Der Heilige Geist und die goettliche Einwirkung  

138. Alle vom geistlichen Stand, die irgendeine richtige Idee von unserem Herrn und Heiland gehegt haben, werden, sobald sie in die geistige Welt eintreten, was meistens am dritten Tage nach dem Hingang geschieht, zuerst von der göttlichen Dreieinheit unterrichtet und insbesondere betreffend den Heiligen Geist, daß er nicht ein Gott für sich sei, sondern daß unter ihm im Wort verstanden werde die von dem einen und allgegenwärtigen Gott ausgehende Einwirkung. Der Grund, warum sie insbesondere in betreff des Heiligen Geistes unterrichtet werden ist der, daß die meisten Schwärmer nach dem Tod in die verrückte Einbildung verfallen, sie selbst seien der Heilige Geist; und daß viele von der Kirche, die in der Welt geglaubt hatten, der Heilige Geist habe durch sie gesprochen, andere schrecken durch die Worte des Herrn bei Matth.12/31,32, daß dem widersprechen, was der Heilige Geist ihnen eingegeben, eine unerlaßbare Sünde sei. Diejenigen, welche nach der Belehrung vom Glauben, daß der Heilige Geist ein Gott für sich sei, abtreten, werden nachher über die Einheit Gottes unterrichtet, daß sie nicht dreigeteilt sei in Personen, deren jede einzeln für sich Gott und Herr sein soll nach dem Athanasischen Bekenntnis, sondern daß die göttliche Dreieinheit im Herrn und Heiland sei, wie Seele, Leib und hervorgehende Kraft bei jedem Menschen. Diese werden hernach zubereitet zur Annahme des Glaubens des neuen Himmels, und ihnen wird, nachdem sie zubereitet sind, der Weg zu einer Gesellschaft im Himmel, in der ein ähnlicher Glaube ist, geöffnet, und ihnen eine Wohnung gegeben bei Mitbrüdern, mit denen sie in Seligkeit zusammenwohnen sollen in Ewigkeit. Da nun gehandelt worden ist von Gott dem Schöpfer und vom Herrn Erlöser, so ist notwendig, daß auch vom Heiligen Geist gehandelt werde; und diese Abhandlung soll, wie die übrigen, in ihre Abschnitte zerlegt werden, welche folgende sind:

I. Der Heilige Geist ist die göttliche Wahrheit und auch die göttliche Kraft und Einwirkung, hervorgehend von dem einen Gott, in Dem eine göttliche Dreieinheit ist, somit vom Herrn Gott Heiland.

II. Die göttliche Kraft und Einwirkung, die unter dem Heiligen Geist verstanden wird, ist im allgemeinen die Umbildung und Wiedergeburt, und diesen gemäß die Erneuerung, Belebung, Heiligung und Rechtfertigung, und diesen gemäß die Reinigung vom Bösen und die Vergebung der Sünden und zuletzt die Seligmachung.

III. Jene göttliche Kraft und Einwirkung, die unter der Sendung des Heiligen Geistes verstanden wird, ist bei den Geistlichen insbesondere die Erleuchtung und Unterweisung.

IV. Der Herr wirkt diese Kräfte in denen, die an Ihn glauben.

V. Der Herr wirkt aus Sich vom Vater her, und nicht umgekehrt.

VI. Der Geist des Menschen ist dessen Gemüt und alles, was aus diesem hervorgeht.

139. I. Der Heilige Geist ist die göttliche Wahrheit und auch die göttliche Kraft und Einwirkung, hervorgehend von dem einen Gott, in Dem eine göttliche Dreieinheit ist, somit vom Herrn Gott Heiland.

Durch den Heiligen Geist wird im eigentlichen Sinne bezeichnet das göttliche Wahre, somit auch das Wort, und in diesem Sinn ist der Herr selbst auch der Heilige Geist. Weil aber in der Kirche heutzutage durch den Heiligen Geist die göttliche Einwirkung beschrieben wird, welche die wirkliche Rechtfertigung ist, so wird diese hier für den Heiligen Geist genommen, und von ihr vorzugsweise gehandelt, auch aus dem Grund, weil die göttliche Einwirkung durch das göttliche Wahre geschieht, das aus dem Herrn hervorgeht, und das, was hervorgeht, eines und desselben Wesens ist mit dem, aus dem es hervorgeht, wie die drei: Seele, Leib und Hervorgehendes, welche ein Wesen ausmachen: beim Menschen ein bloß Menschliches, beim Herrn aber ein Göttliches und zugleich Menschliches, die nach der Verherrlichung so vereinigt sind, wie das Frühere mit seinem Späteren, oder wie das Wesen mit seiner Form. So sind die drei Wesenteile, welche Vater, Sohn und Heiliger Geist genannt werden, im Herrn eins. Daß der Herr das göttliche Wahre selbst oder die göttliche Wahrheit sei, ist oben gezeigt worden; daß aber der Heilige Geist jenes ist, ergibt sich aus folgenden Stellen: „Ein Reis wird ausgehen aus Jischais Stamm, ruhen wird auf Ihm Jehovahs Geist, der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Kraft; Er wird die Erde schlagen mit der Rute Seines Mundes, und mit Seiner Lippen Geist den Frevler töten; die Gerechtigkeit wird Seiner Lenden Gürtel, und die Wahrheit Seiner Hüften Gürtel sein“: Jes.11/1,2,4,5.

„Kommen wird Er wie ein enger Strom, der Geist Jehovahs wird ein Zeichen auf Ihn setzen, dann wird für Zion ein Erlöser kommen:“ Jes.59/19,20. „Der Geist des Herrn Jehovah ist auf Mir, es salbte Mich Jehovah; frohe Botschaft den Armen zu verkünden sandte Er Mich“: Jes.61/1; Luk.4/18. „Dies ist Mein Bund: Mein Geist, der auf Dir ist und Meine Worte werden nicht von Deinem Munde weichen von nun an bis in Ewigkeit“: Jes.59/21. Weil der Herr die Wahrheit selbst ist, so ist alles das, was aus Ihm hervorgeht, Wahrheit, und dies wird verstanden unter dem Paraklet [Beistand], der auch genannt wird der Geist der Wahrheit und der Heilige Geist. Dies ergibt sich aus folgenden Stellen: „Ich sage euch die Wahrheit: es ist euch gut, daß Ich hingehe, denn ginge Ich nicht hin, so käme der Beistand nicht zu euch; gehe Ich aber hin, so werde Ich ihn euch senden“: Joh/16,7. „Wenn jener, der Geist der Wahrheit, gekommen sein wird, so wird er euch in alle Wahrheit leiten; er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er gehört hat, das wird er reden“: Joh.16/13. „Er wird Mich verherrlichen, weil er aus dem Meinigen empfangen und euch es verkündigen wird; alles, was der Vater hat, ist Mein, darum sagte Ich, daß er von dem Meinigen empfangen und euch es verkündigen werde“: Joh.16/14,15. „Ich will den Vater bitten, daß Er euch einen anderen Beistand gebe, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht, noch ihn erkennt; ihr aber erkennet ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird; Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, Ich komme zu euch, und ihr werdet Mich sehen“: Joh.14/16-19. „Wenn der Beistand gekommen sein wird, den Ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, derselbe wird zeugen von Mir“: Joh.15/26. Er wird der Heilige Geist genannt: Joh.14/26. Daß der Herr unter dem Beistand oder Heiligen Geist Sich selbst verstand, erhellt aus jenen Worten des Herrn: „die Welt erkennt Ihn noch nicht, ihr aber erkennet Ihn; Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, Ich komme zu euch, ihr werdet Mich sehen“, und anderwärts: „Siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitlaufs“: Matth.28/20, dann auch aus dem: „er wird nicht aus Sich selbst reden, sondern aus dem Meinigen empfangen“.

