Von: Volker
Gesendet: Mittwoch, 21. November 2001 17:58
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Der Stern Christi
Liebe Leser!

Der Stern Christi überstrahlte die Hirten mit seinem Licht und blendete sie. Sie fielen zu Boden und hörten von dem Frieden, den auf der Erde jeder haben sollten, der guten Willens ist. Das war ein so unermessliches Ereignis in dieser Welt des Hasses und des Totschlages, und ist es bis heute geblieben.
Als Christus predigte, sprach ER von Barmherzigkeit, sprach von Nächstenliebe und dehnte diese Liebe aus auf alle. Und ER sprach davon, dass ER Sein Licht ausgösse über sie alle, ganz gleich welches Bewusstsein sie hätten, ganz gleich ob sie gut oder schlecht waren, wenn sie nur den Willen zum Guten hatten und den Glauben an den himmlischen Vater und Schöpfer, der ihn geschickt.
Es war eine Umwälzung des Bewusstseins, eine Umwälzung der Macht. Und die, die die Macht hatten, die hassten den Sprecher und die, die unter ihrer Macht litten, die liebten IHN und scharten sich um IHN, und gaben ihr Leben für Seine Wahrheit. Bevor Christus war, herrschte der Grundsatz: Auge um Auge, Zahn um Zahn. ER aber lehrte: Tuet Gutes denen, die euch hassen!
Im Ersteren gähnt die Dunkelheit mit ihren unergründlichen Tiefen, im Letzteren geht plötzlich ein Licht auf und leuchtet hinein in die verfinsterten Herzen der Menschheit. Der göttliche Lichtfunke erweckt sie, er weckt Kräfte in ihnen, die sie gar nie erkannt haben. Die Kräfte des Widerstandes, die Furchtlosigkeit gegen den Tod, das Dienen im Du. Alles das blüht auf und treibt Frucht. Es geht immer weiter und erfasst immer mehr. Heute noch gibt es Menschen, die dieses Licht in die dunkelsten Erdteile tragen, und die deswegen verachtet werden und angefeindet, wie die verachtet wurden, die den Messias, den Heiland verheissen haben, den die anderen allein für sich beanspruchen wollten. Diese Überheblichkeit gibt es heute noch. Der Eine sagt, ich bin Anhänger dieser oder jener Kirche, deswegen werde ich selig werden. Der Andere sagt: ich gehöre zu dieser oder jener Sekte oder Glaubensgruppe, ich habe die einzige Wahrheit, die es gibt, und soundsoviele Sekten und religiöse Glaubensverfechter schliessen sich demselben Irrwahn an.
JESUS lehrte, dass keine Kirche, keine Sekte uns selig machen kann. Auf uns allein ganz allein kommt es an.
Jede einzelne Seele, die in sich reif werden muss wie das Korn, die auf den Wegen Christi wandelt und zur Reife drängt in ihren Gedanken, Gebeten und nicht zuletzt in ihren Handlungen.
Schmal ist der Pfad zum göttlichen Licht. Eng ist das Tor, das zum Reiche des VATERS führt. Jeder von uns, der den Pfad wandelt, muss dass irdische Gewand abstreifen, um das himmlische, das  paradiesische zu erlangen.
Wir müssen in dem paradiesischen Bewusstsein leben, in der Brüderlichkeit, in der Gerechtigkeit, in der Reinheit, in dem Glauben und in der Liebe.

Seinen Frieden gab ER uns, Seinen Frieden hinterliess ER uns!
Das ist der Friede aus jenen Sphären, den die Welt nicht kennt. Der Friede des Herzens, der den Gleichklang mit dem Höchsten herbeiführt.
Wer ihn erreicht hat, der wird von den Äusserlichkeiten der Welt nicht mehr berührt. Er schmäht nicht mehr einen Andern, er richtet nicht, denn in ihm ist die Sonne des Friedens, der die Seelen umfächelt, die das Weltgetriebe hinter sich gelassen haben.

