Von Monika
To: Nachfolge@yahoogroups.de ; AktuelleWorteJesu
Sent: Tuesday, March 22, 2005 10:14 PM
Subject: [AktuelleWorteJesu] Die Auferstehung des Herrn - Die Erscheinung Jesu bei den Jüngern G.M. Predigt 19 -20
 
 

"HERR, hilf mir, große Dinge so zu tun als wären sie klein, denn ich tue sie aus DEINER Kraft;

und kleine Dinge zu tun, als wären sie groß, denn ich tue sie in DEINEM Namen!" 
 
 
Liebe Geschwister, 
 

im Anschluss, meiner Zeilen findet ihr zwei Predigten Nr. 19 und Nr.20  von Gottfried Mayerhofer, passend für die kommenden Ostertage. Diese sehr aufschlußreichen Predigten, aus denen ich kurz vorab zitiere, erzählen von den Leiden, die Jesus Christus für alle Menschen und Engel gleichermaßen erduldete. Was damals geschah, werden auch wir in heutiger Zeit als seine Nachfolger  in geistiger Entsprechung wieder erleben. Nun, wer mag, der lese also selbst.

 

Zitat Pred. 19:  "04] Was kann die Nächstenliebe mehr tun, als was Ich in jenen Momenten getan habe? - Weil Ich es tat, erhob Ich dieses Gebot der Nächstenliebe, das auch als soziales für das Zusammenleben gilt durch den Satz: "Was du nicht willst, das man dir tu, das tue auch anderen nicht!", zu einem göttlichen, unzertrennlich verbunden mit dem ersten, nämlich: den Schöpfer über alles zu lieben."

 

Zitat Pred. 20: "04] Je mehr die Gläubigen Meiner reinen Lehre, wie Ich sie euch jetzt gebe, sich vermehren werden, desto mehr werden sie auch alle Stadien der Begeisterung, des Zweifels, des Unglaubens und alle Erschütterungen des geistigen Lebens durchmachen müssen; denn die Verhältnisse werden oft gegen Mich zeugen. Die Menschen werden Meine Anhänger in ihrem Glauben irreführen, werden sie verfolgen, hassen und wo es möglich sein wird, sich an ihnen rächen."

 
 
Liebe Grüße
Monika.
 
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gm.pred.019. Predigt: Mk.16,01-08 am Ostersonntage (Den 19. Febr. 1872)

 

   00] Die Auferstehung Jesu (Mk.16,01-08): Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezerei, auf daß sie kämen und salbten ihn. Und sie kamen zum Grabe am ersten Tage der Woche sehr früh, da die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: "Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?" Und sie sahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abgewälzt war denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Kleid an; und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: "Entsetzet euch nicht! Ihr suchet Jesus von Nazareth den Gekreuzigten; er ist auferstanden und ist nicht hier. Siehe da die Stätte, da sie ihn hinlegten! Gehet aber hin und sagt's seinen Jüngern und Petrus, daß er vor euch hingehen wird nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat." Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entsetzen ankommen. Und sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich.

 

   01] Der vorherige Evangelientext behandelte Meinen Einzug in Jerusalem und im Tempel; der obenerwähnte beschreibt Meine Grablegung und Auferstehung, sowie Meine Erscheinung bei verschiedenen Meiner Jünger und der Magdalena. Zwischen dem Einzug in Jerusalem und Meiner Grablegung liegt Meine gerichtliche Verurteilung, liegen Meine größten, als Mensch und Gott ausgestandenen Schmerzen, Meine größte Demütigung als Schöpfer und Herr der Welt und der Beweis Meiner größten Liebe, der nur Ich allein fähig sein kann, indem Ich ungeschaffener, ewiger Gott und Herr Mich dem allem unterzog, um Meinen geschaffenen Wesen und Geistern als Beispiel voranzugehen, damit sie alle sehen können, was dazu gehört, ein Kind Desjenigen zu sein, der Welten, Sonnensysteme und große Geisterreiche ins Leben rufen konnte und auch wieder aus demselben vertilgen könnte, wenn Sein mächtiger Wille nicht eben durch die allumfassende Liebe zur Erhaltung statt zur Vernichtung des Geschaffenen angeregt würde.


