Durch die Taufe des Johannes wurde der Weg bereitet, daß Jehovah der Herr in die Welt herabkommen und die Erlösung vollbringen konnte

688. Bei Mal.3/1,[2] liest man: „Siehe, Ich sende Meinen Engel, der den Weg bereiten wird vor Mir, und plötzlich wird zu Seinem Tempel kommen der Herr, Den ihr suchet, und der Engel des Bundes, nach dem ihr verlanget; wer wird ertragen den Tag Seiner Ankunft, und wer bestehen, wenn Er erscheint?“, und wieder: „Siehe, Ich werde euch Elias, den Propheten, senden, bevor der Tag Jehovahs kommt, der große und erschreckliche, damit Ich nicht komme und die Erde mit dem Fluch schlage“: Mal.3/23,24. Und Zacharias der Vater, weissagend von seinem Sohn Johannes: „Du, Knabe, wirst ein Prophet1 des Höchsten heißen, wirst hergehen vor dem Angesicht des Herrn, zu bereiten Seine Wege“: Luk.1/76. Und der Herr selbst von diesem Johannes. „Dieser ist es, von dem geschrieben steht: Siehe, Ich sende Meinen Engel her vor Deinem Angesicht, welcher Deinen Weg vor Dir bereiten wird“: Luk.7/27. Hieraus ist sonnenklar, daß Johannes jener Prophet war, der gesandt wurde, den Weg zu bereiten für Jehovah Gott, Der in die Welt herniederkommen und die Erlösung vollbringen sollte, und daß er diesen Weg bereitet hat durch die Taufe und die damit verbundene Verkündigung der Ankunft des Herrn, und daß ohne diese Vorbereitung alle mit dem Bannfluch geschlagen worden und verloren gegangen wären.

689. Durch die Taufe des Johannes wurde aber darum der Weg bereitet, weil sie, wie gezeigt worden, durch dieselbe in die künftige Kirche des Herrn eingeführt, und im Himmel unter diejenigen eingereiht wurden, die den Messias erwarteten und sich nach Ihm sehnten, und so von den Engeln behütet wurden, damit nicht die Teufel aus der Hölle hervorbrechen und sie verderben möchten; weshalb es bei Mal.3/[2,]24 heißt: „Wer wird ertragen den Tag seiner Ankunft“ und „damit nicht Jehovah komme und das Land mit Fluch schlage“. Ebenso bei Jesajas: „Siehe, der Tag Jehovahs kommt grausam, und [ein Tag] der Entrüstung und Entbrennung des Zorns; erschüttern werde Ich den Himmel, und erbeben soll die Erde von ihrer Stelle, am Tage der Entbrennung Seines Zorns“: Jes.13/6,9,13,22; 22/5,12. Desgleichen bei Jeremias: „Jener Tag heißt‚ Tag der Verwüstung, der Rache und des Unterganges‘“: Jer.4/9; 7/32; 46/10,21; 47/4; 49/8,26. Bei Ezechiel: „Der Tag des Zorns, der Wolke und der Finsternis“: Ez.13/5; 30/2,3,9; 34/11,12; 38/14,16,18,19; desgleichen bei Am.5/13,18,20; 8/3,9,13. Bei Joel: „Groß ist der Tag Jehovahs und schrecklich, und wer wird ihn ertragen“: Joel 2/1,2,11; 3/2,4. Und bei Ze.1/7-18: „An jenem Tag wird eine Stimme rufen: Nah ist der Tag Jehovahs, der große, ein Tag des Grimms ist dieser Tag, ein Tag der Angst und der Beklemmung, ein Tag des Wüstens und Verwüstens; am Tage der Entbrennung des Jehovah wird das ganze Land verzehrt werden; und ein Ende wird Er machen mit allen Bewohnern des Landes“; und so auch in anderen Stellen, woraus erhellt, daß [es so gekommen wäre,] wofern nicht dem in die Welt herabkommenden Jehovah der Weg bereitet worden wäre durch die Taufe, deren Wirkung im Himmel war, daß die Höllen verschlossen und die Juden bewahrt wurden vor gänzlichem Untergang. Auch sagt Jehovah zu Moses: „In einem Augenblick, stiege Ich hinan in deine Mitte, würde Ich das Volk verzehren“: 2Mo.33/5. Daß dem so sei, erhellt deutlich aus den Worten des Johannes zu den Scharen, die herauskamen, um von ihm getauft zu werden: „Ihr Otternbrut, wer hat euch gezeigt, dem künftigen Zorn zu entfliehen?“: Matth.3/7; Luk.3/7. Daß Johannes auch über Christus und Seine Ankunft Belehrung gab, als er taufte, sehe man Luk.3/16; Joh.1/25,26,31-33; 3/26. Hieraus erhellt, wie Johannes den Weg bereitete.

690. Was die Taufe des Johannes betrifft, so bildete sie die Reinigung des äußeren Menschen vor, die Taufe hingegen, die heutzutage bei den Christen statthat, bildet vor die Reinigung des inneren Menschen, welche die Wiedergeburt ist; weshalb man liest, Johannes habe mit Wasser getauft, der Herr hingegen taufe mit Heiligem Geist und mit Feuer, und darum wird die Taufe des Johannes genannt die Taufe der Buße: Matth.3/11; Mark.1/4f; Luk.3/3,16; Joh.1/25,26,33; Apg.1/22; 10/37; 18/25. Die Juden, welche getauft wurden, waren bloß äußerliche Menschen, und der äußerliche Mensch kann ohne den Glauben an Christus nicht innerlich werden. Daß die, welche mit der Taufe des Johannes getauft waren, innerliche Menschen wurden, indem sie den Glauben an Christus annahmen und dann auf den Namen Jesu getauft wurden, sehe man in der Apg.19/3-6.

691. Moses sprach zu Jehovah: „Zeige mir Deine Herrlichkeit, und Jehovah sprach zu ihm: Du kannst Mein Antlitz nicht sehen, weil nicht der Mensch Mich sehen und leben wird; und Er sprach: Siehe eine

Stelle, wo du stehen magst im Felsen, und Ich will dich in die Öffnung des Felsen stellen, und Meine Hand über dich decken bis Ich werde vorübergegangen sein, und wenn Ich Meine Hand entfernt haben werde, wirst du Meine Rückseite sehen, Mein Angesicht aber wird nicht gesehen werden“: 2Mo.33/18-23. Der Grund, warum der Mensch Gott nicht sehen und leben kann ist, weil Gott die Liebe selbst ist, und die Liebe selbst oder die göttliche Liebe in der geistigen Welt vor den Engeln als Sonne erscheint, in einer Entfernung von ihnen wie die Sonne unserer Welt entfernt ist von den Menschen; daher würden, wenn Gott, Der in der Mitte jener Sonne ist, sehr nahe zu den Engeln hinkäme, diese ebenso umkommen, wie die Menschen, wenn die Sonne der Welt ihnen nahe käme, denn sie ist in gleicher Weise brennend, weshalb ununterbrochen fortlaufende Milderungen bestehen, die das Feuer jener Liebe modifizieren und mäßigen, damit es nicht, so wie es an sich ist, einfließe in den Himmel, denn dadurch würden die Engel verzehrt werden. Sobald daher der Herr Sich in näherer Gegenwart im Himmel darstellt, fangen die Gottlosen, die sich unterhalb des Himmels befinden, an zu jammern, gequält und ohnmächtig zu werden, weshalb sie in die Höhlen und in die Klüfte der Berge entfliehen, mit dem Ruf: Fallet über uns und verberget uns vor dem Angesicht des auf dem Thron Sitzenden: Offb.6/16; Jes.2/19,21. Der Herr selbst kommt nicht herab, sondern ein Engel mit der Sphäre der Liebe vom Herrn um sich her; einige Male sah ich, wie Gottlose durch dieses Herabkommen so erschreckt wurden, wie wenn Sie den Tod selbst vor ihren Augen gesehen hätten; einige, die sich tiefer und tiefer in die Hölle hinabstürzten, und einige in Furien verwandelt. Daher kam es, daß die Kinder Israels vor dem Herabkommen Jehovahs des Herrn auf den Berg Sinai sich drei Tage lang vorbereiten sollten, und daß der Berg umzäunt werden sollte, damit nicht jemand hinzutreten und sterben möchte: 2Mo.Kap.19. Ebenso verhielt es sich mit der Heiligkeit Jehovahs des Herrn in den Zehn Geboten, die damals verkündigt und mit dem Finger Gottes auf zwei Tafeln geschrieben und in der Lade niedergelegt worden waren, auf die in der Stiftshütte der Gnadenstuhl gestellt wurde, und über diesen die Cherube, damit nicht jemand jene Heiligkeit unmittelbar mit der Hand oder mit dem Auge berühren möchte. Selbst Aharon durfte nicht zu ihr hintreten, außer einmal im Jahr, nachdem er sich durch Opfer und Rauchwerk versöhnt hatte. Daher rührte, daß die Ekroniter und Beschemiten zu vielen Tausenden starben, bloß weil sie mit ihren Augen die Lade gesehen hatten: 1Sa.5/11,12; 6/19; und auch Usa, weil er sie berührt hatte: 2Sa.6/6,7.

Durch dieses wenige ist ins Licht gesetzt, mit welchem Fluch und Verderben die Juden geschlagen worden wären, wenn sie nicht durch die Taufe des Johannes vorbereitet worden wären zur Aufnahme des Messias, welcher Jehovah Gott in menschlicher Gestalt war, und wenn Er nicht das Menschliche angenommen und so Sich geoffenbart hätte; und daß sie vorbereitet wurden durch das, daß sie im Himmel denjenigen zugeteilt und beigezählt wurden, die den Messias von Herzen erwartet und ersehnt hatten, infolgedessen dann Engel ausgesandt und zu ihren Hütern gemacht wurden.