140. Da nun unter dem Heiligen Geist die göttliche Wahrheit verstanden wird, und diese im Herrn und der Herr selbst war, Joh.14/6; und da sie nicht anderswoher hervorgehen konnte, so sagte Er [durch Seinen Apostel]: „Noch war kein Heiliger Geist, weil Jesus noch nicht verherrlicht war“: Joh.7/39; und nach der Verherrlichung „hauchte Er die Jünger an und sagte: Empfanget den Heiligen Geist“: Joh.20/22. Daß der Herr die Jünger anhauchte und jenes sagte, geschah deshalb, weil das Anhauchen ein vorbildliches äußeres Zeichen der göttlichen Eingebung war; die göttliche Eingebung aber ist eine Versetzung in engelische Gesellschaften. Hieraus kann vom Verstand folgendes begriffen werden, was durch den Engel Gabriel von der Empfängnis des Herrn gesagt worden war: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten, darum auch das Heilige, das aus dir geboren wird, der Sohn Gottes genannt werden wird“: Luk.1/35. Ferner: „Der Engel des Herrn sprach im Traum zu Joseph: Scheue dich nicht, Maria, deine Verlobte, zu dir zu nehmen, denn was in ihr erzeugt ist, das ist aus dem Heiligen Geist; und Joseph berührte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte“: Matth.1/20,25. Der Heilige Geist ist hier das aus Jehovah dem Vater hervorgehende göttliche Wahre, und dieses Hervorgehende ist die Kraft des Höchsten, die damals die Mutter überschattete. Dies fällt auch zusammen mit folgendem bei Joh.1/1,14: „Das Wort war bei Gott und Gott war das Wort, und das Wort ward Fleisch“; daß unter dem Wort hier das göttliche Wahre verstanden wird, sehe man im Glauben der neuen Kirche, oben Nr. 3.

141. Daß die göttliche Dreieinheit im Herrn ist, ist oben nachgewiesen worden, und wird im Folgenden, wo von ihr ausführlich gehandelt werden soll, noch weiter nachgewiesen werden; hier sollen nur einige Ungereimtheiten angeführt werden, die aus jener in Personen zerteilten Dreieinigkeit als Folgerungen hervorgehen: Es wäre nämlich damit gerade, wie wenn ein Diener der Kirche von der Kanzel herab lehrte, was man glauben und was man tun soll, und neben ihm ein anderer Geistlicher stände und ihm ins Ohr flüsterte: „Das hast du recht gesagt“, und noch etwas dazu; und beide einem dritten, der auf der Treppe stände, sagten: „Geh hinab in die Kirche, öffne ihre Ohren und flöße jenes ihren Herzen ein, und mach zugleich, daß sie Reinheiten, Heiligkeiten und Pfänder der Gerechtigkeit werden“. Die göttliche Dreieinigkeit, zerteilt in Personen, deren jede einzeln für sich Gott und Herr ist, ist auch gleich drei Sonnen in einer Welt, hoch oben eine neben einer zweiten, und unterhalb eine dritte, welche Engel und Menschen umstrahlt, und die Wärme und das Licht jener beiden mit aller Macht in die Gemüter, Herzen und Leiber derselben hineinbringt, und sie, wie das Feuer die Stoffe in den Retorten, schärfer macht, läutert und sublimiert. Wer sieht nicht, daß, wenn dies geschähe, der Mensch zu Asche verbrannt werden würde?

Die Regierung dreier göttlicher Personen im Himmel würde auch der Regierung dreier Könige in einem Reich ähnlich sein, oder dem Oberbefehl dreier Feldherrn von gleicher Gewalt über ein Heer oder vielmehr der römischen Regierung vor den Zeiten der Kaiser, da es einen Konsul, einen Senat und einen Volkstribun gab, unter welche zwar die Macht geteilt war, dennoch aber alle zusammen die höchste Gewalt inne hatten. Wer sieht nicht das Ungereihmte, Lächerliche und Verrückte, ein solches Regiment in den Himmel einzuführen? Dieses wird aber eingeführt, wenn man eine Gewalt wie die des höchsten Konsuls Gott dem Vater, eine Gewalt wie die des Senats dem Sohn, und eine Gewalt wie die des Volkstribuns dem Heiligen Geist beilegt, was alsdann geschieht, wenn jedem ein eigener Wirkungskreis zugeteilt, und noch mehr, wenn hinzugesetzt wird, diese Eigenschaften seien unmitteilbar.

142. II. Die göttliche Kraft und Einwirkung, die unter dem Heiligen Geist verstanden wird, ist im allgemeinen die Umbildung und Wiedergeburt, und diesen gemäß die Erneuerung, Belebung, Heiligung und Rechtfertigung, und diesen gemäß die Reinigung vom Bösen und die Vergebung der Sünden, und zuletzt die Seligmachung.

