von Deinem Geist der Liebe, der sie wieder neu belebe und Deinem göttlichen Einfluß zugänglich mache! Erbarme Dich der vielen Armen, die schmachten nach Linderung ihres Zustandes und wissen nicht wohin, um Hilfe zu finden, die Dich täglich kreuzigen. Sie wissen ja nicht, was sie tun! Gieße aus Deine Liebe auch in unsere kalten, halb erstorbenen Herzen, damit Liebe von uns ausgehe und Balsam für die vielen blutenden Herzen! Gebet und Liebe bricht die festesten Tore auf.

37 Vb 2, 13

Kommt nie zu Mir für euch allein, sondern bringt in eurem Anliegen immer etwas mit, das ihr für eure Mitmenschen verlangt; betet recht viel für dieselben, dann ist es den Dienern Gottes möglich, uns mehr zu beeinflussen. Liebe zu Mir ist mehr Dank­gefühl, aber Liebe zum Nächsten ist Meiner gött­lichen Liebe näher, welche stets uneigennützig liebt, und deren Triebfeder ist: beglücken. Führet eure Mitmenschen gleichfalls zu Mir, und wenn ihr Mich darum bittet, so will Ich ihnen ent­gegeneilen. Deswegen ist Mir die liebste Danksagung von euch Fürbitte und Nächstenliebe.

38 Ev 8,38, 1 - 6

Wir sollen auch für die Verstorbenen beten. Die Fürbitte bildet um sie einen gewissen Lebenssätherstoff, in dem sie ihre Mängel erkennen und dann leichter zum Licht emporkommen. Wir sollen aber so für sie beten, daß wir ihnen aus dem Liebesgrunde unseres Herzens, im Herzen, das Evangelium vor­tragen. Sie werden sich dann danach richten. Das ist ein fruchtbarer Segen für sie, dagegen ist ein bezahltes Gebet ihnen ein Fluch, den sie fliehen und tiefst verachten.

39 Wsp 4

Segnet und betet für die Verstorbenen! Wenn euch die Kraft fehlt, mit den Lebenden umzugehen, wie einst Ich, so versucht es doch wenigstens mit de­nen, die nicht mehr auf eurem Erdball leben, und die jedes Gebet von euch mit Liebe aufnehmen werden, und das um so mehr, je weniger sie es, von eurer Seite betrachtet, verdient haben!

40 Wsp 104

Geister, welche drüben unglücklich sind, sollen wir in der wahren Religion des Vaters unterrichten, dahin, daß sie in Jesus den liebevollsten Vater zu erkennen auffangen.

41 Wsp 139

Der Verstorbene kann in den Gedanken seiner Ange­hörigen hier auf Erden lesen. Er fühlt sich glücklicher, wenn Herzen auf Erden sich seiner erinnern und für ihn beten. Das Beten für die Verstorbenen tut nicht allein diesen, sondern auch dem Herzen Gottes wohl.

42 Wsp 141

Wir sollen für sie beten und Gott bitten, daß Er ihnen Kraft gibt, ihr eigenes Ich zu erkennen, damit sie die Stärke finden, sich selbst zu helfen, aber von innen heraus! Dahin die Verstorbenen durch das Gebet zu führen, ist unsere Pflicht und der einzige Weg, ihnen Gutes zu erweisen und das ein­zige Mittel für uns Lebende, auch jenseits ihres Grabes viele edle Handlungen zu verrichten.

43a Wsp 58 - 65

Beispiele, wie verschiedene Verstorbene Fürbitte nötig haben. Das Gebet für sie soll nicht ein leeres Hersagen angewöhnter Formeln sein, sondern eine geistige Belehrung, ihnen den Weg zu zeigen, der zur Liebe und zum Vertrauen zu Gott zurückführt.