692. Diesem will ich folgende Denkwürdigkeiten beifügen. Die erste: Als ich aus der Schule der Weisheit nach Hause ging, sah ich auf dem Weg einen Engel mit hyazinthfarbigem Gewand; dieser schloß sich mir zur Seite an und sprach: Ich sehe, daß du von der Schule der Weisheit herkommst, und über das dort Gehörte erfreut bist; und da ich bemerke, daß du nicht völlig in dieser Welt bist, weil du zugleich in der natürlichen Welt bist und daher unsere olympischen Gymnasien nicht kennst, in denen die alten Weisen zusammenkommen und von den Ankömmlingen aus deiner Welt sich sagen lassen, welche Zustandsveränderungen und Wechsel [successiones] die Weisheit erfahren hat und noch erfährt, so will ich dich, wenn du willst, an einen Ort führen, wo viele von den alten Weisen und ihren Söhnen, d.i. ihren Schülern, wohnen. Und er führte mich an die Grenze zwischen Mitternacht und Morgen, und als ich von einer Anhöhe aus dahin blickte, siehe, da erschien eine Stadt, und auf der einen Seite derselben zwei Hügel, und der näher an der Stadt liegende niedriger als der andere. Und er sagte zu mir: Diese Stadt heißt Athenäum, der niedrigere Hügel Parnassium, und der höhere Heliconeum; sie werden so genannt, weil in der Stadt und um sie her die alten Weisen Griechenlands, als Pythagoras, Sokrates, Aristippus, Xenophon, mit ihren Schülern und Lehrjüngern weilen. Und ich fragte nach Plato und Aristoteles, und er sagte, daß sie und ihre Anhänger in einer anderen Gegend wohnen, weil sie die Vernunftwahrheiten, welche Sache des Verstandes sind, jene aber die moralischen, welche Sache des Lebens sind, gelehrt hatten. Er sagte, daß aus der Stadt Athenäum häufig Studierende zu den Gelehrten aus den Christen gesandt würden, damit sie Kunde brächten, was man heutzutage denkt von Gott, von der Schöpfung des Weltalls, von der Unsterblichkeit der Seele, vom Zustand des Menschen gegenüber dem Zustand der Tiere, und von anderen Dingen, welche Gegenstand der tieferen Weisheit sind. Er sagte auch, es habe ein Herold heute eine Versammlung angesagt, was ein Zeichen sei, daß die Ausgesandten neue Ankömmlinge von der Erde getroffen, und von ihnen merkwürdige Dinge gehört haben. Und wir sahen viele aus der Stadt und den nächsten Umgebungen hervorgehen, einige mit Lorbeerkränzen auf den Häuptern, andere mit Palmzweigen in den Händen, andere mit Büchern unter den Armen, und einige mit Schreibfedern unter den Haaren der linken Schläfe. Wir mischten uns unter sie und stiegen mit ihnen hinan, und siehe, auf dem Hügel war ein Palast in achteckiger Form, den sie Palladium nannten, und wir gingen hinein; und siehe, es waren daselbst acht sechswinklige Einsprünge, in deren jedem ein Bücherbehältnis und auch ein Tisch war; an diese setzten sich die Lorbeerbekränzten nieder, und im Palladium selbst sah man Sitze aus Stein gehauen, auf welche die übrigen sich niederließen. Und nun wurde eine Tür zur Linken geöffnet, durch die zwei Ankömmlinge von der Erde eingeführt wurden; und nachdem man sie begrüßt hatte, fragte sie einer der Lorbeerbekränzten: Was gibt es Neues auf der Erde? Und sie sagten: Das Neue ist, daß man in Wäldern Menschen, die wie Tiere waren, oder Tiere die wie Menschen waren, gefunden hat, daß man aber an dem Gesicht und Körper erkannte, daß sie als Menschen geboren und im zweiten oder dritten Lebensjahr in den Wäldern verloren oder zurückgelassen worden waren; man sagte, dieselben können nichts von einem Gedanken hervortönen lassen, noch den Ton in einen Wortlaut artikulieren lernen; sie kennen auch nicht, wie die Tiere, die ihnen angemessene Speise, sondern nehmen, was im Wald wächst, sowohl Reines als Unreines, in den Mund, und dergleichen mehr; woraus dann einige Gelehrte bei uns mancherlei gemutmaßt, und andere Schlüsse gezogen haben über den Zustand der Menschen gegenüber dem Zustand der Tiere.

Nachdem sie dies gehört, fragten einige der alten Weisen: Was mutmaßen und schließen sie denn daraus? Und die zwei Ankömmlinge antworteten: Vielerlei, was jedoch auf folgendes zurückgeführt werden kann:

1. Der Mensch sei seiner Natur und auch seiner Geburt nach stumpfsinniger und somit geringer, als jedes Tier, und werde ebenso, wenn er nicht unterrichtet wird;

2. unterrichtet könne er werden, weil er gelernt hat, artikulierte Töne von sich zu geben und somit zu sprechen, und damit habe er angefangen, Gedanken hervorzugeben, und dies nach und nach mehr und mehr bis dahin, daß er die Gesetze der Gesellschaft ausdrücken konnte, von denen jedoch mehrere den Tieren schon von Geburt an eingeprägt seien.

3. Den Tieren komme die Vernünftigkeit ebensowohl zu, als den Menschen.

4. Daß daher die Tiere, wenn sie reden könnten, ebenso geschickt über jede Sache urteilen würden wie die Menschen, wovon ein Zeichen sei, daß sie aus Vernunft und Klugheit denken, so gut als die Menschen.

5. Der Verstand sei nur eine Modifikation des Lichtes aus der Sonne, unter Mitwirkung der Wärme, mittelst des Äthers, so daß er nur eine Tätigkeit der inwendigeren Natur sei, und diese so sehr erhöht werden könne, daß sie wie Weisheit erscheine.

6. Es sei daher töricht zu glauben, der Mensch habe nach dem Tode mehr Leben als das Tier, nur daß er vielleicht einige Tage nach dem Tode, vermöge der Aushauchung des körperlichen Lebens, noch wie ein Nebelgebilde in Gestalt eines Gespenstes erscheinen könne, bevor er in die Natur zerstreut wird, kaum anders, als wie ein aus der Asche wieder auferweckter Strauch in der Ähnlichkeit seiner Gestalt erscheint.

7. Folglich sei die Religion, die ein Leben nach dem Tode lehrt, eine Erfindung, darauf berechnet, die Einfältigen innerlich durch ihre Gesetze in Banden zu halten, so wie sie äußerlich durch die Gesetze des Staates gehalten werden.

Diesem fügten sie bei, daß zwar die bloß Scharfsinnigen so vernünftelten, nicht aber die Verständigen; und als man sie fragte, wie die Verständigen die Sache verstehen, so sagten sie, sie hätten es nicht gehört, sie meinten aber so. Als sie dies gehört, sagten alle, die an den Tischen saßen: O, welche Zeiten sind jetzt auf Erden! Ach was ist aus der Weisheit geworden! Hat sie sich nicht in betörten Scharfsinn verkehrt! Die Sonne ist untergegangen und steht unter der Erde, ihrem Mittag schnurstracks entgegengesetzt; wer kann nicht an den in den Wäldern Zurückgelassenen und Aufgefunden Beweise sehen, daß der nicht unterrichtete Mensch von dieser Art ist? Ist er nicht so, wie er unterrichtet wird? Wird er nicht mehr als die Tiere in Unwissenheit geboren? Muß er nicht gehen und reden lernen? Und wenn er nicht gehen lernte, würde er sich wohl aufrecht auf seine Füße stellen? Und wenn er nicht reden lernte, würde er wohl etwas von einem Gedanken von sich geben? Ist nicht jeder Mensch so, wie er unterrichtet wird, töricht aus dem Falschen, und weise aus dem Wahren, und zwar töricht aus dem Falschen, bei aller Einbildung, daß er weiser sei als der Weise aus dem Wahren? Gibt es nicht Narren und Verrückte, die um nichts mehr Menschen sind, als die in den Wäldern Aufgefundenen? Sind diesen nicht diejenigen ähnlich, die das Gedächtnis verloren haben? Wir haben aus diesem und jenem geschlossen, daß der Mensch ohne Unterricht nicht Mensch und nicht Tier, sondern daß er eine Form ist, die das, was den Menschen ausmacht, in sich aufnehmen kann, mithin daß er nicht als Mensch geboren, sondern erst Mensch wird, und daß der Mensch als eine solche Form geboren wird, damit er ein aufnehmendes Organ des Lebens von Gott sei, und zwar zu dem Ende, daß er der Gegenstand sein möge, in den Gott alles Gute hineintragen, und den Er durch Vereinigung mit Sich ewig selig machen kann. Wir haben uns aus eurer Rede überzeugt, daß die Weisheit heutzutage so sehr ausgelöscht oder in Torheit übergegangen ist, daß man vom Zustand des Lebens der Menschen gegenüber dem Zustand des Lebens der Tiere ganz und gar nichts weiß; daher kommt denn, daß man auch vom Zustand des Lebens des Menschen nach dem Tode nichts weiß. Diejenigen aber, die von diesem Zustand wissen können, aber nicht wissen wollen, und ihn deshalb leugnen, wie es viele von euren Christen machen, können wir mit den in den Wäldern Gefundenen vergleichen, nicht als ob sie aus Mangel an Unterricht so stumpfsinnig geworden wären, sondern weil sie sich durch die Täuschungen der Sinne, welche Verfinsterungen der Wahrheiten sind, selbst so stumpfsinnig gemacht haben.