   02] Die letzten Tage Meines irdischen Lebenswandels sollten allen Geistern den tatsächlichen Beweis liefern, daß jeder, der einen Gottesfunken in sich trägt, auch, weit über alle Begriffe geschaffener Wesen hinaus, noch größerer Aufopferungen und Verleugnungen fähig ist, und zwar nicht seines eigenen, sondern des Heiles anderer wegen.


   03] In nichts ist das zweite Liebesgebot so ausgeprägt, so in seiner ganzen Fülle erfüllt worden wie in den letzten Tagen Meines Leidens von Mir selbst. Ich erniedrigte Mich als Mensch, alle menschlichen Leiden, die dem irdisch Geschaffenen die größten scheinen - Torturen, Tod und öffentliche Entehrung -, geduldig zu ertragen, und zwar als Mensch für alle anderen Menschen, sie als meine Brüder betrachtend, welche, obwohl feindlich gesinnt und Meine großen Wohltaten mit Undank und Rache lohnend, Mich doch im letzten Atemzuge noch betend und Verzeihung für sie erflehend am Kreuze sterben sahen.


   04] Was kann die Nächstenliebe mehr tun, als was Ich in jenen Momenten getan habe? - Weil Ich es tat, erhob Ich dieses Gebot der Nächstenliebe, das auch als soziales für das Zusammenleben gilt durch den Satz: "Was du nicht willst, das man dir tu, das tue auch anderen nicht!", zu einem göttlichen, unzertrennlich verbunden mit dem ersten, nämlich: den Schöpfer über alles zu lieben.


   05] Mein Scheiden von der kleinen Erde, welche Ich unter Millionen und Millionen von Erdkörpern und Sonnen zum Schauplatz Meiner größten, nur Mir möglichen Tat, auserkoren hatte, dieses Scheiden besiegelte mit dem letzten Atemzuge die Göttlichkeit der beiden von Mir aufgestellten Liebesgebote. Ich als Mensch übte beide in ihrer größtmöglichen Erfüllung und hinterließ so der Menschheit das Ideal eines Erdeninenschen, wie er sein soll. Ich zeigte als Geist Meinen höheren Wesen und Engeln, was sie zu vollbringen imstande sein und nach was sie streben sollen, wenn der Moment der Prüfung auch an sie herantritt.


   06] Auf der Erde war der Schlußstein zur Gewißheit Meiner Göttlichkeit die Auferstehung von den Toten; denn ohne sie wären Meine Lehre, Meine Taten, überhaupt Mein Lebenswandel bald vergessen worden. Meine Jünger hätten sich zerstreut, wären für sich Mir vielleicht noch angehangen, aber für ihre Mitmenschen nicht mehr fruchtbringend gewesen.


   07] Meine Jünger glaubten wohl an Meine Göttlichkeit unter dem Einfluß Meiner Gegenwart. Meine persönliche Erscheinung, Meine Worte und Meine Taten waren zu gewichtig, als daß sie nicht auf Meine Umgebung gewirkt hätten; jedoch, einmal Meiner Person entledigt und frei von diesem moralischen Druck, hätte die Welt nach und nach ihre Rechte wieder auf sie geltend gemacht und den von Mir gemachten Eindruck während Meines Lebenswandels stets mehr geschwächt und endlich gar verwischt. Wenn von Meinem Lebenswandel nichts übriggeblieben wäre als die Erinnerung an Vergangenes - obgleich Wunderbares und Unbegreifliches -, mußte, sollte all Mein Wirken nicht umsonst gewesen sein, durch ein Entgegenhandeln allen bis jetzt gewohnten Gesetzen, die Auferstehung vom Tode Meine Göttlichkeit beweisen und dadurch den Glauben Meiner Jünger und Anhänger kräftigen, um sie dadurch erst zu ihrer ferneren Mission reif zu machen.