Diese sind der Reihe nach die Kräfte, die der Herr bei denen wirkt, die an Ihn glauben, und sich zu Seiner Aufnahme und Wohnung fähig und geschickt machen. Und dies geschieht durch das göttliche Wahre, und bei den Christen durch das Wort; denn dieses ist das einzige Mittel, durch das der Mensch dem Herrn sich naht, und in das der Herr eingeht; denn der Herr ist, wie oben gesagt worden, das göttliche Wahre selbst, und alles, was aus diesem hervorgeht, ist selbiges. Allein man muß darunter das göttliche Wahre aus dem Guten verstehen, welches ein und dasselbe ist mit dem Glauben aus der Liebtätigkeit; denn der Glaube ist nichts anderes als Wahrheit, und die Liebtätigkeit nichts anderes als Güte. Durch das göttliche Wahre aus dem Guten, das heißt durch den Glauben aus der Liebtätigkeit, wird der Mensch umgebildet und wiedergeboren, sodann erneuert, lebendig gemacht, geheiligt, gerechtfertigt, und je nach dessen Fortschreiten und Wachstum wird er vom Bösen gereinigt, und die Reinigung von diesem ist die Vergebung der Sünden. Allein diese Einwirkungen des Herrn können hier nicht alle einzeln auseinandergesetzt werden, weil jede ihre aus dem Wort begründete und durch die Vernunft beleuchtete Analyse fordert, und dies hier nicht an seiner Stelle ist; weshalb der Leser auf die Stücke verwiesen wird, die in diesem Werk der Reihe nach folgend, nämlich die von der Liebtätigkeit, vom Glauben, vom freien Willen, von der Buße, und von der Umbildung und Wiedergeburt. Man muß wissen, daß der Herr diese Heilswirkungen bei jeglichem Menschen fortwährend wirkt, denn sie sind die Stufen zum Himmel; der Herr will nämlich das Heil aller; das Heil aller ist Ihm also der Zweck, und wer den Zweck will, will auch die Mittel. Um des Heils der Menschen willen geschah Seine Ankunft, Sein Erlösungswerk und Sein Leiden am Kreuz: Matth.18/11; Luk.19/10 und weil das Heil aller Ihm Zweck war und in Ewigkeit ist, so folgt, daß die oben bemerkten Wirkungen die Mittelzwecke sind, und die Seligmachung der Endzweck ist.

143. Die Wirksamkeit dieser Kräfte ist der Heilige Geist, den der Herr zu denjenigen sendet, die an Ihn glauben und sich zu Seiner Aufnahme geschickt machen, sie wird auch unter dem Geist verstanden in folgenden Stellen: „Ich will ein neues Herz und einen neuen Geist geben; Meinen Geist will Ich in eure Mitte geben, und machen, daß ihr auf dem Weg des Heiles wandelt“: Ez.36/26,27; 11/19. „Ein reines Herz schaffe in uns, Gott, und einen festen Geist erneuere inmitten meiner; bringe mir zurück die Freude deines Heils, und ein williger Geist erhalte mich“: Ps.51/12,14. „Jehovah bildet des Menschen Geist in dessen Mitte“: Sach.12/1. “Meine Seele harret auf Dich des Nachts, und mit meinem Geist in mir erwartete ich Dich des Morgens“: Jes.26/9. „Macht euch ein neues Herz und einen neuen Geist; warum wollt ihr sterben, Haus Israels?“: Ez.18/31; und so auch anderwärts. In diesen Stellen wird unter dem neuen Herzen verstanden der Wille zum Guten, und unter dem neuen Geist das Verständnis des Wahren; daß der Herr diese bei denen wirkt, die das Gute tun und das Wahre glauben, somit bei denen, die im Glauben der Liebtätigkeit sind, erhellt deutlich aus den Worten: Gott gibt Seele den darin Wandelnden, und aus dem, daß ein freiwilliger Geist genannt wird; und daß der Mensch seinerseits mitwirken muß, aus den Worten: Macht euch ein neues Herz und einen neuen Geist; warum wollt ihr sterben, Haus Israels?

144. Man liest, daß, als Jesus getauft wurde, die Himmel sich auftaten und Johannes den Heiligen Geist herabsteigen sah wie eine Taube: Matth.3/16; Mark.1/10; Luk.3/21; Joh.1/32,33. Dies geschah, weil die Taufe die Wiedergeburt und Reinigung bezeichnete, ebenso die Taube. Wer kann nicht einsehen, daß die Taube nicht der Heilige Geist, und der Heilige Geist auch nicht in der Taube war? Im Himmel erscheinen öfter Tauben, und so oft sie erscheinen, wissen die Engel, daß sie Entsprechungen der Neigungen und der daraus hervorgehenden Gedanken sind betreffend die Wiedergeburt und Reinigung bei einigen, die in der Nähe stehen; sobald sie daher zu diesen hingehen und mit ihnen über einen anderen Gegenstand reden, als der in ihren Gedanken war, während jene Erscheinung sich zeigte, verschwinden die Tauben sogleich. Es verhält sich damit gerade wie mit vielem, das den Propheten erschien, wie z.B. daß dem Johannes ein Lamm auf dem Berge Zion erschien: Offb.14/1, und anderwärts. Wer weiß nicht, daß der Herr nicht jenes Lamm war, noch in dem Lamm, sondern daß das Lamm eine Vorbildung Seiner Unschuld war? Dies stellt den Irrtum derer ins Licht, die aus der Taube, die über dem Herrn erschien, als Er getauft wurde, und aus der Stimme, die dann aus dem Himmel sich hören ließ: „dies ist Mein geliebter Sohn“, drei Personen der Dreieinigkeit folgern. Daß der Herr den Menschen wiedergebiert durch den Glauben und die Liebtätigkeit, wird unter dem verstanden, daß Johannes der Täufer sagte: „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße, Der aber nach mir kommen wird, Der wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen“:

Matth.3/11; Mark.1/8; Luk.3/16; mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen heißt wiedergebären durch das göttliche Wahre, das Gegenstand des Glaubens, und durch das göttliche Gute, das Gegenstand der Liebe ist. Ähnliches wird durch folgende Worte des Herrn bezeichnet: „Wofern nicht jemand geboren wird aus Wasser und Geist, kann er nicht eingehen in das Reich Gottes“: Joh.3/5. Durch das Wasser wird hier, wie anderwärts im Wort, das Wahre im natürlichen oder äußern Menschen bezeichnet, und durch den Geist das Wahre aus dem Guten im geistigen oder inneren Menschen.

145. Da nun der Herr das göttliche Wahre selbst aus dem göttlichen Guten, und dieses Sein eigentliches Wesen ist, jeder aber aus seinem Wesen heraus tut, was er tut, so ist offenbar, daß der Herr jedem Menschen fortwährend Wahres und Gutes oder Glauben und Liebtätigkeit einpflanzen will, und nichts anderes wollen kann. Dies kann durch vieles in der Welt beleuchtet werden, wie dadurch, daß jeder Mensch aus seinem Wesen heraus will und denkt, und, soweit er darf, redet und handelt, wie z.B. der getreue Mensch Getreues denkt und beabsichtigt, der ehrenhafte, rechtschaffene, fromme und religiöse Mensch Ehrenhaftes, Rechtschaffenes, Frommes und Religiöses, und umgekehrt der hochmütige, arglistige, betrügerische, habsüchtige solches, das mit seinem Wesen eins ausmacht; der Schwärmer will nichts als Schwärmerisches reden, und der Tor nichts als solches schwatzen, das dem entgegengesetzt ist, was Sache der Weisheit ist; mit einem Wort, der Engel sinnt und strebt nur Himmlischem nach, und der Teufel nur Höllischem.

