Kundgabe durch Helg-Maria

Mittwoch, 11. August 2004

Wollet selbst nichts mehr als nur Mich !

Wann seid ihr zur Opferliebe, zu Meiner Liebe durchgedrungen – zu einer Liebe, die nichts für sich behält, weder seelisch noch geistig horten will und sagt: „Das ist mein!", sondern ausruft im festen Wissen Meiner Fürsorge: „Nein, nichts ist wahrhaft mein - außer des Herrn Güte und Frieden, außer Seiner Barmherzigkeit als Gnadengeschenk des Geistes. Nichts ist mein, alles ist Meinem Vater nur zu eigen!"

Wann erreichet ihr wahrhaft den Punkt der höchsten Liebe? Schritt für Schritt führe Ich euch den Kreuzesweg, der alleine zur Wiedergeburt der Seele in geistliches Denken, Reden und Tun führt - eine Geburt, die die Seele befreit vom Denken und Einfluß der Welt, die ihr vorgaukeln will, nur durch dieses und jenes Ritual, jenes Opfer wirst du die Harmonie der Seele erringen, das Gleichgewicht erlangen. Das sind Schritte der Erkenntnisse - es sind zum Teil Irrwege, die Ich nutze, euch doch zu Mir zu lenken. Die Seele wird oft erst aufgebaut, zu Schönem in der Natur hingelenkt, um die Schönheit Meines Lebens, Meines göttlichen Geistes zu erkennen - Irrwege, die Ich nutze und gerade zu Meinem Ziele der völligen Verwandlung eures Herzens führen.

Ihr gehet den Pfad durch den Wald hin zum Berge. Im Walde verirrt ihr euch und merkt es an eurer Unsicherheit der Seele. Alleine - verlassen von aller Welt, rufet ihr in eurer Verzweiflung zu Mir: „Vater, ich wollte doch den Berg erklimmen, zu Dir kommen!" - Ja, dieses „Ich wollte" nehme Ich euch dann ab und sage: Ja, Mein Kind, Ich will in dir und führe dich heraus aus dem Walde der Entspannung, der Welt der Esoterik, der Verführung durch Seelenbalsame, der Beglückung durch Freuden der Welt, durch Harmonie mit Geistesfreunden. Ich führe dich nun Meinen ganz eigenen Weg und flüstere zu dir in der Stille des Herzens: Lasse alles los, lasse auch dieses los und bekenne: „Nicht ein Stein unter meinem Haupte ist mir zu eigen, nicht einmal meine Seele ist mein - wirklich mein, es ist alles des Herrn! Mein Leben habe ich vom Vater des Lebens als Geschenk erhalten, um Seinen Geist in mir vollständig zur Entfaltung zu bringen. Der Geist ist aus dem Herrn und die Seele Ihm zum Gefäß gegeben. Der Leib ist vom Herrn der Seele, der alten gefallenen Schöpfung, zum Gefäß gegeben, um ein Instrument zu sein, Sein alleiniges Leben zu sammeln und heimzuführen ins Vaterhaus - Sein Eigentum, das Er uns gab, zur Verwaltung zurückzugeben.

Ich gab euch alles, Meine Kinder! Ich behielt nichts zurück, Ich gab Mein Leben, gebe immer noch Mein Leben, um der gefallenen Seele des ersten großen Lichtsohnes Meiner Liebe zurückzuverhelfen ins Vaterhaus, in Meinen Schoß. Und nun lebt die Menschheit im Wahne - ohne Mich in der völligen Finsternis im Walde - und sieht die Bäume nicht! So warte Ich auf den Hilferuf und stehe bereit mit dem Kreuze, um es aufzuerlegen denen, die Befreiung der Seele aus der Gefangenschaft Satans wünschen. Die Befreiung geht über Gethsemane, über Golgatha, über Ostern, Pfingsten und Entrückung an Meine Vaterbrust.

Wieder bin Ich persönlich gekommen, um euch den Weg aufzuzeigen, den kürzesten Weg zur Wiedergeburt Selbst zu weisen. Nur gehen müsset ihr ihn, gehen und weiterschreiten! Ihr schreitet ihn im Mittragen der Lasten der Kinder, die noch nicht um Hilfe schreien, die Mich noch verkennen. Ihr schreitet den Weg, indem ihr im Gedenken an Meine Hilfe, an Meine Gnade, Kraft und Liebe in euch stillehaltet, aushaltet im Kreuz-Mittragen. Ja, euer eigenes Kreuz nehme Ich euch ab, damit ihr Meine Hilfe spüret, euch auf Mich alleine verlasset und - Meinem Beispiele folgend - das Kreuz des Nächsten aufschultert, mittragend als leuchtende Beispiele Meiner Erlösung.

Meine Kinder, werdet nicht lau, wenn ihr fühlet, daß Ich euer Kreuz von euch nehme und selbst trage! Nehmet freudig Fremdlasten auf euch und fühlet euch so in Meine Opferliebe, in Meine barmherzige erlösende Liebe hinein. Mich in euch könnet ihr nur im Kreuz- und Leidtragen erfühlen. Die Momente der Freude und Erleichterung, der süßen Stunden der Stille und [des] Beisammenseins mit Mir, eurem guten Vater Jesus, dienen euch zur Stärkung, um weiter in der Arbeit in Meinem Weinberge Kraft zu schöpfen für eure Nächsten. Ihr liebet Mich nur über alles, wenn ihr euch selbst vergesset und Mich im Nächsten erkennet.

Selig sind die Armen im Geiste – ja, nur die Armen im Geiste, denn sie haben keinen eigenen Willen, keine eigene Vorstellung, keine eigenen Wünsche mehr zum Aufbau ihrer gefallenen Seele. Selig sind sie, weil sie nur Mich noch wollen, Meine geistige Liebe, Mein Kreuz und daraus in Mir auferstehen zu neuem Leben, zu Meiner Herrlichkeit und sitzen zur Rechten des Vaters, denn die Rechte des Vaters ist die Opferliebe, die Erlöserliebe, die gebende Liebe und die Helferliebe - die Liebe, die aus den gefallenen Seelensubstanzen Lichtfunken formt, sie in reinstes Liebelicht verwandelt und heimbringt.

Stellet euch Mir als Gefäße der reinen Liebe zur Verfügung und wollet selbst nichts mehr als nur Mich. Mein Geist wird euch dann den rechten Dienst anweisen, euch führen aus dem Walde der Versuchung, Irrwege zu Meinen Wegen der Erkenntnis machen und euch hinbringen ins Land der Freiheit des Geistes. - Übet die wahre Nächstenliebe aus Meinem Geiste und ihr werdet frei und neugeboren.

Amen. Euer Befreier und Erlöser Jesus Christus, - Amen.