   08] So war Meine Auferstehung der Schlußstein dieses nie zu vernichtenden Glaubens und Religionsgebäudes, welches bis jetzt allen Stürmen widerstand, und welches bald in seiner ganzen Reinheit und seinem Glanz auf Erden prangen und so der Vermittler zwischen zwei wichtigen Faktoren der Schöpfung sein wird, nämlich zwischen Materie und Geist oder zwischen dem Reich des Materiellen und dem Geisterreich.


   09] Ja, so muß es geführt werden, und so muß es kommen, damit auf eurer Erde überall anerkannt wird, daß die Materie nur die Umkleidung des Geistigen ist, und daß die Materie oder das Weltliche nur des Geistigen wegen geschaffen wurde.
   10] Alles Materielle muß vergeistigt werden, damit die Menschen sich Meinem Geistigen Reich nähern können, und damit die andern geschaffenen Wesen auf dem Erdball, der Vervollkommnung der Menschen nachstrebend, ebenfalls höher und höher steigen, bis der Erdball selbst, seiner Dichtigkeit entbunden, zur Auflösung keinen Gewaltschritt, sondern nur den des sanften Überganges nötig baben wird.


   11] Um euch diesen Vergeistigungsprozeß klar durchschaubar und begreiflich zu machen, was Meine Auferstehung, sowie Meine Leidensgeschichte der letzten Tage Meines irdischen Lebenswandels bis zu Meinem Tode bedeuten, muß Ich euch daran erinnern - was Ich schon mehrmals wiedenholt habe -, daß alle Meine Taten und Worte, ja selbst die Weltereignisse während Meiner Lehrjahre, sich nach und nach bis zu Meiner künftigen, nahe bevorstehenden Wiederkunft wiederholen werden, und zwar in geistigen Entsprechungen und nicht tatsächlich an Meiner Person wie in jener Zeit.


   12] Was Ich in jener Zeit als Menschensohn auszustehen hatte, das galt auch für das Fortschreiten Meiner Lehre, welche Mich jetzt auf eurer Erde geistig darstellt. Auch sie wurde verunreinigt, verspottet und schändlicher Unfug mit ihr getrieben; endlich hat man sie in euren Kirchen, als großen Grabgewölben, zu Grabe getragen und auf sie einen schweren Stein, den Stein des nichtigen Kultus, gewälzt. Dort sollte sie ewig ruhen und nur denen nützen, die weltlichen, aber nicht geistigen Nutzen daraus ziehen wollten.


   13] So war der Gang der Weltgeschichte das genaue Abbild Meiner Lehrjahre. Allein, wie es in eurem Leben in geistiger Hinsicht drei wichtige Abschnitte gibt, nämlich das Kindesalter - entsprechend dem unbedingten Glauben -, das Jünglingsalter - entsprechend dem Urteilen über das Geglaubte - und das Mannesalter - entsprechend dem Unterscheiden von Schein und wirklichem Sein -, so folgte auch Meine Lehre all diesen Phasen, teils während Meines eigenen Unterrichts, teils später nach Meinem Hingang bis jetzt und weiterhin.
   14] Auch Ich zwang im Anfang die Mich umgebende Welt teilweise durch Meine Wunder zum Glauben und erzog die Menschen dann wie die Kinder. Und wenn sie Mich dann anfingen zu verstehen, so fanden sie bei ihrer Beurteilung die rechte Wahrheit des früher nur Geglaubten, d.h. kamen ins Jünglingsalter. Und als ihr Glaube und Wissen auf diese Weise gefestet war, wurden sie reif, traten mit aller Überzeugung für Meine Lehre, für Mich ein und bestätigten mit Wort und Tat, was ihnen als das Heiligste und Höchste erschien.