Ebenso verhält es sich mit jedem Subjekt der niederen Gattungen des Tierreichs, wie mit dem Vogel, dem Fisch, dem [vierfüßigen] Tier, dem geflügelten und nicht geflügelten Insekt; jegliches wird an seinem Wesen oder seiner Natur erkannt, aus jenem und ihm gemäß hat jedes seinen Instinkt. Ebenso im Pflanzenreich, jeder Baum, jedes Gesträuch und jedes Küchenkraut wird an seiner Frucht und an seinem Samen erkannt; diesen ist ihr Wesen eingepflanzt und es kann daraus nichts anderes hervorgebracht werden, als seinesgleichen und ihm Angehöriges. Ja nach dem Wesen wird über jede Erdart, über jede Tonart, über jeden Stein, sowohl den edlen, als den unedlen, und über jedes Mineral und jedes Metall geurteilt.

146. III. Jene göttliche Kraft und Einwirkung, die unter der Sendung des Heiligen Geistes verstanden wird, ist bei den Geistlichen insbesondere die Erleuchtung und Unterweisung.

Die im vorigen Abschnitt aufgezählten göttlichen Einwirkungen, nämlich die Umbildung, Wiedergeburt, Erneuerung, Lebendigmachung, Heiligung, Rechtfertigung, Reinigung, Sündenvergebung und zuletzt die Seligmachung, fließen sowohl bei den Geistlichen als bei den Laien vom Herrn her ein, und werden von denen aufgenommen, die im Herrn sind und in denen der Herr ist: Joh.6/56; 14/20; 15/4,5. Daß aber [bei jenen] insbesondere Erleuchtung und Unterweisung ist, hat seinen Grund darin, daß diese zu ihrem Beruf gehören, und die Einweihung in das geistliche Amt sie mit sich bringt, und sie auch glauben, daß sie, während sie mit Eifer predigen, inspiriert werden, wie die Jünger des Herrn, die der Herr anhauchte und sprach: „Nehmet hin den Heiligen Geist“: Joh.20/22, und weiters bei Mark.13/11; einige bezeugen auch, daß sie den Einfluß gespürt haben. Sie mögen sich jedoch wohl hüten, sich einzureden, daß der Eifer, von dem viele während des Predigens ergriffen werden, eine göttliche Einwirkung in ihren Herzen sei; denn es findet ein ähnlicher, ja ein noch feurigerer Eifer bei den Enthusiasten statt, und auch bei denen, die im Extrem des Falschen der Lehre sind, ja selbst bei solchen, die das Wort geringschätzen und die Natur statt Gottes verehren, und Glauben und Liebtätigkeit wie in einen Sack hinter den Rücken werfen, und, solange sie predigen und lehren, vorne eine Art von Wiederkaumagen anhängen, aus dem sie solches hervorlangen und herausschütten, was, wie sie wissen, den Zuhörern zur Speise dient. Der Eifer ist nämlich an sich betrachtet ein natürliches Auflodern des Menschen; wenn inwendig in diesem Liebe zum Wahren ist, so ist es wie das heilige Feuer, das in die Apostel einfloß, und von dem es in ihrer Geschichte heißt: „Es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und es setzte sich auf jeglichen von ihnen, daher sie alle mit Heiligem Geist erfüllt wurden“: Apg.2/3,4. Liegt aber inwendig im Eifer oder jenem Auflodern Liebe zum Falschen verborgen, so ist es wie das im Holz eingeschlossene Feuer, das hervorbricht und das Haus anzündet. Du, der du die Heiligkeit des Wortes und die Göttlichkeit des Herrn leugnest, nimm doch deinen Sack von deinem Rücken herab und öffne ihn - was du in Freiheit zu Hause tust, - so wirst du es sehen. Ich weiß, daß die, welche unter Luzifer bei Jesajas verstanden werden, welche die aus Babel sind, wenn sie in die Kirche gehen, und mehr noch wenn sie auf die Kanzel steigen, besonders die, welche sich von der Gesellschaft Jesu nennen, von einem Eifer hingerissen werden, den viele aus einer höllischen Liebe haben, und daher noch heftiger schreien und die Seufzer noch tiefer aus der Brust holen, als die, welche im Eifer aus himmlischer Liebe sind. Daß bei den Geistlichen noch zwei weitere geistige Einwirkungen statthaben, sehe man unten Nr. 155.

147. Der Kirche ist fast noch unbekannt, daß in allem Wollen und Denken, und infolgedessen in jeder Handlung und Rede des Menschen ein Inneres und ein Äußeres ist, und daß der Mensch von Kindheit an eingeübt worden ist, aus dem Äußern zu reden, wie sehr auch das Innere anders denkt; daher denn Verstellung, Schöntuerei und Heuchelei; daß er also zweifältig, und nur derjenige einfältig ist, dessen Äußeres aus dem Inneren heraus denkt und redet, und will und handelt; und solche werden auch unter den Einfältigen im Wort verstanden, z.B. Luk.8/15; 11/34 und anderwärts, obgleich sie weiser sind, als die Zweifältigen. Daß eine Zweifaltigkeit und Dreifaltigkeit in allem Geschaffenen ist, zeigt sich an folgendem im menschlichen Leib: jeder Nerv in ihm besteht aus Fibern, und die Fiber aus Fäserchen; jeder Muskel aus Fiberbündeln, und diese aus Bewegfibern; jede Arterie aus Häuten in dreifacher Reihenfolge.

Ähnliches ist im menschlichen Gemüt, dessen geistiger Organismus ebenso ist; es ist nämlich, wie oben gesagt worden, das menschliche Gemüt in drei Regionen abgeteilt, deren oberste, welche auch die innerste ist, die himmlische, die mittlere die geistige, und die unterste die natürliche heißt. Die Gemüter aller derjenigen Menschen, welche die Heiligkeit des Wortes und die Göttlichkeit des Herrn leugnen, denken in der untersten Region, weil sie aber von Kindheit an auch die geistigen Dinge, welche zur Kirche gehören, gelernt haben, so nehmen sie auch diese auf, stellen sie aber unterhalb der natürlichen Dinge auf, welche die mancherlei wissenschaftlichen, politischen und bürgerlich moralischen Dinge sind; und weil sie ihren Sitz im Gemüt zu unterst und in der nächsten Nähe der Rede haben, so reden sie aus ihnen in der Kirche und in den Versammlungen, und merkwürdigerweise wissen sie alsdann nicht anders, als daß sie aus ihrem Glauben reden und lehren, während doch, wenn sie in ihrer Freiheit sind, was zu Hause der Fall ist, die Türe geöffnet wird, welche das Innere ihres Geistes verschlossen hielt, und sie nun zuweilen über das lachen, was sie vor der Gemeinde vorgetragen hatten, indem sie in ihrem Herzen sprechen, die theologischen Dinge seien artige Schlingen, die Tauben zu fangen.