Aber nun sagte einer, der mitten im Palladium stand und eine Palme in der Hand hielt: Enthüllet doch dies Geheimnis, wie konnte der Mensch, der als Form Gottes geschaffen worden, in des Teufels Form verwandelt werden? Ich weiß, daß die Engel des Himmels Formen Gottes, und daß die Engel der Hölle Formen des Teufels sind, und diese zwei Formen sind einander entgegengesetzt: diese Torheiten, jene Weisheiten; so saget denn, wie konnte der als Form Gottes erschaffene Mensch vom Tag in eine solche Nacht übergehen, daß er Gott und das ewige Leben leugnen konnte? Hierauf antworteten die Lehrer der Ordnung nach, zuerst die Pythagoräer, hernach die Sokratiker, und endlich die übrigen. Allein unter jenen war ein gewisser Platoniker, der zuletzt sprach, und dessen Urteil den Vorzug erhielt; es ging dahin: Die Menschen des saturnischen Weltalters oder der goldenen Zeit haben gewußt und anerkannt, daß sie aufnehmende Formen des Lebens von Gott sind, und darum war die Weisheit ihren Seelen und Herzen eingeschrieben, und infolgedessen sahen sie aus dem Licht des Wahren das Wahre, und durch die Wahrheiten fühlten sie das Gute aus dem Angenehmen der Liebe zu demselben. Nachdem aber das menschliche Geschlecht in den folgenden Weltaltern von der Anerkenntnis abgekommen war, daß alles Wahre der Weisheit, und infolgedessen alles Gute der Liebe bei ihnen, beständig von Gott einfließe, so hörten sie auf, Wohnstätten Gottes zu sein, und nun hörte auch das Sprechen mit Gott und der Umgang mit den Engeln auf; denn die inwendigen Regionen ihres Gemüts wurden von ihrer Richtung, die aufwärts zu Gott von Gott ging, mehr und mehr in eine schiefe Richtung hinauswärts gegen die Welt, und so zu Gott von Gott durch die Welt, umgebogen, und endlich in die entgegengesetzte Richtung, die abwärts auf das eigene Selbst geht, verkehrt; und weil Gott nicht von einem innerlich umgewandten und so abgewandten Menschen geschaut werden kann, so haben sich die Menschen von Gott getrennt, und sind Formen der Hölle und so des Teufels geworden. Hieraus folgt, daß sie in den ersten Weltaltern mit Herz und Seele anerkannt haben, daß sie alles Gute der Liebe und von daher alles Wahre der Weisheit von Gott haben, und auch, das dasselbe Gottes sei in ihnen, und somit daß sie bloße Aufnahmegefäße des Lebens von Gott seien, und daher Bilder Gottes, Söhne Gottes und von Gott Geborene genannt wurden; daß sie hingegen in den folgenden Weltaltern dies nicht mit Herz und Seele, sondern mit einem gewissen Beredungsglauben, und dann mit einem historischen Glauben, und zuletzt bloß mit dem Mund anerkannten, und dergleichen bloß mit dem Mund anerkennen, heißt - nicht anerkennen, ja es - mit dem Herzen leugnen. Hieraus kann man sehen, wie heutzutage die Weisheit auf Erden bei den Christen beschaffen ist, (obwohl sie aus der geschriebenen Offenbarung eine Eingebung von Gott erhalten können), indem sie den Unterschied zwischen dem Menschen und dem Tier nicht wissen, und daher viele glauben, daß, wenn der Mensch nach dem Tode lebt, auch das Tier leben werde, oder weil das Tier nach dem Tode nicht lebt, auch der Mensch nicht leben werde. Ist nicht unser geistiges Licht, welches das Gesicht des Gemütes erleuchtet, bei ihnen zur Dunkelheit, und ihr natürliches Licht, welches bloß das Gesicht des Körpers erleuchtet, ihnen zum Lichtglanz geworden? Nach diesem wandten sich alle zu den zwei Ankömmlingen und sagten ihnen Dank für ihren Besuch und ihre Erzählung, und baten, sie möchten das, was sie hier gehört, ihren Brüdern verkündigen. Und die Ankömmlinge antworteten, sie wollen die Ihrigen in dieser Wahrheit bestärken, daß sie insoweit Menschen seien, und insoweit Engel des Himmels werden, als sie alles Gute der Liebtätigkeit und alles Wahre des Glaubens dem Herrn und nicht sich zuschreiben.

693. Zweite Denkwürdigkeit. Einige Wochen nachher hörte ich eine Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, es ist wieder eine Versammlung auf dem Parnassium, gehe hin, wir wollen dir den Weg zeigen. Und ich ging hin, und als ich nahe war, sah ich einen auf dem Heliconeum mit einer Posaune, mit der er die Versammlung ankündigte und ansagte. Und ich sah, wie früher, Hinaufziehende aus der Stadt Athenäum und ihren Umgebungen, und in ihrer Mitte drei Neuangekommene aus der Welt; diese drei waren aus den Christen, einer ein Priester, der andere ein Staatsmann und der dritte ein Philosoph. Diese unterhielt man unterwegs mit allerlei Gesprächen, besonders über die Weisen des Altertums, die man nannte. Sie fragten, ob sie dieselben sehen werden, und man sagte ihnen, ja, sie werden sie sehen, auch wenn sie wollen, sie begrüßen, denn sie seien freundlich im Umgang. Sie fragten nach Demosthenes, Diogenes und Epikur; die Antwort war: Demostenes ist nicht hier, sondern bei Plato; Diogenes hält sich mit seinen Schülern unter dem Heliconeum auf, aus der Ursache, weil er das Weltliche wie Nichts achtet, und nur mit dem Himmlischen in seinem Gemüt umgeht; Epikur wohnt gegen Abend an der Grenze und kommt nicht unter uns, weil wir zwischen guten und bösen Neigungen unterscheiden und sagen, die guten Neigungen halten es mit der Weisheit, und die bösen Neigungen seien wider die Weisheit. Als sie den Parnassischen Hügel erstiegen hatten, brachten einige Wächter daselbst Wasser aus einer dortigen Quelle in kristallenen Bechern herbei und sagten: Es ist Wasser aus der Quelle, von der die Alten den Mythos gedichtet haben, daß sie durch den Huf des Pferdes Pegasus durchbrochen, und nachher den neun Jungfrauen geweiht worden sei.

Unter dem geflügelten Pferd Pegasus aber verstanden sie das Verständnis des Wahren, durch welches Weisheit, unter den Hufen desselben verstanden sie die Erfahrungen, durch welche natürliche Einsicht kommt, und unter den neun Jungfrauen verstanden sie die Erkenntnisse und Wissenschaften aller Art; dergleichen nennt man heutzutage Mythen; allein es waren Entsprechungen, aus denen die Urmenschen geredet haben. Die Begleiter sagten zu den drei Ankömmlingen: Verwundert euch nicht; die Wächter sind so zu reden angewiesen, und wir verstehen unter dem ‚Wassertrinken aus der Quelle‘ unterrichtet werden in den Wahrheiten, und durch die Wahrheiten im Guten, und so weise werden. Nach diesem gingen sie in das Palladium, und mit ihnen die drei Neuangekommenen aus der Welt, der Priester, der Staatsmann und der Philosoph; und nun fragten die Lorbeerbekränzten, die an den Tischen saßen: Was gibt es Neues auf der Erde? Und sie antworteten: Das Neue ist, daß ein Gewisser vorgibt, er rede mit den Engeln und habe ein Gesicht, das geöffnet ist in die geistige Welt, gerade wie er ein Gesicht habe geöffnet in die natürliche Welt; und er bringt von daher viel Neues vor, worunter auch das ist, daß der Mensch nach dem Tod als Mensch lebe, wie er zuvor in der Welt gelebt hatte; daß er sehe, höre, rede, wie zuvor in der Welt; daß er gekleidet und geschmückt werde, wie zuvor in der Welt; daß er hungere und dürste, esse und trinke, wie zuvor in der Welt; daß er der ehelichen Freude genieße, wie zuvor in der Welt; daß er schlafe und erwache, wie zuvor in der Welt; daß es dort Länder und Seen, Berge und Hügel, Ebenen und Täler, Quellen und Flüsse, Paradiese und Haine gebe; ferner daß es daselbst Paläste und Häuser, Städte und Dörfer gebe, wie in der natürlichen Welt. Desgleichen, daß daselbst Schriften und Bücher, und auch Ämter und Geschäfte, ferner kostbare Steine, Gold und Silber seien, mit einem Wort, daß daselbst alle und jede Dinge seien, die auf Erden sind, und zwar die in den Himmeln unendlich vollkommener, mit dem alleinigen Unterschied, daß alles, was in der geistigen Welt ist, aus geistigem Ursprung und daher geistig ist, weil es aus der Sonne daselbst ist, die lautere Liebe ist, und daß alles, was in der natürlichen Welt ist, aus natürlichem Ursprung und daher natürlich und materiell ist, weil es aus der Sonne daselbst ist, die lauteres Feuer ist. Mit einem Wort, daß der Mensch nach dem Tode vollkommen Mensch sei, ja in noch vollkommenerer Weise Mensch, als zuvor in der Welt; denn vorher sei er in einem materiellen Körper gewesen, in dieser Welt aber sei er in einem geistigen Körper. Nachdem jene dieses gesagt, fragten die alten Weisen: Was denkt man hierüber auf Erden? Und die drei sagten: Wir wissen, daß es wahr ist, weil wir hier sind, und alles besehen und untersucht haben; wir wollen daher sagen, was man auf Erden darüber gesagt und vernünftelt hat. Und nun sagte der Priester: Die aus unserem Stande nannten es, als sie davon hörten, zuerst Visionen, dann Erdichtungen, nachher sagten sie, er habe Gespenster gesehen; zuletzt waren sie stutzig und sagten: Glaube es, wer da will, wir haben bisher gelehrt, daß der Mensch nach dem Tode nicht eher in einem Körper sein werde, als am Tage des Jüngsten Gerichts. Auf die Frage, ob denn nicht einige Verständige unter ihnen seien, die es beweisen und sie von der Wahrheit überzeugen können, daß der Mensch nach dem Tode als Mensch lebt, sagte der Priester, es gebe solche, die es beweisen, aber sie überzeugen nicht. Diejenigen, welche es beweisen, sagen, es sei wider die gesunde Vernunft zu glauben, daß der Mensch nicht eher als Mensch fortlebt, als am Tag des Jüngsten Gerichts, und daß er inzwischen eine Seele ohne Körper sei.