   15] Die Geschichte Meiner Religion, ihre spätere Verbreitung, lehrt euch die gleichen Übergänge, nur mit dem Unterschied: Als Ich selbst lehrte, war kein Grund des Ausscheidens, des Protestierens vorhanden; aber als Menschen, von menschlichen Leidenschaften angetrieben und von weltlichen Ansichten und Interessen geleitet, es Mir nachmachen wollten, verkehrten sie das Göttliche in Weltliches, gaben den Menschen die Rinde statt den Kern des geistigen Lebens, was zur Folge hatte, daß - nachdem das Menschengeschlecht herangereift war und selbst urteilen konnte - von den meisten das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wurde.


   16] So kamen die Extreme von Alles-Gläubigen und Nichts-Gläubigen zum Vorschein. Jetzt, wo dieses geistige Sich-Regen stärker wird, wo der Leichnam im Grabe, mit Stein bedeckt und versiegelt, sich zur Auferstehung vorbereitet, jetzt wollen sie noch anfangen, wie einst Magdalena, mit irdischen Spezereien und Wahlgerüchen den Leichnam vor der Verwesung zu bewahren. Wie aber die Magdalena sich damals täuschte, weil sie das Grab leer fand, so werden auch jetzt die Hüter der geistigen Grabstätte Meiner Lehre enttäuscht sein. Sie werden das Grab leer und nur die Leichentücher finden, in welche sie den Leichnam meiner Lehre eingehüllt hatten; doch Der, den sie dort unter Schloß und Riegel verwahrt glaubten, wird auferstanden sein, wird Seine Anhänger und Jünger selbst aufsuchen und ihnen durch Seine Gegenwart wieder neuen Mut und Eifer einflößen.


   17] Je mehr diese Zeit herannaht, desto größer ist der Eifer, den Leichnam ja wohl zu verwahren und zu bewachen. Wie einst römische Soldaten als Nichtgläubige Mein Grab bewachten, so möchte man auch jetzt, daß bewaffnete fremde Macht die Schänder und Richter Meiner Liebeslehre unterstütze. Allein es ist umsonst. Schon bricht der erste Strahl hervor und trifft den Steindeckel des Grabes. Und wie jeder Stein beim ersten Strahl der Morgensonne zu vibrieren anfängt und dieses Zittern und Vibrieren fortgeht, bis dadurch der Stein erwärmt wird und dann diese Wärme seiner Unterlage mitteilt, so vibriert auch schon dieser Sargdeckel. Sein Zittern und Bewegen wird sich vermehren, je mehr ihn die Reaktion zur ewigen Ruhe verdammen möchte. Der Strahl der geistigen Liebessonne wird den Stein wegwälzen, die geistig eingeschlafenen Mächte verscheuchen und ihnen und ihren Mithelfern nur die Leichentücher überlassend, den "Leichnam neu beleben und ihn zu seiner weiteren Vervollkommnung auf der Bahn des Lichts weiterführen.


   18] Im Grabe herrscht Finsternis. Der Lichtgott der göttlichen Wahrheit will jedoch nur Licht; Licht aber verbreitet Wärme und Wärme Leben.


   19] So wird auch der Leichnam meiner Lehre aus diesem Grabe, ,in das weltliche Selbstsucht und Herrschsucht ihn gelegt hatten, auferstehen, Licht, Wärme und Leben da vermehren, wo sie schon im Herzen glühen, und diese drei Elemente segensreich dort verbreiten, wo sie vielleicht gänzlich gemangelt haben.


   20] Das ist das geistige Bild Meiner Auferstehung als Meine Liebelehre, welche Ich vor mehr als tausend Jahren wirklich vollführte, und die jetzt bald auf dem ganzen Erdenrund vor sich gehen wird. Wie Ich dort auferstand und Meine Jünger und Anhänger sich der Auferstehung erfreuten, so wird auch diese Auferstehung von der ganzen Menschheit und von jedem einzelnen im eigenen Herzen gefeiert werden. So werde Ich auferstehen in den Herzen Meiner Gläubigen, wenn auch sie alle Leichentücher, in welche sie Mich eingehüllt hatten, weit von sich geworfen haben, alles Weltliche und Zeremonielle des Religionskultus weit hinter sich lassen, nur dem Geistigen Meiner Lehre Glauben schenken und das Geglaubte auch tatsächlich ausüben werden.