148. Das Innere und das Äußere von solchen kann mit überzuckertem Gift verglichen werden; dann auch mit den Koloquinten, welche die Prophetenknaben sammelten und in das Gemüse taten, und als sie davon aßen, ausriefen: der Tod im Topf!: 2Kö.4/38-43. Auch können sie verglichen werden mit dem Tier aus dem Meer, das zwei Hörner hatte wie ein Lamm, und redete wie der Drache: Offb.13/11, wo im folgenden dieses Tier der falsche Prophet genannt wird. Auch sind sie wie Straßenräuber in einer Stadt, in der gesittete Bürger sind, wo sie dann auch sittlich handeln und vernünftig reden, dagegen aber, wenn sie wieder in die Wälder kommen, wilde Tiere sind; oder auch wie Seeräuber, die am Land Menschen sind, auf der See hingegen Krokodile; diese und jene gehen, wenn sie am Land oder in der Stadt sind, wie Panther in Schafsfelle gehüllt einher; oder wie Affen, die in Menschenkleider gesteckt sind und eine Menschenmaske vor dem Gesicht haben. Auch können sie einer Buhldirne verglichen werden, die sich mit Balsam einreibt, das Gesicht mit Purpur schminkt und sich in weiße Seide mit eingestickten Blumen kleidet, dann aber, wenn sie nach Hause zurückkehrt, sich vor den Buhlern entblößt und sie mit ihrem Aussatz ansteckt. Daß aber die, welche das Heilige dem Wort und das Göttliche dem Herrn im Herzen entziehen, so beschaffen sind, ist mir durch vieljährige Erfahrungen in der geistigen Welt zu erkennen gegeben worden; denn dort werden alle zuerst in ihrem Äußern gehalten, später aber nach dessen Wegnahme in ihr Inneres versetzt, und dann wird ihre lustige Rolle zur tragischen.

149. IV. Der Herr wirkt diese Kräfte in denen, die an Ihn glauben. Daß der Herr jene Kräfte, die unter der Sendung des Heiligen Geistes verstanden werden, in denjenigen wirkt, die an Ihn glauben, das heißt, daß Er sie umbildet, wiedergebiert, erneuert, lebendig macht, heiligt, rechtfertigt, vom Bösen reinigt und zuletzt selig macht, erhellt aus allen jenen Stellen im Wort, welche bestätigen, daß das Heil und das ewige Leben denen zuteil wird, die an den Herrn glauben, welche Stellen man oben Nr. 107 angeführt finden kann; und außerdem auch aus folgender: „Jesus sprach: Wer an Mich glaubt, aus dessen Leibe werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen; dies sagte Er vom Geist, den empfangen sollten, die an Ihn Glaubenden“: Joh.7/38,39. Dann auch aus dieser: „Das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung“: Offb.19/10; unter dem Geist der Weissagung wird das Wahre der Lehre aus dem Wort verstanden. Die Weissagung bezeichnet nichts anderes als die Lehre, und weissagen heißt sie lehren, und unter dem Zeugnis Jesu wird verstanden das Bekenntnis aus dem Glauben an Ihn. Ähnliches wird verstanden unter Seinem Zeugnis in folgender Stelle: „Die Engel Michaels besiegten den Drachen durch das Blut des Lammes, und durch das Wort ihres Zeugnisses; und der Drache ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes hielten und das Zeugnis Jesu Christi haben“: Offb.12/11,17.

150. Daß die an den Herrn Jesus Christus Glaubenden jene geistigen Kräfte empfangen werden, hat seinen Grund darin, daß Er selbst das Heil und das ewige Leben ist; das Heil ist Er, weil Er der Heiland ist, und dies drückt auch Sein Name Jesus aus; das ewige Leben, weil denen, in welchen Er ist, und die in Ihm sind, ewiges Leben zuteil wird; weshalb Er auch das ewige Leben heißt bei 1Joh.5/20. Da Er nun das Heil und das ewige Leben ist, so folgt, daß Er auch alles das ist, wodurch das Heil und das ewige Leben erlangt wird, daß Er somit alles in der Umbildung, Wiedergeburt, Erneuerung, Lebendigmachung, Heiligung, Rechtfertigung, Reinigung vom Bösen, und zuletzt in der Seligmachung ist; der Herr wirkt diese bei jeglichem Menschen, das heißt, Er sucht sie [in ihn] hineinzubringen, und wenn der Mensch sich zur Aufnahme fähig und geschickt macht, so bringt Er sie in ihn hinein. Das Tätige im Fähig- und Geschicktmachen ist auch vom Herrn, nimmt sie aber der Mensch nicht mit freiwilligem Geist in sich auf, so kann sie der Herr über das Streben hinaus, das unablässig fortdauert, nicht in ihn hineinbringen.

151. An den Herrn glauben heißt, nicht bloß Ihn anerkennen, sondern auch Seine Gebote halten; denn Ihn nur anerkennen, ist bloß ein Werk des Denkens aus irgendeinem Verstehen, hingegen Seine Gebote halten, ist auch ein Werk der Anerkennung aus dem Wollen. Das Gemüt des Menschen besteht aus Verstand und Willen, und Sache des Verstandes ist das Denken, Sache des Willens aber das Tun; wenn sonach der Mensch nur aus dem Denken des Verstandes anerkennt, so wendet er sich nur mit halbem Gemüt an den Herrn, tut er hingegen es auch, so geschieht es mit dem ganzen Gemüt, und dies heißt glauben. Außerdem kann der Mensch sein Herz teilen, und dessen Oberfläche dahin bringen, daß sie sich nach oben erhebt, während sein Fleisch sich nach unten kehrt, und er so wie ein Adler zwischen Himmel und Hölle schwebt; und gleichwohl folgt der Mensch nicht seinem Aufblick, sondern der Lust seines Fleisches, und weil diese in der Hölle ist, so fliegt er dort hinab, und nachdem er daselbst seinen Lüsten gefrönt und den Dämonen Trankopfer mit jungem Wein gebracht hat, so überzieht er sein Gesicht mit heiterer Laune und seinen Blick mit Feuerfunken, und verstellt sich so in einen Engel des Lichts; solche Satane werden diejenigen nach dem Tode, die den Herrn anerkennen, aber Seine Gebote nicht halten.

152. In obigem Abschnitt ist gezeigt worden, daß das Heil und das ewige Leben der Menschen der erste und letzte Zweck des Herrn sind; und da der erste und der letzte Zweck die Mittelzwecke in sich schließen, so folgt, daß die oben erwähnten geistigen Kräfte allzugleich im Herrn sind, und auch vom Herrn her im Menschen, dennoch aber nur nach und nach hervortreten; denn das menschliche Gemüt wächst wie sein Leib, und zwar dieser an Größe, jenes aber an Weisheit. In diesem Maß wird auch letzteres von Region zu Region erhoben, nämlich aus der natürlichen in die geistige, und aus dieser in die himmlische.