Was ist die Seele, und wo ist sie inzwischen? Ist sie ein Hauch, oder ein Wind, der in der Luft herumflattert, oder ein mitten in der Erde verborgenes Wesen; wo ist ihr Aufenthalt? Flattern denn die Seelen Adams und Evas und aller nach ihnen, nun schon sechs Jahrtausende oder sechzig Jahrhunderte hindurch, noch im Weltall, oder werden sie in der Mitte der Erde verschlossen gehalten, und erwarten das Jüngste Gericht?

Was ist angst- und jammervoller als solch ein Warten? Könnte nicht ihr Los verglichen werden dem Los der mit Ketten und Fußeisen Gebundenen in den Kerkern? Wenn den Menschen solch ein Los nach dem Tode erwartete, wäre es dann nicht besser als ein Esel geboren zu werden, denn als ein Mensch? Ist es nicht auch wider die Vernunft, zu glauben, daß die Seele wieder mit ihrem Leib angetan werden könne? Ist nicht der Leib von Würmern, Mäusen und Fischen verzehrt? Und zu jenem neuen Leib soll ein von der Sonne ausgebranntes oder in Staub zerfallenes Knochengerippe verwendet werden? Wie sollen jene verwesten und verfaulten Teile wieder zusammengesammelt und mit den Seelen vereinigt werden? Aber wenn sie dergleichen hören, so antworten sie nichts darauf aus der Vernunft, sondern halten an ihrem Glauben fest, indem sie sagen: Wir nehmen die Vernunft gefangen unter den Gehorsam des Glaubens.

Über die Versammlung aller aus den Gräbern am Tage des Jüngsten Gerichts sagen sie: Dies ist ein Werk der Allmacht, und wenn sie die Allmacht und den Glauben nennen, so ist die Vernunft verbannt, und ich kann sagen, daß die gesunde Vernunft alsdann wie nichts, und einigen wie ein Gespenst ist; ja sie können zur gesunden Vernunft sagen: du spricht Unsinn. Als sie dies gehört, sagten die Weisen Griechenlands: Zerstören sich nicht solche widersinnige Sätze als sich widersprechend von selbst, und sollen gleichwohl heutzutage in der Welt von der gesunden Vernunft nicht zerstört werden können? Was kann man Widersinnigeres glauben, als was vom Jüngsten Gericht erzählt wird, daß nämlich alsdann das Weltall vergehen werde, und daß dann die Sterne des Himmels auf die Erde, die doch kleiner ist als die Sterne, fallen, und die Leiber der Menschen, die dann entweder Leichname, oder von Menschen [als Medikamente] verspeiste Mumien, oder Flocken sind, wieder mit ihren Seelen zusammenwachsen werden? Als wir noch in der Welt waren, glaubten wir an eine Unsterblichkeit der Menschenseelen aufgrund von Induktionen, welche die Vernunft uns an die Hand gab, und wiesen auch den Seligen Aufenthaltsorte an, die wir die elysäischen Felder nannten, und glaubten, sie seien menschliche Bilder oder Gestalten, obwohl zartleibig, weil geistig.

Nachdem sie dies gesagt hatten, wandten sie sich an den zweiten Ankömmling, der in der Welt ein Staatsmann gewesen war; und dieser bekannte, daß er kein Leben nach dem Tode geglaubt, und von den Neuigkeiten, die er darüber gehört, gedacht habe, sie seien Erdichtungen und Erfindungen. Als ich darüber nachdachte, sagte ich: wie können die Seelen Körper sein? Liegt nicht alles, was zum Menschen gehört, tot im Grab? Ist nicht das Auge dort? Wie kann er denn sehen? Ist nicht das Ohr dort? Wie kann er hören?

Woher käme ihm der Mund zum Reden? Wenn etwas vom Menschen nach dem Tode lebte, würde es wohl etwas anderes sein, als etwas Gespensterähnliches? Wie könnte ein Gespenst essen und trinken, und wie könnte es der ehelichen Freude genießen? Woher sollten ihm Kleider, Haus, Speisen und dergleichen kommen? Und Gespenster, die Luftbilder sind, erscheinen zwar als wären sie, sind aber gleichwohl nicht. Solches und ähnliches dachte ich in der Welt über das Leben der Menschen nach dem Tod, jetzt aber, da ich alles gesehen und alles mit meinen Händen betastet habe, bin ich durch die Sinne selbst überführt worden, daß ich Mensch bin wie in der Welt, so sehr, daß ich nicht anders weiß, als daß ich lebe, wie ich gelebt habe, nur mit dem Unterschied, daß ich jetzt eine gesündere Vernunft habe. Einige Male schämte ich mich meiner früheren Gedanken. Ähnliches erzählte von sich der Philosoph, jedoch mit dem Unterschied, daß er jene Neuigkeiten, die er über das Leben nach dem Tode gehört, unter die Meinungen und Hypothesen rechnete, die er sich aus den alten und den neuen gesammelt hatte.

Als sie dies gehört hatten, staunten die Weisen, und die aus der Sokratischen Schule sagten: Wir ersehen aus diesen Neuigkeiten von der Erde, daß das Inwendige der menschlichen Gemüter nach und nach verschlossen worden ist, und daß jetzt in der Welt der Glaube an das Falsche wie Wahrheit, und die schale Klügelei wie Weisheit leuchtet, und daß das Licht der Weisheit, von unseren Zeiten an, sich vom Inwendigen des Gehirns niedergesenkt hat in den Knorpel unter der Nase [in os sub nasum], wo es vor den Augen wie der Glanz der Lippe, und von daher die Rede des Mundes wie Weisheit erscheint.

Nachdem sie dies gehört, sagte einer von den Lehrjüngern [ex tironibus] daselbst: O wie stumpfsinnig sind heutzutage die Gemüter der Erdbewohner; wären doch Schüler des Heraclitus und des Democritus da, die über alles lachen und über alles weinen, so würden wir ein großes Lachen und ein großes Weinen hören. Nach aufgehobener Versammlung gaben sie den drei Neuangekommenen von der Erde die Ehrenzeichen ihres Gebiets, welche kupferne Blättchen waren, auf denen einige Hieroglyphen eingegraben waren, und mit diesen begaben sie sich weg.

694. Dritte Denkwürdigkeit. Nach einiger Zeit sah ich nach der Stadt Athenäum hin von der in der vorigen Denkwürdigkeit etwas gesagt worden ist, und hörte von daher ein ungewöhnliches Rufen, in dem etwas von Lachen, in diesem etwas von Unwillen, und in diesem etwas von Betrübnis war; dennoch aber war dieses Rufen dadurch nicht mißhellig, sondern zusammenstimmend, weil das eine nicht neben dem anderen, sondern in dem anderen war. In der geistigen Welt nimmt man im Ton deutlich die Mannigfaltigkeit und Mischung der Neigungen wahr. Ich fragte aus der Ferne, was da vorgehe, und man sagte: Es ist ein Bote von dem Ort, wo die Ankömmlinge aus der christlichen Welt zuerst erscheinen, mit der Nachricht gekommen, er habe von dreien selbst gehört, sie hätten in der Welt, aus der sie gekommen, mit den übrigen daselbst geglaubt, den Seligen und Glücklichen werde nach dem Tode eine völlige Ruhe von jedweder Arbeit zuteil, und weil die Verwaltungen Amtsverrichtungen, und Werke Arbeiten seien, so werde man auch Ruhe von diesen haben; und weil jene drei von unserem Abgesandten nun eben hergeführt worden sind und vor dem Tor stehen, und warten, so ist das Rufen entstanden, und man hat mit Vorbedacht beschlossen, sie nicht wie die vorigen in das Palladium auf dem Panassium, sondern in den großen Hörsaal daselbst einzuführen, damit sie ihre Neuigkeiten aus der christlichen Welt eröffnen möchten; und man hat einige abgesandt, sie feierlich einzuführen.