   21] Diese Auferstehung in den Herzen wird die Wiedergeburt, wird der letzte Schritt zum Bruch mit der Welt und der erste Schritt oder Anfang eines geistigen Lebens werden, wo kein materielles Band mehr mächtig sein wird, den Menschen zu verführen oder ihn auf seinem Vergeistigungsweg aufzuhalten.


   22] Daher wachet auf, Meine Kinder! Öffnet eure geistigen Augen, Ohren und Herzen! Der Jesus, in Form Seiner sanften Lehre von Duldung und Liebe, der dort am Kreuze nicht nur Seinen Nächsten noch liebte, sondern selbst für Seine Feinde bat, dieser Jesus soll in euch auferstehen! Und wie die Erde Seine Kirche, Sein Bethaus werden soll, wo Friede, Ruhe und Seligkeit wieder einkehren sollen, so soll auch euer Herz, paradiesisch geziert, nur Blumen der Liebe, der Gottes- und Nächstenliebe tragen.


   23] Bereitet euch vor auf dieses Fest der Auferstehung in euren Herzen! Es ist das Fest der Vergeistigung, der Verklärung eures eigenen Ichs.


   24] Wie Ich damals verklärt mit vergeistigtem Leib dem dunklen Grab entstieg, so sollt ihr ebenfalls verklärt, vergeistigt, gebessert, veredelt und Meiner würdig eurem Grab weltlicher Leidenschaften und Begierden entsteigen, Wenn euch bis jetzt Welt, Erziehung und soziale Verhältnisse vielleicht mit Leichentüchern umhüllt, mit Spezereien und Wohlgerüchen geziert hatten, um euren irdischen Menschen vor Verwesung zu hüten, so werft sie weg, alle diese unnützen Mittel; denn sie sind Werkzeuge der Materie und nicht des Geistes! Bedenkt, ihr seid nicht von dieser Welt! Ihr wart vorher Geist und werdet wieder Geist werden. Dort ist euer Heimatland, dort winkt euch Der, welcher, um euch das fühlen und begreifen zu lassen, für euch den leiblichen Tod gestorben, aber auch geistig wieder auferstanden ist, damit auch ihr Ihm nachfolgend, rein wandelnd wie Er und am Ende mit Triumph das Weltliche von euch werfend - geistig auferstehen und so Ihm im Kleinsten vergelten könnet, was Er im Größten an euch getan hat, indem ihr euch durch diese geistige Wiedergeburt zu Seinen Kindern erhöht. Bedenkt, was es heißt, ein Kind des Schöpfers und Herrn der Welt genannt und ein Bruder jener Geister zu werden, die schon längst, früher als ihr alle, diese Schule durchgemacht und siegreich bestanden haben und jetzt in ewiger Wonne und Seligkeit dieses immerwährende Auferstehen und Wiedergeborenwerden ihrer Brüder mit Freude betrachten und mit Bruderliebe teilen!


   25] So nehmt die Auferstehung geistig, wie sie ist, und wie sie, als ewiges Denkmal und Beispiel für euch und Mein ganzes Geister und Seelenreich vollzogen, von euch aufgefaßt werden soll!


   26] Ich in jener Zeit streifte das Menschliche von Mir ab, nachdem Ich die menschliche Natur überwunden und die göttliche wieder angezogen hatte. Tut auch ihr das gleiche, so wird der Tag eurer geistigen Auferstehung oder Wiedergeburt euch der wichtigste auf eurer Erdenbahn, der Schlußstein eurer irdischen und Grundstein eurer geistigen Mission sein! Amen.