43b Lbl II, 36

Sorget durch fürbittende Liebe für die, welche nun nackt und bloß und ohne Zehrpfennig oder ein Stück­chen Brot angekommen sind in der geistigen Welt! Ja, betet für sie und bittet für sie, bis sie sel­ber das Beten und Bitten erlernen. Gebet es von dem Euren, denn ihr wisset, ein kleiner Besitz wird größer durch Austeilen, statt geringer!

44 Lbl II, 221

Für die jenseits Unglücklichen hat Gottes Liebe einen Gnadenweg geschaffen, den Weg der Fürbitte, die eine Waffe von gewaltiger Tragweite ist, denn sie reicht bis in die Hölle hinein. Gott führt ihnen die Früchte dieser Aussaat zu. Wir sollen auch Nächstenliebe für die ausüben, die hier alles versäumt haben oder wohl gar der Hölle Samen ausge­streut haben.

5 Lbl II, 184 - 185

Darin besteht das Wirken der Seligen in der unablässigen Fürbitte, im steten Wachen und Beten für die zurückgebliebenen Lieben, an allem, was sie betrifft, den regsten Anteil zu nehmen und all ihre Sorgen vor Meinen Gnadenstuhl zu bringen.

46 Vb 2, 75

Wenn wir einen Menschen dem Vater übergeben, möchten wir sogleich die Früchte sehen. Manchmal ist das der Fall, aber selten. Oft vergehen Jahre, ehe der Keim des gesäten Segens zu erblicken ist; aber bei redlicher Fürbitte für einen Nebenmenschen erhält dieser eine Zulage göttlicher Beeinflussung, welche manchmal reichlich, manchmal spärlich zuge­teilt wird. Fürbitte ist das beste Mittel, das Wachstum in der Liebe zu fördern.

47 Vb 1, 9 - 10

Wo bei unserer Bitte für Kranke wir äußerlich kei­nen Erfolg sehen, ist das Gebet für dieselben den­noch kein vergebliches, seine Kraft wird sich früher oder später bei den Kranken von innen beweisen. Die Wirkung ist also dieselbe, welche Gott durch das Auflegen der Krankheit erzielen wollte.

48 Lbl I, 73 - 74

Wir sollen alle, die in irgend einer Beziehung zu uns gestanden haben oder stehen, Gott nahebringen, und wenn wir sie anders nicht gewinnen können, sollen wir uns mit ihnen im Geiste beschäftigen, indem wir uns in Gedanken mit ihnen besprechen, sie zuerst in unser Herz in Liebe aufnehmen, ihnen alles vergeben und Gott bitten, daß Er sie durch unser Gedanken- und Empfindungs­-Vermögen lehre. Sollten wir hiervon in diesem Leben keine Erfolge gewahren, so geht doch kein einziger guter Gedanke verloren, der aus Gott in uns übergegangen ist.

Bitten aber sollen wir, daß Gott aus seinen Herzen in die Herzen der materiell Gesinnten Blitze senden möge, die alles darin vernichten, was Welt und Sünde heißt, und die sie Gott als Vater erkennen machen.

49 Lbl II, 31 - 32

Unsere Fürbitte bleibt nicht ohne Wirkung, wenn auch mit geringerer Wirkung bei dem geistig weniger Empfänglichen.

50 NA 167

Wir sollen in voller hingebender Liebe treu in der Fürbitte für alle zu erlösenden verirrten Menschen tätig bleiben. Das Gebet, welches den Fürbittenden mit Mir, den Vater, verbindet, bildet einstens für den durch sein eigenes Vorgehen an die Finsternis gebundenen Menschen die Übergangs­-Gnadenlicht­brücke, die ein jedes Irrende aus dem in sich an­ gesammelten Irrtum in die bleibende Wahrheit ein­ führt.

51 Vb 2, 71 - 72

Durch unsere verborgenen Gebete für Gottes Reich erhält manch durstige Seele ein Labsal, und unser Lebenswasser bleibt frisch, weil Gottes Gnade es von neuem für unsere Fürbitte segnet.