Da ich im Geist war und bei den Geistern die Entfernungen sich nach den Zuständen ihrer Neigungen verhalten, und da ich damals die Neigung hatte, sie zu sehen und zu hören, so erschien ich mir als daselbst gegenwärtig und sah die Eingeführten und hörte sie reden. Im Hörsaal saßen die Älteren oder Weiseren an den Seiten hin, und die übrigen in der Mitte, und vor diesen war ein erhöhter Boden, und dahin wurden die drei Ankömmlinge mit dem Boten in feierlicher Begleitung von den Jüngeren mitten durch den Hörsaal geführt, und, nachdem es still geworden, von einem Großjährigen daselbst begrüßt und gefragt: Was gibt es Neues auf der Erde? Und sie sagten: Es gibt vielerlei Neues, aber sagt uns doch, über welchen Gegenstand? Und der Großjährige erwiderte: Was gibt es Neues auf der Erde über unsere Welt und über den Himmel? Und sie antworteten: Als wir eben in diese Welt kamen, hörten wir, daß es hier und im Himmel Verwaltungen, Ämter, Dienstverrichtungen, Geschäfte, Studien in allen Fächern und merkwürdige Arbeiten gebe, und doch hatten wir geglaubt, wir würden nach der Wanderung oder Übersiedlung aus der natürlichen Welt in diese geistige, in ewige Ruhe von den Arbeiten kommen, und was sind Dienstverrichtungen anderes als Arbeiten? Darauf sagte der Großjährige: Habt ihr unter der ewigen Ruhe von den Arbeiten eine ewige Muße verstanden, da ihr beständig sitzen und liegen, Wonnen mit der Brust einziehen und Genüsse mit dem Mund einschlürfen werdet? Hierüber lachten die drei Ankömmlinge freundlich und sagten, sie hätten so etwas gemeint; und nun antwortete man ihnen: Was haben Freuden und Wonnen, und daher die Glückseligkeit mit dem Müßiggang gemein? Vom Müßiggang sinkt das Gemüt zusammen und wird nicht erweitert; oder, der Mensch wird abgetötet und nicht belebt. Stelle dir einmal einen vor, der in voller Untätigkeit dasitzt, mit herabhängenden Händen und gesenkten oder halbverschlossenen Augen, und nimm an, er werde zugleich rings umströmt vom Wehen der Freude; würde nicht Schlafsucht sein Haupt und seinen Körper einnehmen? Würde nicht die lebenskräftige Spannung seines Angesichts zusammensinken, und er endlich nach erschlafften Fibern nicken und nicken, bis er zuletzt zur Erde fiele? Was erhält das System des ganzen Körpers in Spannung und Dehnung, als die Anstrengung der Seele? Und woher kommt die Anstrengung der Seele anders, als von Beschäftigungen mit Kopf und Hand, wenn sie mit Lust geschehen? Ich will euch daher etwas Neues aus dem Himmel sagen, daß es daselbst Verwaltungen, Ämter, höhere und niedere Gerichte, auch Kunstwerke und Arbeiten gibt. Als die drei Ankömmlinge hörten, daß es im Himmel höhere und niedere Gerichte gebe, so sagten sie: Wozu dies? Werden nicht alle im Himmel von Gott inspiriert und geleitet, und wissen daher, was gerecht und recht ist? Wozu bedarf es dann der Richter? Und der ältere Mann antwortete: In dieser Welt werden wir unterrichtet und lernen, was gut und wahr, sowie auch was gerecht und billig ist, gerade wie in der natürlichen Welt, und dieses lernen wir nicht unmittelbar von Gott, sondern mittelbar durch andere; und jeder Engel, wie jeder Mensch, denkt das Wahre und tut das Gute wie von sich, und dieses ist je nach dem Zustand des Engels vermischt, und nicht rein; und es gibt auch unter den Engeln Einfältige und Weise, und die Weisen sollen richten, wenn die Einfältigen aus Einfalt und Unwissenheit über das Gerechte sich streiten, oder von demselben abweichen.  Doch weil ihr noch Neulinge in dieser Welt seid, so folgt mir, wenn es euch beliebt, in unsere Stadt, und wir wollen euch alles zeigen.

Und nun verließen sie den Hörsaal, und es begleiteten sie auch einige von den Ältesten, und zwar zuerst in die große Bibliothek, die nach den Wissenschaften in kleinere Büchersammlungen abgeteilt war. Als die drei Ankömmlinge so viele Bücher sahen, erstaunten sie und sagten: Gibt es denn auch in dieser Welt Bücher, woher den Pergament und Papier, woher Federn und Tinte? Darauf erwiderten die Senioren: Wir merken, daß ihr in der vorigen Welt geglaubt habt, diese Welt sei leer, weil sie geistig ist; und daß ihr dieses geglaubt, kommt daher, daß ihr euch einen vom Materiellen ganz absehenden Begriff des Geistigen gemacht habt, und das vom Materiellen Absehende erschien euch wie nichts, mithin wie leer, während es doch die Fülle von allem ist. Hier ist alles substantiell und nicht materiell, und das Materielle hat seinen Ursprung aus dem Substantiellen; wir die wir hier sind, sind geistige Menschen, weil substantiell und nicht materiell. Daher kommt, daß es hier alles, was in der natürlichen Welt ist, in seiner Vollkommenheit gibt, auch Bücher und Schriften, und noch viel mehr. Als die Ankömmlinge das Substantielle nennen hörten, dachten sie, es sei dem so, weil sie sowohl geschriebene Bücher sahen, als auch den Ausspruch gehört hatten, daß die Materie ursprünglich aus Substanzen entsprungen seien. Damit sie noch weiter davon überzeugt werden möchten, wurden sie in die Wohnungen der Schreiber geführt, welche die von den Weisen der Stadt geschriebenen Hefte abschrieben, und sie sahen in die Schriften hinein und wunderten sich, daß sie so schön und zierlich waren. Nach diesem wurden sie in die Museen, Gymnasien und Kollegien, und an die Orte geführt, wo ihre literarischen Schulen waren, deren einige sie die Schulen der Heliconiden, andere die Schulen der Panassiden, andere die Schulen der Atheneiden, und andere die Schulen der Jungfrauen von der Quelle nannten; sie sagten, man nenne diese so, weil die Jungfrauen die Neigungen zu den Wissenschaften bedeuten, und nach Maßgabe seiner Neigung zu den Wissenschaften jeder Einsicht habe; diese sogenannten Schulen waren Übungen und Wettkämpfe geistiger Art. Hierauf führte man sie in der Stadt umher zu den Vorstehern, Verwaltern und deren Officianten, und durch diese zu den wunderbaren Werken, die von den Künstlern in geistiger Weise ausgeführt werden.

Nachdem sie dieses gesehen, sprach der ältere Mann wieder mit ihnen von der ewigen Ruhe von den Arbeiten, in welche die Seligen und Glücklichen nach dem Tode kommen, und sagte: Die ewige Ruhe ist keine Untätigkeit, weil aus der Untätigkeit Erschlaffung, Gefühllosigkeit, Stumpfsinn und Schläfrigkeit des Geistes, und von daher des ganzen Körpers entsteht, und diese Tod und nicht Leben, noch weniger das ewige Leben sind, in dem die Engel des Himmels sich befinden. Die ewige Ruhe ist daher eine Ruhe, welche jene austreibt und macht, daß der Mensch lebt, und dies ist nichts anderes, als solches, was das Gemüt erhebt. Es ist also irgendein Streben und Werk, durch welches das Gemüt erregt, belebt und ergötzt wird; und dies geschieht nach Maßgabe der Nutzwirkung, aus welcher, in welcher und für welches es tätig ist; daher kommt, daß der ganze Himmel als eine ununterbrochene Nutzwirkung vom Herrn betrachtet wird, und jeder Engel ein Engel ist nach Maßgabe der Nutzwirkung; das Angenehme des Nutzenschaffens treibt ihn, wie eine günstige Strömung das Schiff, und macht, daß er in ewigem Frieden und in der Ruhe des Friedens ist. Dies ist es, was unter der ewigen Ruhe von den Arbeiten verstanden wird. Daß der Engel lebendig sei je nach dem Streben seines Gemüts aus der Nutzwirkung, erhellt deutlich daraus, daß jeder die eheliche Liebe mit ihrer Kraft, ihrem Vermögen und ihren Wonnen, gemäß dem Streben nach echter Nutzwirkung hat, in dem er steht. Nachdem die drei Ankömmlinge überzeugt waren, daß die ewige Ruhe keine Untätigkeit, sondern das Angenehme eines Wirkens ist, welches Nutzen schafft, kamen einige Jungfrauen mit Stickereien und Näharbeiten, den Werken ihrer Hände, und beschenkten sie damit; und als diese Neulingsgeister weggingen, sangen die Jungfrauen eine Ode, durch die sie den Trieb zu nützlichen Werken mit seinen Lustreizen in engelischem Gesang ausdrückten.