 

 

                                                       ***********ENDE PREDIGT 19 ****************

 

 

gm.pred.020. Predigt: Joh.20,19-31 am Sonntage Quasimodogeniti (Den 5. März 1872)

 

   00] Die Erscheinung Jesu bei den Jüngern (Joh.20,19-31): Am Abend aber desselben ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: "Friede sei mit euch!" Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermals zu ihnen: "Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch." Und da er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: "Nehmet hin den heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten." Thomas aber, der Zwölf einer, der da heißt Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: "Wir haben den Herrn gesehen." Er aber sprach zu ihnen: "Es sei denn, daß ich in seinen Händen sehe die Nägelmale und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben!" Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: "Friede sei mit euch!" Darnach spricht er zu Thomas: "Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!" Thomas antwortete und sprach zu ihm: "Mein Herr und mein Gott!" Spricht Jesus zu ihm: "Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!" Auch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern. die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei Christus, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen.

 

   01] Dieses Kapitel bestätigt Meine Auferstehung und zeigt euch ihre Wichtigkeit und Notwendigkeit als Bedingung, wenn Meine mit so großen Opfern erkaufte Lehre Dauer und Erfolg haben sollte; denn ihr seht Meine Jünger furchtsam, ohne Mut und Glauben, sich in die Wohnungen einsperren.


   02] War doch, als Ich Meinen Jüngern - wie der Magdalena am Grabe erschien, einer Meiner Jünger so ungläubig, daß er erst durch unmittelbare Berührung Meiner Wunden sich von Meiner Auferstehung überzeugen wollte.


   03] Dieses alles, was in jenen Zeiten geschah, nebst den anderen Zeichen, welche Ich vor Meinen Jüngern bei verschlossenen Türen ausübte Zeichen, welche ihr später auch erfahren werdet -, dieses alles wird auch bei Meiner nächsten Darniederkunft sich nach und nach vor den Augen der Menschen abwickeln.


   04] Je mehr die Gläubigen Meiner reinen Lehre, wie Ich sie euch jetzt gebe, sich vermehren werden, desto mehr werden sie auch alle Stadien der Begeisterung, des Zweifels, des Unglaubens und alle Erschütterungen des geistigen Lebens durchmachen müssen; denn die Verhältnisse werden oft gegen Mich zeugen. Die Menschen werden Meine Anhänger in ihrem Glauben irreführen, werden sie verfolgen, hassen und wo es möglich sein wird, sich an ihnen rächen.


   05] Es wird auch in der Zeit so Ungläubige wie Thomas geben, die irregeführt, entmutigt, allen früheren Seelenfrieden und Glauben über Bord geworfen haben, und die erst durch Mein persönliches Erscheinen zu heilen sein werden.


   06] Was in der Zeit Meines Erdenwandels die Behausungen mit den verschlossenen Türen waren, das werden künftig die Herzen der Menschen sein, welche verschlossen weder dem Weltlichen, noch dem Geistigen einen Eingang erlauben wollen. Dort werde Ich auch gezwungen sein, mit sanfter Einsprache in das Herz Meiner Anhänger den Ruf ergehen zu lassen: "Fürchtet euch nicht!" und: "Der Friede sei mit euch!", weil auch sie, ohne Halt und Stütze, auf dem Punkte stehen, alles zu verlieren und in ewigen Zweifeln unterzugehen.


   07] Der ganz Ungläubigen, wie Thomas, wird es dann viele geben, die - selbst Meiner Stimme nicht mehr Gehör gebend - nur durch tatsächliche Beweise auf den früher betretenen Weg zurückgeführt werden können.