In letzterer Region ist der Mensch weise, in jener ist er einsichtsvoll, in der untersten wissend. Allein diese Erhebung des Gemüts findet nur von Zeit zu Zeit statt, Jesajah wie der Mensch sich Wahrheiten erwirbt und sie mit dem Guten verbindet. Es verhält sich damit gerade wie mit einem, der ein Haus baut; zuerst verschafft er sich die Baumaterialien, z.B. Backsteine, Ziegel, Balken, Pfähle, und legt so den Grund, führt Mauern auf, scheidet in Gemächer, setzt in ihnen Türen und an den Wänden Fenster ein, und baut Treppen von Stockwerk zu Stockwerk; dies alles liegt zugleich beisammen im Zweck, welcher die bequeme und anständige Wohnung ist, die derselbe vorhersieht und vorsieht. Ebenso verhält es sich mit einem Tempel; wenn dieser gebaut wird, so liegt alles zum Bau Gehörige im Zweck, welcher der Gottesdienst ist. Gleiches ist der Fall bei allen anderen Dingen, z.B. Gärten und Feldern, und auch bei Ämtern und Geschäften, zu welchen der Zweck selbst die Hilfsmittel herbeischafft.

153. V. Der Herr wirkt aus Sich vom Vater her, und nicht umgekehrt.

Unter dem Wirken wird hier das gleiche verstanden, wie unter dem Senden des Heiligen Geistes, weil die oben erwähnten Einwirkungen, nämlich im allgemeinen die Umbildung, Wiedergeburt, Erneuerung, Lebendigmachung, Heiligung, Rechtfertigung, [Reinigung] vom Bösen und Sündenvergebung, welche heutzutage dem Heiligen Geist als Gott für sich zugeschrieben werden, Einwirkungen des Herrn sind. Daß diese aus dem Herrn vom Vater her sind, soll zuerst aus dem Wort bewiesen und hernach durch mehreres aus der Vernunft ins Licht gesetzt werden. Aus dem Wort durch folgendes: „Wenn gekommen sein wird der Beistand, den Ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird er von Mir zeugen“: Joh.15/26. „Wenn Ich nicht hinginge, so käme der Beistand nicht zu euch, gehe Ich aber hin, so will Ich ihn zu euch senden“: Joh.16/7. „Der Beistand, der Geist der Wahrheit, wird nicht aus sich selber reden, sondern aus dem Meinigen nehmen und euch verkündigen; alles, was der Vater hat, ist Mein; darum sagte Ich, daß er aus dem Meinigen nehmen und euch verkündigen werde“: Joh.16/13-15. „Der Heilige Geist war noch nicht, weil Jesus noch nicht verherrlicht war“: Joh.7/39. „Jesus hauchte die Jünger an und sagte: Nehmet hin den Heiligen Geist“: Joh.20/22. „Alles, was ihr bitten werdet in Meinem Namen, das will Ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohne; wenn ihr etwas bitten werdet in Meinem Namen, so will Ich es tun“: Joh.14/13,14. Aus diesen Stellen geht deutlich hervor, daß der Herr den Heiligen Geist sendet, das heißt, jene Dinge wirkt, die heutzutage dem Heiligen Geist als Gott für sich zugeschrieben werden; denn Er sagte: „Ich will ihn senden vom Vater, Ich will ihn senden zu euch, der Heilige Geist war noch nicht, weil Jesus noch nicht verherrlicht war“; nach der Verherrlichung hauchte Er die Jünger an und sagte: „nehmet hin den Heiligen Geist“, dann sagte Er auch: „alles was ihr bitten werdet in Meinem Namen, das will Ich tun“, so wie auch: „der Beistand wird von dem Meinigen nehmen und euch verkündigen“. Daß der Beistand einer und derselbe ist mit dem Heiligen Geist, sehe man Joh.14/26. Daß Gott der Vater jene Kräfte nicht aus Sich durch den Sohn wirkt, sondern der Sohn aus Sich vom Vater her, erhellt aus folgendem: „Gott hat keiner Jesajah gesehen, der eingeborene Sohn, Der im Schoß des Vaters ist, Er hat [Ihn] kundgetan“: Joh.1/18, und anderwärts: „Nicht habt ihr die Stimme des Vaters Jesajah gehört, noch Seine Gestalt gesehen“: Joh.5/37. Hieraus folgt nun, daß Gott der Vater im Sohn und in den Sohn wirkt, nicht aber durch den Sohn, sondern daß der Sohn aus Sich vom Vater her wirkt; denn Er sagt: „Alles, was der Vater hat, ist Mein“: Joh.16/15; „daß der Vater alles in die Hand des Sohnes gegeben habe“:

Joh.3/35. Ferner: „Wie der Vater das Leben in Sich selbst hat, so hat Er auch dem Sohn gegeben, das Leben in Sich selbst zu haben“: Joh.5/26, so wie auch: „Die Worte, die Ich rede, sind Geist und Leben“: Joh.6/63.

Daß der Herr sagt, der Geist der Wahrheit gehe vom Vater aus, Joh.15/26, hat seinen Grund darin, daß derselbe vom Vater ausgeht in den Sohn, und aus dem Sohn vom Vater her; weshalb Er auch sagt: „An jenem Tage werdet ihr erkennen, daß der Vater in Mir ist und Ich im Vater bin, und ihr in Mir und Ich in euch“: Joh.14/11,20. Diesen deutlichen Aussprüchen des Herrn gegenüber stellt sich offen der Irrtum heraus, in dem die christliche Welt ist, daß nämlich Gott der Vater den Heiligen Geist zum Menschen sende, und der Irrtum der griechischen Kirche, daß Gott der Vater ihn unmittelbar sende; eben dies, daß der Herr ihn aus Sich vom Vater her sende, und nicht umgekehrt, ist aus dem Himmel, und die Engel nennen es ein Geheimnis, weil es in der Welt noch nicht enthüllt ist.