695. Vierte Denkwürdigkeit. Die meisten, die heutzutage an ein ewiges Leben glauben, sind auch des Glaubens, im Himmel würden ihre Gedanken lauter fromme Betrachtungen, ihre Reden lauter Gebete, und diese und jene samt allen Gebärden des Gesichts und Handlungen des Körpers, lauter Verherrlichungen Gottes, und so ihre Häuser nichts als ebenso viele Gotteshäuser oder Tempel, und sie alle sonach Priester Gottes sein. Ich kann jedoch versichern, daß die heiligen Dinge der Kirche dort die Gemüter und die Häuser nicht mehr als in der Welt, da, wo Gott wirklich verehrt wird, nur freilich reiner und inniger beschäftigen, daß vielmehr dort die mancherlei Dinge der bürgerlichen Klugheit und die mancherlei Dinge der Vernunftbildung sich in ihrer Vortrefflichkeit befinden. Eines Tages wurde ich in den Himmel erhoben und in eine Gesellschaft geführt, in der sich die Weisen befanden, die in den alten Zeiten durch ihre wissenschaftliche Bildung die Frucht ihrer Nachtarbeiten und ihres Nachdenkens über die Gegenstände der Vernunft und zugleich der Brauchbarkeit fürs Leben, sich ausgezeichnet hatten, und jetzt im Himmel sind, weil sie an Gott, und nun an den Herrn geglaubt, und den Nächsten wie sich selbst geliebt hatten; und sofort ward ich eingeführt in ihre Versammlung, und dort gefragt, woher ich sei; und ich eröffnete ihnen: Ich bin dem Körper nach in der natürlichen Welt, dem Geist nach aber in eurer geistigen Welt. Wie sie dies hörten, freuten sich jene Engel und fragten näher: Was weiß und begreift man in der Welt, in der du dem Körper nach bist, von dem Einfließen? Und nun, nachdem ich in die Erinnerung zurückgerufen, was ich aus den Gesprächen und aus den Schriften gefeierter Männer darüber geschöpft hatte, antwortete ich, man kenne noch keinen Einfluß aus der geistigen Welt in die natürliche Welt, sondern nur einen Einfluß der Natur in die Naturgebilde, wie z.B. einen Einfluß der Wärme und des Lichtes aus der Sonne in die beseelten Körper; sowie auch in die Bäume und Sträucher, daher die Belebung dieser und jener, und umgekehrt der Kälte in ebendieselben, daher ihr Absterben; und überdies einen Einfluß des Lichtes in die Augen, daher das Sehen, einen Einfluß des Schalls in die Ohren, daher das Hören, und einen Einfluß des Geruchs in die Nase, daher das Riechen, und so weiter. Außerdem urteilen die Gelehrten dieses Jahrhunderts verschiedenartig über den Einfluß der Seele in den Körper und den des letzteren in die Seele, und gehen darüber in drei Parteien auseinander: ob nämlich ein Einfluß der Seele in den Körper statthabe, den sie den gelegenheitlichen nennen, von dem gelegenheitlichen Einfallen der Dinge in die Sinne des Körpers; oder ob ein Einfluß des Körpers in die Seele statthabe, den sie den physischen nennen, weil die Gegenstände in die Sinne fallen und von diesen in die Seele; oder ob ein gleichzeitiger und augenblicklicher Einfluß in den Körper und zugleich in die Seele statthabe, den sie die prästabilierte Harmonie nennen; immer jedoch denkt sich jeder seinen Einfluß als innerhalb der Natur statthabend. Einige glauben, die Seele sei ein Teilchen oder Tröpfchen des Äthers, einige, sie sei ein Klümpchen oder Stäubchen der Wärme und des Lichtes, einige, sie sei ein im Gehirn verborgenes Wesen; allein dieses und jenes, das ihnen die Seele ist, nennen zwar einige geistig, verstehen aber unter dem Geistigen das reinere Natürliche; denn sie wissen nichts von der geistigen Welt und von ihrem Einfluß in die natürliche Welt, daher sie innerhalb der Sphäre der Natur bleiben; und in dieser steigen sie auf und nieder, und in sie erheben sie sich wie die Adler in die Luft. Und solche, die innerhalb der Natur bleiben, sind wie die Eingeborenen irgendeiner Insel im Meer, die nicht wissen, daß es außerhalb noch irgendein Land gibt, und daß sie sind wie die Fische in einem Strom, die nicht wissen, daß es eine Luft über ihrem Wasser gibt; und deshalb stehen sie bei der Nachricht, daß es eine von der ihrigen verschiedene Welt gäbe, in der Engel und Geister wohnen, und daß von daher aller Einfluß in die Menschen und auch der inwendigere in die Bäume komme, verwundert da, wie wenn sie Träumereien über Gespenster, oder läppische Dinge von Sterndeutern hörten. Die Philosophen ausgenommen, denken und sprechen unsere Leute auf dem Erdball, in dem ich dem Körper nach bin, von keinem anderen Einfließen, als dem Einfließen des Weines in die Becher, vom Einfließen der Speise und des Tranks in den Bauch, und des Geschmacks in die Zunge, und vielleicht auch vom Einfließen der Luft in die Lunge, und so weiter; hören sie hingegen etwas vom Einfließen der geistigen Welt in die natürliche, so sagen sie: Mag sie einfließen, wenn sie einfließt, was hilft es und wozu dient es, dies zu wissen? Und so machen sie sich davon, und nachher, wenn sie von dem über jenen Einfluß Gehörten reden, spielen sie damit, wie einige mit Kreiseln zwischen den Fingern spielen.

Nachher sprach ich mit jenen Engeln über die Wunderdinge, die aus dem Einfluß der geistigen Welt in die natürliche entstehen; wie z.B. bei den Raupen, wenn sie Schmetterlinge werden, dann bei den Arbeitsbienen und Drohnen, und von den Wunderdingen bei den Seidenwürmern, wie auch den Spinnen, und daß die Bewohner der Erde dergleichen dem Licht und der Wärme der Sonne, und somit der Natur zuschreiben und, worüber ich mich oft wunderte, sich durch diese Erscheinungen für die Natur bestärken, und durch die Begründungen für die Natur Schlaf und Tod über die Gemüter bringen und Gottesleugner werden. Nach diesem erzählte ich von den Wundererscheinungen bei den Gewächsen, daß sie nämlich alle von einem Samen bis zu neuen Samen in gehöriger Ordnung sich entwickeln, ganz wie wenn die Erde wüßte ihre Grundstoffe zuzurichten und der fruchtbringenden Kraft des Samens anzupassen, und aus dieser den Keim hervorzulocken, diesen zum Stamm zu erweitern, aus diesem Zweige hervorgehen zu lassen, diese mit Blättern zu bekleiden, sie hernach mit Blüten zu schmücken, und aus deren Inwendigem Früchte sich ansetzen zu lassen und hervorzubringen, und durch diese, damit eine neue Geburt statthabe, Samen als die Kinder. Weil aber diese Dinge durch den beständigen Anblick und die stetige Wiederkehr zu Gewohntem, Alltäglichem und Gemeinem geworden sind, betrachtet man sie nicht als Wundererscheinungen, sondern als bloße Wirkungen der Natur; und in dieser Meinung ist man einzig darum, weil man nicht weiß, daß es eine geistige Welt gibt, und daß diese von innen her wirkt und alles und jedes in Tätigkeit setzt, was in der Welt der Natur, und auf dem Weltkörper derselben entsteht und gebildet wird, und daß sie wirkt wie das menschliche Gemüt in die Sinne und Bewegungen des Körpers, und daß die einzelnen Dinge der Natur wie Hautbedeckungen, Scheiden und Hüllen sind, die das Geistige umschließen, und die den Endzweck Gottes des Schöpfers entsprechenden Wirkungen zunächst hervorbringen.