   08] So müssen auch Meine Gläubigen und zukünftigen Kinder die letzte Feuerprobe des wahren Vertrauens bestehen; denn wenn sie, wie einst Meine Jünger, ausgesandt werden sollen, um anderen Vertrauen und Glauben einzuflößen, so müssen sie diese im höchsten Grad im voraus besitzen. Sagte Ich ja einst selbst: "An Meinen Worten und Taten sollt ihr Mich erkennen!" Ebenso müssen auch Meine Kinder und zukünftigen Jünger an ihren Taten und Worten zu erkennen sein, und durch sie den anderen den tatsächlichen Beweis liefern, daß Vertrauen und fester Glaube die erste Bedingung sind, Meiner würdig zu werden.


   09] In jener Zeit sagte Ich zu Thomas, nachdem er seine Finger in Meine Wunden gelegt hatte: "Du glaubst nun; aber Ich sage dir: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!"


   10] Auch ihr, Meine Kinder, denen Ich schon so viel geistiges Brot gegeben habe, auch ihr seid nicht um ein Haar besser, als Meine Jünger es einst waren. Auch ihr seid verzagt, kleinmütig, fangt an zu zweifeln, grübelt an Meinen Worten und wendet euch der Welt mit ihren verführerischen Reizen zu, wenn nicht alles gleich so geht, wie ihr es wünschet. Auch ihr verschließt euch, wie die Schnecke in ihr Haus, und wollt von der Innen und Außenwelt nichts wissen, wenn dem Anschein nach Widersprüche auftauchen, wo ihr gewisse Handlungen und Ereignisse mit Meiner allumfassenden Liebe nicht vereinbaren könnt. Euch muß Ich dann zurufen: "Was weint ihr? Spart eure Tränen auf andere Gelegenheiten! Der, welchen ihr von euch geschieden, entfernt glaubt, ist euch nahe, nur nicht körperlich, sondern geistig!" Auch der Magdalena mußte Ich zurufen: "Weib, rühre Mich nicht an; denn es war Mein vergeistigter Leib, welchen sie sah, der für menschlich körperliche Berührungen nicht tauglich war. Als Ich zu Meinen Jüngern in ihre verschlossenen Wohnungen kam, ließ Ich es zu, als fühlten sie Mich körperlich; aber im eigentlichen Sinne war Ich es nicht mehr. Denn als Meine Mission mit dem Kreuzestod beendigt war, hörte das Menschliche auf, Meine Umkleidung zu sein; es war schon vergeistigt, um nach wenigen Tagen sich mit dem Quell seines Gottwesens wieder zu verbinden.


   11] Meinen Jüngern wirkte Ich, wie dieses Evangelium sagt, noch andere Zeichen, d.h. Ich öffnete ihnen ihr geistiges Auge und Ohr, damit sie, von Meiner Gottheit noch mehr überzeugt, den Mut erlangen sollten, allen künftigen Gefahren zu trotzen, welche die Umstände und ihr Lehrberuf mit sich bringen würden.


   12] Solange Ich körperlich lebend unter ihnen wandelte, hatten sie noch keine feste Überzeugung, daß Ich ein gottähnliches Wesen wäre, und daß Ich Kräfte und Eigenschaften hätte, die dem gewöhnlichen Menschen nicht eigen sind. Sie sahen wohl Meine Wunder, lebten und glaubten aber auch nur unter dem drückenden Einfluß derselben. Kaum war Ich von ihnen genommen, kaum ließ dieser direkte Einfluß nach oder hörte ganz auf, waren schon der feste Glaube, Zuversicht und das Vertrauen hinweggewischt! Wäre Ich nicht auferstanden, hätte Ich nicht alle Meine früheren Versprechungen erfüllt, so wäre nicht ein Mondesumlauf verflossen, und Meine Jünger, zu ihren alten Beschäftigungen zurückkehrend, hätten das mit Mir Erlebte nur als einen Traum angesehen, von welchem ihnen nur eine Erinnerung übriggeblieben wäre, von dessen Wirklichkeit sie aber niemand hätten überzeugen können.


   13] Und wie Ich damals Mein Werk mit Meiner Auferstehung, mit Meinem vierzigtägigen Wandel unter Meinen Jüngern bekräftigen und mit Meiner Himmelfahrt besiegeln mußte, ebenso muß Ich auch jetzt euch, Meine Kinder, leiten, stärken und im Glauben und Vertrauen festigen.