154. Dies kann durch vieles, das im Bereich der Vernunft liegt, ins Licht gesetzt werden, wie z.B. durch folgendes: Es ist bekannt, daß die Apostel, nachdem sie vom Herrn mit dem Heiligen Geist beschenkt worden waren, das Evangelium in einem großen Teil des Erdkreises predigten, und daß sie es mündlich und schriftlich verkündigten, und dies taten sie aus sich selbst vom Herrn her; denn anders lehrte und schrieb Petrus, anders Jakobus, anders Johannes und anders Paulus, jeder nach seiner Einsicht; der Herr erfüllte sie alle mit Seinem Geist, aber jeder nahm davon seinen Teil Jesajah nach der Beschaffenheit seiner Auffassung, und sie führten es aus Jesajah nach der Beschaffenheit ihres Vermögens. Alle Engel in den Himmeln sind vom Herrn erfüllt, denn sie sind im Herrn und der Herr in ihnen; allein dessen ungeachtet redet und handelt jeder gemäß dem Zustand seines Geistes, die einen einfältig, die anderen weise, und so mit unendlicher Verschiedenheit, und doch redet jeder aus sich vom Herrn her. In ähnlicher Weise verhält es sich mit jedem Diener der Kirche, sowohl demjenigen, der in Wahrem, als demjenigen, der in Falschem ist; jeder hat seinen eigenen Mund und seine eigene Einsicht, und jeder redet aus seinem Gemüt heraus, das ist, aus seinem Geist, den er besitzt. Wenn die Protestanten, heißen sie nun Evangelische oder Reformierte, in den von Luther, Melanchthon und Calvin vorgetragenen Lehrbestimmungen unterrichtet sind, so reden nicht diese oder deren Lehrbestimmungen durch sie, sondern sie alle selbst aus sich von jenen her; auch kann jegliche Lehrbestimmung auf tausenderlei Weisen ausgelegt werden, denn jede ist wie ein Füllhorn, aus dem jeder herausnimmt, was seinem Geschmack zusagt und sich verähnlicht, und er legt es aus, Jesajah nach seiner Gabe. Dies kann versinnlicht werden durch die Wirkung des Herzens in der Lunge und auf diese, und durch die Rückwirkung der Lunge aus sich vom Herzen her; diese sind zwei Unterschiedene, dennoch aber gegenseitig vereint; die Lunge atmet aus sich vom Herzen her, nicht aber das Herz durch die Lunge; würde dies geschehen, so müßten beide stille stehen. Ebenso verhält es sich auch mit der Wirkung des Herzens in den inneren Teilen und auf die inneren Teile des ganzen Körpers; das Herz sendet Blut aus nach allen Richtungen, die inneren Teile aber nehmen es in sich auf, jeder seinen Anteil, Jesajah nach der Beschaffenheit des Nutzzweckes, dem er dient, und diesem gemäß ist er auch in Tätigkeit, somit in verschiedener Weise. Ebendasselbe kann auch durch folgendes verdeutlicht werden: das Böse von den Eltern her, welches das Erbböse heißt, wirkt im Menschen und auf den Menschen; in gleicher Weise das Gute vom Herrn her, dieses oberhalb oder innerhalb, jenes unterhalb oder außerhalb.

Würde das Böse durch den Menschen tätig sein, so wäre der Mensch nicht besserungsfähig, noch wäre er schuldhaft; ebenso wenn das Gute vom Herrn her durch den Menschen tätig wäre, so wäre er auch nicht besserungsfähig; weil aber beides von der Wahlfreiheit des Menschen abhängt, so wird er schuldig, wenn er aus sich vom Bösen her handelt, und schuldlos, wenn er aus sich vom Guten her handelt. Da nun das Böse der Teufel, und das Gute der Herr ist, so wird er schuldig, wenn er vom Teufel her handelt, und schuldlos, wenn vom Herrn her. In jener Wahlfreiheit, die jedem Menschen gelassen ist, liegt der Grund, daß der Mensch gebessert werden kann. Ebenso verhält es sich mit allem Inneren und Äußeren beim Menschen; diese sind zwei Unterschiedene, dennoch aber wechselseitig vereinigt; das Innere wirkt im Äußern und auf dasselbe, allein es wirkt nicht durch das Äußere, denn das Innere bewegt in sich tausenderlei Dinge, von denen das Äußere bloß das zu seinem Gebrauch Verwendbare hervorlangt; denn im Inneren des Menschen, unter dem sein wollendes und erkennendes Gemüt verstanden wird, sind Gruppen von Ideen zusammengehäuft; strömten diese durch den Mund des Menschen heraus, so wäre es wie ein Windstoß aus dem Blasebalg. Weil das Innere das Universelle in sich bewegt, läßt es sich vergleichen dem Ozean oder einem Blumenbeet oder Garten, aus dem das Äußere so viel herausnimmt, als zum Bedarf genügt.

Das Wort des Herrn ist wie der Ozean, das Blumenbeet und der Garten; ist das Wort in einiger Fülle im Inneren des Menschen, so redet und handelt der Mensch aus sich vom Wort her, nicht aber das Wort durch ihn. Ebenso verhält es sich mit dem Herrn: weil Er selbst das Wort ist, das heißt, das göttliche Wahre und das göttliche Gute darin, so wirkt der Herr aus Sich oder aus dem Wort im Menschen und auf ihn, nicht aber durch ihn, weil der Mensch frei handelt und redet vom Herrn her, wenn vom Wort her. Dies läßt sich aber noch näher beleuchten durch den Wechselverkehr der Seele und des Körpers, welche zwei Unterschiedene, aber gegenseitig Vereinigte sind; die Seele wirkt im Körper und auf den Körper, aber nicht durch den Körper; der Körper hingegen wirkt aus sich von der Seele her. Daß die Seele nicht durch den Körper wirkt, hat seinen Grund darin, daß sie nicht miteinander zu Rate gehen und Überlegungen anstellen, noch die Seele befiehlt oder bittet, daß der Körper dieses oder jenes tue, oder durch seinen Mund rede, noch der Körper fordert oder verlangt, daß die Seele etwas gäbe oder darreiche; denn alles zur Seele Gehörige gehört auch dem Körper an, und so gegenseitig und umgekehrt. Ebenso verhält es sich mit dem Göttlichen und Menschlichen des Herrn; denn das Göttliche des Vaters ist die Seele Seines Menschlichen, und das Menschliche ist Sein Körper, und das Menschliche bittet nicht von seinem Göttlichen, ihm zu sagen, was es reden und wirken solle; weshalb der Herr sagt: „An jenem Tage werdet ihr in Meinem Namen bitten, und Ich sage euch nicht, daß Ich den Vater für euch bitten werde; denn Er selbst, der Vater, liebt euch, weil ihr Mich geliebt habt“: Joh.16/26,27; an jenem Tage heißt, nach der Verherrlichung, das ist, nach der vollkommenen und absoluten Vereinigung mit dem Vater. Dies Geheimnis ist vom Herrn selbst für diejenigen, die zu Seiner neuen Kirche gehören werden.