696. Fünfte Denkwürdigkeit. Einst betete ich zum Herrn, daß mir gegeben werden möchte, mit den Schülern des Aristoteles, und zugleich mit den Schülern des Cartesius, und mit den Schülern des Leibnitz zu reden, und zwar zu dem Ende, daß ich die Ansichten ihres Geistes über die Verbindung der Seele und des Körpers erfahren möchte. Nach dem Gebet waren neun Männer da, drei Aristoteliker, drei Cartesianer und drei Leibnitzianer, und standen um mich her, zur linken Seite die Verehrer des Aristoteles, zur Rechten die Anhänger des Cartesius, und hinter mir die Gönner des Leibnitz. In der Ferne, in einigem Abstand und durch Zwischenräume voneinander getrennt, zeigten sich wie drei Lorbeerbekränzte, und zufolge der Wahrnehmung, die vom Himmel her einfloß, erkannte ich, daß es die Zugführer oder Lehrhäupter selbst waren; hinter Leibnitz stand einer, der mit der Hand einen Zipfel von dessen Kleid hielt, und man sagte, er sei Wolf. Jene neun Männer nun, als sie sich gegenseitig einander anschauten, begrüßten sich zuerst ganz artig und knüpften ein Gespräch an. Allein bald stieg aus der Unterwelt ein Geist herauf, mit einer kleinen Fackel in seiner rechten Hand, und schwang diese vor ihren Gesichtern, infolgedessen sie Feinde wurden, drei wider drei, und einander mit finsterer Miene anblickten; denn es kam sie die Lust zu zanken und zu streiten an. Und nun begannen die Aristoteliker, die auch Scholastiker waren, und sagten: Wer sieht nicht, daß die Gegenstände durch die Sinne in die Seele einfließen, wie jemand durch die Türe in das Gemach eintritt, und daß die Seele dem Einfluß gemäß denkt? Funkelt nicht, wenn der Liebhaber die schöne Jungfrau oder Braut anblickt, sein Auge, und trägt seine Liebe der Seele zu? Entbrennt nicht der Geizige, wenn er mit Geld gefüllte Säcke sieht, mit jedem Sinn nach denselben, und bringt es von da in die Seele, und regt die Begierde auf, sie zu besitzen? Reckt nicht der Stolze, wenn er sein Lob von einem anderen hört, lauschend die Ohren hin und bringen nicht diese es der Seele zu? Sind nicht die Sinne des Körpers wie Vorhöfe, durch die allein der Eintritt zur Seele statthat? Wer kann aus diesen und unzähligen ähnlichen Dingen einen anderen Schluß ziehen als daß der Einfluß aus der Natur statthat oder ein physischer ist? Auf diese Worte entgegneten die Anhänger des Cartesius, indem sie die Finger, die sie unterhalb der Stirne hingehalten hatten, eben zurückzogen und sprachen: Sachte! Ihr redet nach dem Schein! Wisset ihr nicht, daß nicht das Auge die Jungfrau oder Braut liebt, sondern die Seele? Ebenso daß auch der Körpersinn nicht aus sich das Geld in der Börse liebt, sondern aus der Seele? Desgleichen daß auch die Ohren die Lobeserhebungen der Schmeichler nicht anders in sich ziehen? Ist es nicht die Wahrnehmung, die das Empfinden bewirkt? Und die Wahrnehmung ist Sache der Seele, nicht des Organs. Sagt, wenn ihr könnt, was anderes macht Zunge und Lippen reden, als das Denken, und was anderes setzt die Hände in Tätigkeit, als der Wille? Das Denken und der Wille aber sind Angehör der Seele; was also macht das Auge sehen, und die Ohren hören und die übrigen Organe empfinden, aufmerken und auf die Gegenstände achten, als die Seele? Aus diesen und unzähligen anderen Dingen derart macht jeder, dessen Weisheit sich über die Sinnendinge des Körpers erhebt den Schluß, daß nicht ein Einfluß des Körpers in die Seele, sondern der Seele in den Körper besteht, den wir den gelegenheitlichen und auch den geistigen nennen. Nachdem sie dies gehört, erhoben die drei Männer, die hinter den vorigen Triumviraten standen und Gönner von Leibnitz waren, ihre Stimme und sprachen: Wir haben die Beweisgründe von beiden Seiten angehört und sie zusammengehalten und wahrgenommen, daß in vielem jene von diesen, und in vielem diese von jenen überwogen werden; deshalb werden wir, wenn es erlaubt ist, den Streit beilegen; und auf die Frage: wie, sagten sie: Es gibt keinen Einfluß der Seele in den Körper, noch des Körpers in die Seele, sondern es ist ein einhelliges und augenblickliches Wirken beider zugleich, das der berühmte Urheber [des Systems] mit einem schönen Namen bezeichnete, indem er es die vorherbestimmte Harmonie nannte. Als nun die Verhandlung bis hierher gekommen war, erschien wieder ein Geist mit einer kleinen Fackel in der Hand, diesmal aber in der linken, und schwang sie gegen ihre Hinterhäupter hin, wodurch die Vorstellungen aller verwirrt wurden, und sie zusammen riefen: Es weiß weder unsere Seele noch unser Leib, auf welche Seite wir uns wenden sollen; laßt uns daher diesen Streit durch das Los entscheiden und dem Los, das zuerst herauskommt, beistimmen: und sie nahmen drei Blättchen Papier, und schrieben auf das eine derselben ‚physischer Einfluß‘, auf das andere ‚geistiger Einfluß‘, und auf das dritte ‚vorherbestimmte Harmonie‘, und warfen diese drei in die Höhlung eines Hutes, und wählten einen, der es herausziehen sollte, und dieser griff, als er die Hand hineinsteckte, dasjenige heraus, auf dem geschrieben stand: ‚geistiger Einfluß‘. Als man dies gesehen und gelesen hatte, sprachen alle, einige jedoch mit heller und fließender, andere mit dumpfer und an sich gehaltener Stimme: Nehmen wir dieses an, weil es zuerst herauskam. Allein plötzlich stand nun ein Engel da und sprach: Glaubt nicht, daß das Blättchen für den ‚geistigen Einfluß‘ von ungefähr herauskam; es ward so vorgesehen, denn ihr seht, da ihr in verworrenen Vorstellungen seid, die Wahrheit desselben nicht, die Wahrheit selbst aber hat sich euch dargeboten, damit ihr derselben beistimmet.

697. Sechste Denkwürdigkeit. Einst sah ich nicht weit von mir eine Lufterscheinung; ich sah nämlich eine Wolke, zerteilt in kleine Wölkchen, von denen einige blau, einige aber dunkel waren; und ich sah, wie sie gleichsam gegeneinander stießen. Die Strahlen schimmerten in Streifen durch dieselben hindurch und erschienen bald spitzig, wie Dolche, bald stumpf, wie zerbrochene Schwerter; diese Streifen rückten bald einander entgegen bald zogen sie sich wieder in sich zurück, gerade wie die Fechter; so schienen jene verschiedenfarbigen Wölkchen gleichsam miteinander zu kämpfen, allein sie spielten nur. Und da diese Lufterscheinung nicht weit von mir sich zeigte, so erhob ich die Augen und blickte unverwandt hin und sah Knaben, Jünglinge und Greise in ein Haus hineingehen, dessen Bau von Marmor und der Unterbau von Porphyr war; über diesem Hause stand jene Erscheinung. Ich redete nun einen der Hineingehenden an und fragte: Was geht hier vor? und er antwortete: Es ist dies ein Gymnasium, in dem die Jünglinge in die mancherlei Gegenstände der Weisheit eingeleitet werden. Als ich das hörte, ging ich mit ihnen hinein; ich war im Geist, das ist, im gleichen Zustand, in dem die Menschen der geistigen Welt sind, welche Geister und Engel heißen; und siehe, in jenem Gymnasium zeigte sich vorne ein Katheder, in der Mitte Bänke, zu den Seiten ringsumher Stühle, und über dem Eingang ein Ehrenplatz. Der Katheder war für die Jünglinge, welche die diesmal vorzulegende Aufgabe beantworten sollten; die Bänke waren für die Zuhörer, die Stühle auf den Seiten für diejenigen, die früher weise geantwortet hatten, und der Ehrenplatz für die Ältesten, welche Schiedsmänner und Richter sein sollten. In der Mitte des Ehrenplatzes war eine Rednerbühne, wo ein weiser Mann saß, den sie den Oberlehrer nannten, der Aufgaben vorlegte, auf welche die Jünglinge vom Katheder her antworten sollten. Und nun, nachdem sie versammelt waren, stand der Mann von seinem erhöhten Sitz auf und sprach: Beantwortet nun, wenn es beliebt, und löset, wenn ihr könnt, die Frage: Was ist die Seele, und, wie ist sie beschaffen? Als sie dies hörten, stutzten alle, und murmelten untereinander, und einige von der Versammlung auf den Bänken riefen aus: Wer unter den Menschen, vom Saturnischen Zeitalter bis auf das unsere, hat durch irgendein Denken der Vernunft sehen und erreichen können, was die Seele ist, und sogar, wie sie beschaffen ist? Geht dies nicht über die Sphäre des Verstandes aller hinaus?