52 Vb 3, 23

Von eurer Seite genügt Fürbitte, Geduld, Vertrauen auf Meine Weisheit und Macht, und ihr werdet, wie Meine Jünger, jeden Tag mehr zunehmen im Glauben und in der Zuversicht: Mein Vater kann und wird helfen, wenn Er's für gut findet.

53 Lbl III, H 23, 12

Sorget nicht, sondern betet recht fleißig für ein­ander, für alle Menschen, auch für eure Feinde, je für das ganze Weltall, dann wird Mein Friede in euer Herz sich senken!

54 Lbl II, 31 - 32

Gott bedarf unserer Fürbitte nicht zur Sendung Seines Lichts, aber wir nehmen mit ihr Liebe auf, und je mehr wir diese aufnehmen, desto größere Kraft zu wirken haben wir. Für den Feind bedürfen wir immer größere Liebe als für den Freund. Der Feind kann uns geistig nur dadurch gefährlich wer­den, wenn wir ihm unsere Liebe entziehen.

55 Vb 5, 70

Wir sollen in Liebe dafür bitten, daß die hier ge­gebenen einfachen Worte bei den Menschen Eingang finden. Es ist dies die geheime Kunst, die nur Mei­nen wahren Kindern bekannt ist, weil diese sie auch ausüben.

56 Vb 4, 92

Wenn Gott uns auch den freien Willen voll läßt, übt Er doch bis auf einen gewissen Grad einen Einfluß auf den Menschen aus, und dieser Grad kann durch unsere Fürbitte erhöht werden. In diesem Punkt liegt für euch noch ein Geheimnis, das ihr jetzt nach nicht begreifen könnt, weil es mit der Be­schaffenheit Meines Wesens verbunden ist.

57 Vb 7, 66 - 67

Obgleich Meinen wahren Kindern keine äußerliche Übermacht nachgewiesen werden kann, so besteht die­selbe doch, aber mehr nur im Gebete, wodurch ihnen mehr Licht und Kraft zufließt und also ihr unsicht­barer Einfluß ein reiner und starker ist, sodaß die finsteren Umgebungen auch bei solchen weichen müs­sen, in deren Nähe sie kommen. In diesen Zeiten des Gerichts stützt sich die Liebe des Vaters auf das Flehen und das Gebet Seiner wahren Kinder, um deren willen dann solche Gerichtsvollziehungen teilweise verzögert, teilweise gemildert und abgekürzt wer­den, weil der Vater das Recht an dieselben entäußert hat, an der Errettung der Seelen mitzuwirken.

58 Lbl I, 128

Wir sollen unsere Fürbitte steigern, wir können dadurch helfen. Ich habe euch eine besondere Gebetserhörung zugesagt als Ausrüstung in diesem Kampfe, machet nun auch den rechten Gebrauch da­von, damit diese Waffe nicht roste! Erwärmt euch in der fürbittenden Liebe für eure armen irregeleiteten Geschwister, denn diese Wärme ziehet Meine Kraft in euch hinein und bekämpft den Feind, indem sie seinen Arm lahmlegt, wodurch die Geschwister wieder an Kraft gewinnen, sich selber zurecht zu finden von ihrem Irrweg auf den rechten Weg, damit sie dann wieder wandeln mit euch.

59 Vb 6, 58

Führet sie - die geistig Blinden - zu Mir und glaubet fest, daß, wenn auch der Schade oder die leib­liche und geistige Krankheit noch so groß ist, Mein­e Liebe und Macht doch noch weit größer sind, um dieselben zu heilen. Und wenn Ihr den Glauben habt, so werdet auch ihr die Erfüllung der Worte erfahren dürfen: Euch geschehe nach eurem Willen!

