Weihnachtsgedanken für unsere Zeit

von S.T. Rosenritt

 

Weihnacht

steht wie jedes Jahr vor der Tür,

doch viele Menschen fragen: "wofür, wofür" ?

Kaum einer erkennt der frohen Tage Sinn,

denn lieber erfreut man sich am Scheingewinn,

der mit Geschenken, Höflichkeiten und Geld,

so verkümmern lässt unsere Seelenwelt.

 

Weihnacht

ach, was ist aus dir geworden -

sie steigern den Umsatz zu Rekorden

und fast keiner mehr darauf sieht,

was mit uns denn wirklich geschieht.

Die "stille Zeit" ist durch Stress rasch dahin

und für die Seele bleibt wieder kein Gewinn.

 

Weihnacht

das ist die Zeit zum "neue Kräfte sammeln"

und nicht für Unterhaltung oder zum Vergammeln.

Gib endlich zu, auch Du sehnst Dich nach Frieden,

der uns im Leben gar selten ist beschieden,

damit die Seele wieder atmen kann und erkennt,

in welche Hölle sie sich im Alltag oft verrennt.

 

Weihnacht

versteh endlich, was die Legende erzählt,

Gott hat sich den Menschen zum Tempel erwählt.

Auch in Dir will ER geboren werden, sich entfalten,

Dein Leben sinnvoll gestalten und dadurch erhalten.

Sag nicht nein, auch wenn Dein Verstand sich wehrt,

denn nur mit  Ihm wird Dein Seelenreichtum vermehrt.

 

Weihnacht

ein Licht am Horizont fiir die Seele,

damit keiner seine Heimat einst verfehle,

wieder fühlt, äußerlich vielleicht noch blind,

woher wir kamen und wer wir wirklich sind.

Dann wird auch in unserem Herzen ein Kind geboren,

das wir durch unser falsches Wollen hatten verloren.

 

Weihnacht

nun komm, lass mich in der Seele stille werden

und auch vergessen den Trubel auf Erden.

Denn in mir drin, ich spür's, ist eine andere Welt,

in der nur Friede, Freude und reine Liebe zählt.

Auch seh ich, 0 Vater, Deine führende Hand,

die mir schon so manche Seelenwunde verband.

 

Weihnacht

ich fühl es nun und vertrau,

indem ich Deine Liebe aufs Neue beschau,

im Wunder, das einst in Bethlehem geschah,

Gott wurde Mensch und kam jedem ganz nah.

Es liegt an uns, Seine Nähe gerne zuzulassen

und Seine Liebe mit Herz und Händen zu erfassen.

 

Weihnacht

du Beginn einer neuen Zeit,

die uns sagt, macht eure Herzen weit,

fiir einen Vater, den es sonst nirgends gibt,

denn durch Ihn wurde die Hölle besiegt.

ER, Vater, Jesus, Gott in einer Person,

führt in uns zurück Seinen verlorenen Sohn.

 

Weihnacht

Mensch, sag mir, verstehst Du die Zeichen,

die in der Schöpfung stellte neu die Weichen?

Dann lass wieder Gefühle zu, die längst vergraben,

hole schnell zurück Deine Talente und Gaben,

wuchere damit nicht nur zur Weihnachtszeit

und sei für Gott und Deinen Nächsten bereit.

 

Weihnacht

ein Wunder, das nur einmal geschah,

für viele zu unglaublich und unscheinbar.

Hat unsere Seele einen Hauch davon verspürt,

wird jede Zelle in ein neues Sein gefiihrt.

Darum lehre mich, Vater, ich meine zu verstehn,

und lass dieses Wunder auch an mir geschehn.

 

Weihnacht

ein alter, stets neuer Geist weht durchs Land,

symbolisch als Taube, als Gotteskraft bekannt.

Fang sie ein, halt sie fest und verbinde sie dann

mit Gottes Liebe und Weisheit irgendwann.

Lass dabei Gottes Willen Dein Wollen sein

und Du wirst geschliffen zu einem Edelstein.

 

Weihnacht

auch ich bin dieses Gotteskind,

das neue Freude für sein Leben gewinnt,

in dem ich mich, Dir Vater, ganz in die Hände gebe,

und nach Deinem Vorbild mein Menschsein lebe.

Mit Ehrverlust, Freude und Leid im Wechselspiel,

denn ich weiß, Du fiihrst mich sicher ans Ziel.