Darauf erwiderten jedoch die von der Ehrenbank: Es liegt nicht über dem Verstand, sondern in und vor demselben, antwortet nur; und es erhoben sich die Jünglinge, die an diesem Tag erwählt waren, den Katheder zu besteigen und auf das Problem zu antworten. Es waren fünf, die von den Ältesten geprüft und als mit ausgezeichnetem Scharfsinn begabt erfunden worden waren, und jetzt zu den Seiten des Katheders auf gepolsterten Stühlen saßen; und diese stiegen sodann in der Ordnung, in der sie saßen, hinan; und ein jeder, legte als er hinanstieg, ein Gewand von opalfarbiger Seide an, über dasselbe eine Toga von weicher Wolle, in die Blumen eingewirkt waren, und setzte einen Hut auf, auf dessen Scheitel ein Rosenkranz war mit kleinen Saphiren durchwunden. Und ich sah den ersten, so angetan, hinansteigen, welcher sagte: Was die Seele und wie sie beschaffen sei, ist vom Tag der Schöpfung an keinem geoffenbart worden; es ist ein Geheimnis in den Schätzen des alleinigen Gottes; soviel aber hat man davon entdeckt, daß die Seele im Menschen wie eine Königin thront; wo aber ihr Hof sei, darüber haben die gelehrten Seher Ahnungen mitgeteilt, einige, daß derselbe im kleinen Knötchen zwischen dem großen und kleinen Gehirn sei, das man die Zirbeldrüse nennt; in diese verlegten sie den Sitz der Seele aus dem Grund, weil der ganze Mensch von diesen beiden Gehirnen aus regiert wird, und jenes Knötchen diesen ihre Richtung gibt; was also die Gehirne nach dem Winke leitet, das leitet auch den ganzen Menschen vom Kopf bis zur Ferse; und dies, sagte er, ist daher vielen in der Welt als wahr oder wahrscheinlich erschienen, in späterer Zeit aber als eine Erdichtung verworfen worden. Nachdem er dies gesagt hatte, legte er Toga, Leibgewand und Hut ab, und der zweite von den Erwählten legte sie an und bestieg den Katheder. Sein Ausspruch über die Seele war dieser: Im ganzen Himmel und auf der ganzen Welt weiß man nicht, was und wie beschaffen die Seele sei; das weiß man, daß sie ist, und daß sie im Menschen ist, aber wo, darüber hat man nur Ahnungen. Das ist gewiß, daß sie im Haupt ist, weil der Verstand da denkt, und der Wille da beabsichtigt, und vorne im Angesicht des Hauptes die fünf Sinneswerkzeuge des Menschen sind; diesen und jenen gibt nichts anderes das Leben, als die Seele, die inwendig im Haupt ihren Sitz hat. Wo aber ihr Hof daselbst sei, das unterstehe ich mich nicht auszusprechen; ich stimme jedoch denjenigen bei, die ihr den Sitz in den drei kleinen Höhlen des Gehirns anwiesen, und zwar bald denen, die denselben in den gestreiften Körpern daselbst, bald denen, die ihn in der Marksubstanz beider Gehirne, bald denen, die ihn in der Rindensubstanz, bald denen, die ihn in der harten Hirnhaut suchten; denn es fehlte infolge der Begründungen nicht an sogenannten weißen Steinchen für jeden dieser Sitze. Die Gründe für die drei Höhlen des großen Gehirns waren die, daß sie die Behälter der Lebensgeister und aller Lymphen des Gehirnes sind; die Gründe für die gestreiften Körper waren, daß sie das Mark ausmachen, durch das die Nerven auslaufen, und durch das beide Gehirne sich in das Rückgrat fortsetzen, und aus diesem und jenem die Fibern hervorgehen, aus denen der ganze Körper zusammengewebt ist. Die Gründe für die Marksubstanz beider Gehirne waren, daß sie die Sammlung und Zusammenfassung aller Fibern ist, welche die Anfänge des ganzen Menschen sind. Die Gründe für die Rindensubstanz waren, daß in ihr die ersten und letzten Enden und somit die Ausgangspunkte aller Fibern, und so auch der Sinne und Bewegungen sind. Die Gründe für die harte Hirnhaut waren, daß sie die gemeinschaftliche Hülle beider Gehirne ist, und von daher, durch eine Art von Fortsetzung, sich über das Herz und die inneren Teile des Körpers ausdehnt. Was mich betrifft, so halte ich nicht mehr von dem einem als vom anderen; urteilet gefällig selbst, und erwählet was besser ist. Als er das gesagt, stieg er vom Katheder herab und übergab dem dritten das Leibgewand, die Toga und den Hut, der dann den Katheder bestieg und also sprach: Wie schickt sich für mich, den Jüngling, ein so erhabener Lehrstoff? Ich berufe mich auf die Gelehrten, die hier zur Seite sitzen, ich berufe mich auf euch, ihr Weisen, auf der Ehrenbank, ja ich berufe mich auf die Engel des höchsten Himmels, ob irgend jemand aus seinem Vernunftlicht sich irgendeinen Begriff von der Seele machen kann. Über den Sitz derselben aber im Menschen kann ich wie die anderen meine Mutmaßungen aussprechen; und mein Ausspruch ist, daß derselbe im Herzen und von daher im Blut sei; und dieser mein Ausspruch gründet sich darauf, daß das Herz durch sein Blut sowohl den Leib als das Haupt regiert; denn es entzündet das große Gefäß, Hauptschlagader genannt, im ganzen Körper, und entsendet auch die Gefäße, Kopfschlagadern genannt, in das ganze Haupt aus; daher die einstimmige Annahme ist, daß die Seele aus dem Herzen durch das Blut den ganzen organische Zusammenhang sowohl des Leibes als des Hauptes erhält, ernährt und belebt. Zur Beglaubigung dieser Behauptung kommt hinzu, daß es in der Heiligen Schrift so oft heißt Seele und Herz, z.B. du sollst Gott lieben von ganzer Seele und von ganzem Herzen, und Gott schaffe im Menschen eine neue Seele und ein neues Herz: 5Mo.6/5; 10/12; 11/13; 26/16; Jer.32/41; Matth.22/37; Mark.12/30,33; Luk.10/27, und anderwärts, und ausdrücklich, daß das Blut die Seele des Fleisches sei: 3Mo.17/11,14. Wie sie dies hörten, erhoben einige ihre Stimme und riefen: Gelehrt, gelehrt! Sie waren aber ehemalige Geistliche. Nach diesem zog der vierte dessen Kleider an, bestieg den Katheder und sprach: Auch ich halte dafür, daß niemand einen so durchdringenden und scharfen Verstand habe, daß er ergründen könnte, was und wie beschaffen die Seele ist, weshalb ich glaube, daß bei dem, der sie erforschen will, der Scharfsinn mit Vergeblichem sich abmühe; dennoch aber bin ich von meinem Knabenalter an beständig im Glauben an die Ansicht der Alten gewesen, daß nämlich die Seele des Menschen in dessen Ganzem und in jedem Teil des Ganzen desselben sei, mithin sowohl im Haupt und in dessen Einzelteilen, als auch im Körper und in jedem Teil desselben, und daß es eine eitle Erfindung der Neueren war, ihr einen Sitz irgendwo, und nicht allenthalben anzuweisen. Auch ist die Seele eine geistige Substanz, von der weder Ausdehnung, noch Ort, sondern Einwohnung und Erfüllung sich aussagen läßt; und wirklich, wer versteht nicht das Leben darunter, wenn man die Seele nennt? Ist nicht das Leben im Ganzen und in jedem Teil? Diesen Worten stimmten viele im Hörsaal bei. Nach diesem erhob sich der fünfte, und ließ sich, mit denselben Auszeichnungen geschmückt, vom Katheder also vernehmen: Ich halte mich nicht damit auf, zu sagen wo die Seele ist, ob in irgendeinem Teil, oder ob überall im Ganzen, sondern aus meinem Vorrat will ich darüber, was und wie beschaffen die Seele sei, meine Meinung eröffnen. Die Seele denkt sich niemand anders denn als etwas Reines, das man mit dem Äther oder der Luft oder mit einem Wind vergleichen kann, in dem Leben ist infolge der Vernünftigkeit, die der Mensch vor den Tieren voraus hat. Diese Meinung habe ich darauf gegründet, daß man vom Menschen, wenn er stirbt, sagt, daß er die Seele oder den Geist aushauche oder ausstoße; daher glaubt man auch von der Seele, die nach dem Tode fortlebt, sie sei ein solcher Hauch, in dem das Gedankenleben ist, das man Seele heißt; und was kann die Seele anderes sein?

Weil ich aber vom Ehrenplatz her sagen hörte, daß das Problem über die Seele, was und wie beschaffen sie ist, nicht über den Verstand hinaus gehe, sondern in demselben liegt und sich ihm darstellt, so ersuche und bitte ich euch, daß ihr dies ewige Geheimnis selbst eröffnet. Und die Ältesten auf der Ehrenbank blickten auf den Oberlehrer hin, der jene Aufgabe vorgelegt hatte, und aus ihren Winken merkte, daß sie wollten, er möchte herabsteigen und lehren; und alsbald stieg er von seinem erhabenen Sitz herab, ging durch den Hörsaal, bestieg den Katheder und sagte, indem er die Hand ausstreckte: Ich bitte um Gehör. Wer glaubt nicht, daß die Seele das innerste und feinste Wesen des Menschen ist, was ist aber ein Wesen ohne Form anderes als ein Gedankending? Die Seele ist also eine Form, aber was für eine Form, soll nun gesagt werden; sie ist die Form alles dessen, was zur Liebe, und alles dessen, was zur Weisheit gehört; alles zusammengenommen, was zur Liebe gehört, nennt man die Neigungen, und alles zusammengenommen, was zur Weisheit gehört, nennt man Wahrnehmungen. Diese machen aus jenen und so auch mit ihnen eine Form aus, in der unzählige Dinge in solcher Ordnung, Reihenfolge und Verknüpfung sind, daß sie eines heißen können; und sie können auch eines heißen, weil nichts davon-, noch dazugetan werden kann, wenn sie noch dieses Bestimmte bleiben sollen. Was ist die menschliche Seele anderes als eine solche Form? Sind nicht alle Dinge der Liebe und alle Dinge der Weisheit die wesentlichen Bestandteile dieser Form? Und diese sind beim Menschen in der Seele, und aus der Seele im Haupt und im Körper. Ihr heißet Geister und Engel, und glaubtet in der Welt, die Geister und Engel seien wie Winde oder Äthergebilde, und so Gemüter und Seelen, und nun seht ihr deutlich, daß ihr in Wahrheit, Realität und Wirklichkeit die Menschen seid, als die ihr in der Welt gelebt und gedacht im materiellen Körper, und gewußt habt, daß der materielle Leib nicht lebt und denkt, sondern die geistige Substanz in diesem Körper, und diese habt ihr Seele genannt, deren Form ihr nicht kanntet, die ihr jedoch jetzt gesehen habt, und noch seht. Ihr alle seid Seelen, von deren Unsterblichkeit ihr so vieles gehört, gedacht, geredet und geschrieben habt; und weil ihr Formen der Liebe und Weisheit von Gott seid, so könnt ihr in Ewigkeit nicht sterben. Die Seele ist also die menschliche Form, von der nichts hinweg- und zu der nichts hinzugetan werden kann, und zwar ist sie die innerste Form aller Formen des ganzen Körpers; und weil die Formen, die außerhalb sind, von der innersten sowohl das Wesen, als die Form bekommen, so seid ihr, wie ihr vor euch und uns erscheint, Seelen. Mit einem Wort, die Seele ist der Mensch selbst, weil sie der innerste Mensch ist; weshalb ihre Form eine ganz und vollkommen menschliche Form ist. Allein sie ist nicht das Leben, sondern ist das nächste Aufnahmegefäß des Lebens von Gott, und so eine Wohnung Gottes. Diesen Reden gaben viele ihren Beifall, einige aber sagten: Wir wollen es überlegen. Ich ging nun weg nach Hause; und siehe, über jenem Gymnasium erschien statt der früheren Lufterscheinung eine glänzend weiße Wolke, ohne miteinander streitende Streifen und Strahlen; diese Wolke drang durch das Dach und trat ein und erleuchtete die Wände; und ich hörte, daß sie Schriftstellen sahen, und unter anderen auch diese: „Jehovah Gott hauchte in die Nase des Menschen die Seele der Leben, und der Mensch ward zur lebenden Seele“: 1Mo.2/7.