60 Lbl II, 154 - 155

Ohne sich des eigentlichen Bestrebens bewußt zu sein, wirkt die für die Menschen, die noch kein Verlangen nach der Wahrheit haben, fürbittend tätige Liebe doch so wohltuend, daß deren belebende Wärme auch in ihre, oft düster sie umgebenden Verhältnisse eingreift und ihnen dadurch eine leise Ahnung gibt, daß doch eine höhere Macht auch über sie wacht.

61 Lbl II, 78

Die Wirkung dieser erbarmenden Liebe könnet und sollet ihr aber verstärken durch eure Fürbitte, und da sie wie ein gewaltiger Strom sich ergießt, so soll eure Fürbitte einem Graben gleichen, der eine Gnadenader belebenden Wassers zuleitet in ein totes Gebiet, um allda Leben zu erwecken.

62 Lbl III, 125 - 126

Im wahrhaften Gebet, im Gebetsumgang mit Gott, liegt eine solche Kraft, ein köstlicher Schatz, verborgen, daß wir staunen würden über die Fülle göttlichen Reichtums heiliger Liebe in uns, wenn wir von dieser Macht den rechten Gebrauch machen würden. Wir sollen mit Gott Herzensgespräche hal­ten, Ihm alles vortragen, dann wird uns bald die Fürbitte verständlich werden, und wir werden nicht mehr zweifeln, daß das Gebet selbst für Verstor­bene von Nutzen ist.

63 Vb 4, 14

Wenn jemand ein Anliegen für seine Mitmenschen Mir vorbringt, da erteile Ich ihm auf wunderbare Weise soviel Kraft, daß er die Not der anderen lindern kann.

64 Lbl III, H 23, 15

Lerne die Waffe des Gebetes der fürbittenden Liebe recht gebrauchen, die dem Feinde verzeiht, in ihm dem Gegner oder Gefallenen, den irrenden Bruder oder Schwester sieht! Dann behandle ihn wie einen Kranken; auch so er mutwillig und störrig ist, ereifere dich nicht!

65 Vb 2, 45

Meine ewige Ordnung verlangt, daß die Menschen in ihrem freien Willen nach Meiner Hilfe verlangen. Sehet, darum ist das Fürbittgebet in jetziger Zeit so höchst nötig. Es muß Meinem Kommen Bahn brechen.

66 Lbl II, 20

Wir wollen mit fürbittender Liebe umfassen, was verloren scheint. So sollen wir Gott zur Seite stehen und an der Weiterführung des Erlösungswerkes mitwirken.  

67 Vb 4, 40

Gottes Seele ist jetzt wieder betrübt bis in den Tod. Seine Liebe wird zurückgewiesen, die Menschen lassen Ihn allein kämpfen, selbst Seine Jünger sind schlaftrunken, Sie teilen zu wenig die Liebe Gottes, die so sehr trauert beim Verfall der Menschen, ihnen ist die Größe des Abfalls nicht klar genug. Jesu große Passionszeit ist wieder angebrochen auf geistigem Gebiet. Es ist der Moment, wo Ich wieder ausrufen möchte: Ach Vater, ist's möglich, so überhebe Mich dieses Kelches! Darum wachet auch ihr eine Stunde mit Mir und bittet für eure Mitmenschen um Gnade und Erbarmung, damit Mein Vater­herz erquickt wird durch die Bruderliebe, welche ihr an euren Mitmenschen beweiset, und so der Sieg auf die Seite der Liebe gebracht werden kann!

Abkürzungen

 

HDw = N 48 Heil-, Diät- und Lebenswinke (2. Aufl. 1892)

Lbl I - IV = N 49 Lebensblätter (I:1891; II:1893; III:1904; IV:1912-1917) [H: Heft im Band]

NA = N 21 A Neuer Anhang (zu "Der große Advent" 1905)

PG = N 32 a, b, c 33, 34, 35, 18 Passions-Gärtlein

Vb = N 45 Vaterbriefe, 9 Hefte (2. Aufl. 1902)