Herzlichen Gruss
Volker
                                                *  *  *  *  *  *  *

Von: Franz K
Gesendet: Mittwoch, 21. November 2001 19:12
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Was bedeuten Sterne
Lieber Fred,
 
Sterne sind Erkenntnisse des Guten und Wahren. Oder Wißtümlichkeiten.
Und wenn sie vom Himmel fallen, dann heißt das: bei den Menschen, die keinen Glauben haben oder den Glauben nicht leben, denen werden die Erkenntnisse abhanden kommen.
 
Jo.Ev. I,161/8 : Die Sterne aber, von denen Moses auch erwähnt, sind die zahllosen nützlichen Erkenntnisse in allen einzelnen Dingen, welch einzelnen Erkenntnisse natürlich aus der einen Haupterkenntnis kommen und daher an dieselbe Himmelsfeste wie die zwei Hauptlichter gestellt sind.
 
HHGT II,65/8-12: Nun aber fragst du wieder in dir: ,Aber die Sterne, Sterne, was sind denn die Sterne in mir? Warum zuckten sie anfangs also gewaltigst? Warum und wie wurden sie eins, und wie und warum hernach wieder in einzelne gesondert und zur Ruhe gebracht?‘ Siehe, die Sterne sind anfangs nichts als die in die Seele von der Außenwelt aufgenommenen Wißtümlichkeiten oder der Verstand im engeren Sinne des Wortes und der Bedeutung.
 

GS II,98/11,12,23: Wer sind aber diese Himmelslichter in dem alten Himmel des Geistes? Sehet, es sind alle die euch bekannten vom Geiste Gottes erfüllten Patriarchen, Väter, Propheten, Lehrer und Führer des Volkes. - Aber auf der Erde gibt es ja auch eine Menge künstlicher Lichter, wer sollen denn diese sein im Alten Testamente? Das sind diejenigen achtenswerten Menschen, die nach dem Worte, welches aus dem gottbegeistigten Menschen kam, treulich lebten und durch ihren Lebenswandel ihre Nachbarn erleuchteten und erquickten.Was Er selbst in Sich ist als die göttliche Sonne aller Sonnen, das ist auch ein jedes einzelne Wort aus Seinem Munde gesprochen gegen alle zahllosen Worte aus dem Munde begeisterter Patriarchen, Väter und Propheten. Zahllose Ermah-nungen, Gesetze und Vorschriften ersehen wir im Verlaufe des Alten Testamentes. Das sind Sterne und auch künstliche Lichter der Nacht. Dann aber kommt der Herr, spricht nur ein Wort - und dieses Wort wiegt das ganze Alte Testament auf.

Erk.Offenb.von Sw. Abs.402:Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde" bedeutet, daß alle Erkenntnisse des Guten und Wahren zugrunde gegangen seien. Dies erhellt aus der Bedeutung der Sterne, sofern sie die Erkenntnisse des Guten und Wahren bezeichnen; und aus der Bedeutung von auf die Erde fallen, sofern es heißt, zugrunde gehen; denn wenn die Sterne auf die Erde fallen, so gehen sie zugrunde. Das gleiche wird bezeichnet dadurch, daß "die Sterne vom Himmel fallen" bei Matth.24/29, und bei Mark.13/25. Jeder kann sehen, daß durch die Sterne nicht Sterne verstanden werden, denn diese können nicht vom Himmel fallen, sie sind nämlich fixiert, oder an ihren Ort gestellt, und können nicht auf die Erde fallen, weil sie größer sind als die Erde. Daher wird durch sie solches bezeichnet, was dem Licht des Himmels angehört und Licht gibt, und das sind die Erkenntnisse des Guten und Wahren. Es erscheinen auch am Engelshimmel Sterne, aber diese sind Erscheinungen aus den Erkenntnissen des Guten und Wahren, daher erscheinen sie um diejenigen her, die in diesen Erkenntnissen sind, hauptsächlich, wenn sie in Gedanken damit umgehen, und wenn sie ein Verlangen haben, dieselben zu wissen.

Den Frieden des Herrn wünscht Dir
Franz