   14] Wenn Ich in jenen Zeiten Meinen Jüngern den heiligen Geist einblies, wenn Ich ihnen die Macht gab, die Sünden zu lösen und zu binden - eine Gewalt, die bei der späteren Priesterschaft so falsch verstanden und mißbraucht wurde -, so geschah es deshalb, weil sie zur festen Überzeugung gekommen waren, daß es nur einen Gott gibt, der, über alles Materielle erhaben, ein Geist ist und nur als solcher erfaßt werden kann, und daß eben dieser Gott, Jesus, ihr Führer war. So konnte auch Meine Macht auf sie übertragen werden, so mußte sie wirken, da Meine Jünger sie zu hohen Zwecken anwendeten und nur Mein geistiges Ziel, die Menschen zu Meinen Kindern zu machen, als Endresultat anstrebten.


   15] So wie Meine Jünger Wunder wirken und Kranke heilen konnten, bloß durch den Machtspruch des Worts, ebenso sollt auch ihr und alle Meine künftigen Anhänger gestärkt werden, im festen Vertrauen auf Meine Macht und Mitwirkung Taten zu verrichten, die dem gewöhnlichen Menschen unmöglich, dem geistig Wiedergeborenen aber ein leichtes sein werden. Die Zeiten und Verhältnisse werden euch dazu erziehen. Viele habe Ich dazu berufen, aber das ,Auserkoren-zu-diesem-Zweck` zu erreichen, liegt bei euch allein.


   16] Verschließt euer Herz nicht Meiner Vaterstimme! Verzagt nicht, wenn auch die letzten Hoffnungsstrahlen schwinden! Ich bin und bleibe stets bei denen, die um jeden Preis bei Mir bleiben wollen. Wartet nicht auf Mein persönliches Erscheinen wie Thomas, sondern bereitet euch vor, fest zu glauben und fest zu vertrauen, damit Mein Erscheinen nur eine Bestätigung und Bekräftigung des schon früher Geglaubten und Gehofften ist! Ihr werdet dann tüchtig sein, Mir, euch selbst und euren Nächsten in dem Sinne zu nützen, wie Ich selbst einst Meinen Jüngern während Meines Wandels unter ihnen nützte.


   17] Laßt euer Herz nicht von Zweifeln bestürmen, nicht mit Grübeleien euer Vertrauen schwächen! Meine Kinder sollen ihr Herz nicht verschlossen halten; sie sollen, erhaben über alles Weltliche den Blick nach oben richtend, stets Meines Opfers eingedenk sein, Meiner Liebe und Meiner väterlichen Fürsorge für sie und alle lebenden Kreaturen, damit ihr Herz, ein steter Tempel Meiner Liebe und des unerschütterlichen Glaubens an Meine Unfehlbarkeit, ihnen eine echte Stütze in allen Mißhelligkeiten des Lebens und ein fester Hort gegen alle Anfechtungen von Zweifeln und Unglauben sei. Dann werdet ihr stets den Ruf in euch ertönen hören: "Der Friede sei mit euch!" Denn wo im Hinblick auf Mich und Meine Liebe der Friede schon im Herzen thront, brauche Ich ihn nicht erst zu bringen, sondern kann ihn nur bestätigen!


   18] So rufe Ich euch zu: Der Friede sei mit euch und weiche nie aus euren Herzen, damit Ich stets dort Eingang, und zwar freien Eingang, finde und nicht bei verschlossenen Türen durch die Gewalt Meines Willens eindringen muß, sondern ungehindert euer Gemüt bereit finde, Mich als Den anzuerkennen, welcher auch Seinen Jüngern in jener Zeit nichts anderes war als ihr Führer, Leiter und Vater! Amen.

 

 

                                                                         ******ENDE PREDIGT 20 ******