155. Oben im dritten Abschnitt ist gezeigt worden, daß jene göttliche Kraft, welche unter der Einwirkung des Heiligen Geistes bei den Geistlichen verstanden wird, insbesondere die Erleuchtung und Unterweisung ist; zu diesen zweien treten aber noch zwei in der Mitte liegende hinzu, welche sind die Wahrnehmung und die Stimmung; daher es vier sind, welche bei den Geistlichen der Reihe nach folgen: die Erleuchtung, die Wahrnehmung, die Stimmung und die Unterweisung; die Erleuchtung ist vom Herrn; die Wahrnehmung ist beim Menschen gemäß dem Zustand seines Gemüts, der sich durch die Lehrbestimmungen gebildet hat: sind diese wahr, so wird die Wahrnehmung eine klare vom Licht, das erleuchtet; sind sie falsch, so wird die Wahrnehmung eine dunkle, welche jedoch als eine klare erscheinen kann infolge der Begründungen; allein dies kommt von einem scheinbaren Licht her, das vor dem bloß natürlichen Blick von gleicher Klarheit ist. Die Stimmung aber stammt aus der Neigung der Liebe des Willens; die Lust dieser Liebe versetzt in eine Stimmung; ist sie die der Liebe zum Bösen und des Falschen aus diesem, so erregt sie einen Eifer, der von außen rauh, wild, brennend und feuersprühend ist, und inwendig Zorn, Wut und Unbarmherzigkeit; ist sie aber die zum Guten und zum Wahren aus diesem, so ist derselbe von außen glatt, sanft, donnernd und blitzend, und von innen Liebe, Milde und Erbarmen. Die Unterweisung aber folgt als Wirkung aus diesen als den Ursachen. So verwandelt sich die Erleuchtung, die vom Herrn ist, in mancherlei Licht- und in mancherlei Wärmestrahlen, bei jeglichem Jesajah nach dem Zustand seines Gemüts.

156. VI. Der Geist des Menschen ist dessen Gemüt, und alles, was aus diesem hervorgeht.

Unter dem Geist des Menschen wird im besonderen nichts anderes verstanden, als sein Gemüt, denn dieses ist es, was nach dem Tode fortlebt und alsdann Geist genannt wird; wenn er gut ist, ein engelischer Geist und nachher ein Engel, wenn er böse ist, ein satanischer Geist und nachher ein Satan. Das Gemüt eines jeden Menschen ist sein innerer Mensch, der wirkliche Mensch, und inwendig im äußeren Menschen ist, der dessen Körper ausmacht; daher er denn, wenn der Körper abgelegt wird, was nach dem Tode geschieht, in völliger Menschengestalt ist. Es irren also diejenigen, welche glauben, das Gemüt des Menschen sei nur im Haupt; es ist hier bloß in seinem Ursprünglichen, von dem zuerst alles ausgeht, was der Mensch aus dem Verstand denkt, und aus dem Willen tut. Im Körper aber ist es im Abgeleiteten, das zum Empfinden und Handeln gebildet ist, und da es dem Körperlichen inwendig anhängt, so bringt es in dieses Empfindung und Bewegung, und haucht ihm auch Wahrnehmung ein, wie wenn der Körper aus sich dächte und handelte, was jedoch, wie jeder Weise weiß, nur eine Trugvorstellung ist. Da nun der Geist des Menschen aus dem Verstand denkt und aus dem Willen handelt, und der Körper nicht aus sich, sondern aus jenem, so folgt, daß unter dem Geist des Menschen verstanden wird dessen Einsicht und die Neigung seiner Liebe, und was immer aus diesen hervorgeht und wirkt. Daß der Geist des Menschen solches bedeutet, was zu seinem Gemüt gehört, erhellt aus vielen Stellen im Wort, aus denen, sobald sie nur angeführt werden, jeder ersehen kann, daß sie nichts anderes sind; von den vielen mögen nur diese wenigen hier stehen: „Bezaleel wurde auch erfüllt mit dem Geist der Weisheit, der Einsicht und des Wissens“: 2Mo.31/3. Nebukadnezar sagte von Daniel: „daß ein trefflicher Geist des Wissens, der Einsicht und Weisheit in ihm war“: Da.4/5[5/12,14.]

„Erfüllt ward Joschua mit dem Geist der Weisheit“: 5Mo.34/9. „Schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist“: Ez.18/31. „Selig sind die Armen am Geist, denn ihr ist das Himmelreich“: Matth.5/3. „Ich wohne in dem zerschlagenen und demütigen Geist, lebendig zu machen den Geist der Demütigen“: Jes.57/15. „Die Opfer Gottes sind ein zerknirschter Geist“: Ps.51/19. „Ich will den Mantel der Lobpreisung geben 1 aus »Der Lehre des neuen Jerusalem vom Herrn« Abs.52. statt des verzagten Geistes“: Jes.61/3 und so in anderen Stellen mehr. Daß der Geist [auch] solches bedeutet, was Sache eines verkehrten und verdorbenen Gemütes ist, erhellt aus folgenden Stellen: „Er sprach zu den törichten Propheten, die ihrem eigenen Geiste folgen“: Ez.13/3. „Empfanget Unrat, und Gebäret Stoppeln, eurem Geiste nach, wird Feuer euch verzehren“: Jes.33/11. „Ein Mann, der seinem Geiste nach umherschweift und Lügen ausstößt“: Mi.2/[11.] „Ein Geschlecht, dessen Geist an Gott nicht festhält“: Ps.78/8. „Der Geist der Hurereien“: Hos.5/4; 4/12. „Daß jedes Herz zerschmelze und aller Geist zusammenschrumpfe“: Ez.21/12. „Was über euren Geist aufsteigt, soll nie geschehen“: Ez.20/32. „Nur daß nicht Trug in seinem Geiste sei“: Ps.32/2. „Der Geist Pharaos ward unruhig“: 1Mo.41/8, ebenso derjenige Nebukadnezars: Da.2/3. Aus diesen und sehr vielen anderen Stellen erhellt deutlich, daß der Geist das Gemüt des Menschen und solches bedeutet, das dem Gemüt angehört.

157. Da nun unter dem Geist des Menschen sein Gemüt verstanden wird, so wird unter ‚im Geiste sein‘, das einige Male im Wort vorkommt, der Zustand des vom Körper getrennten Gemütes verstanden; und weil in diesem Zustand die Propheten Dinge sahen, die in der geistigen Welt existieren, so heißt derselbe ‚ein Gesicht Gottes‘. Sie waren alsdann in dem Zustand, in dem die Geister und Engel selbst in jener Welt sind; in diesem Zustand kann der Geist des Menschen, somit sein Gemüt, hinsichtlich des Sehens von einem Ort an den anderen versetzt werden, während der Körper in dem seinigen bleibt. Dies ist der Zustand, in dem ich nun schon 26 Jahre hindurch war, mit dem Unterschied, daß ich im Geist und zugleich im Körper und nur einige Male außerhalb des Körpers war. Daß Ezechiel, Sacharias, Daniel und Johannes, während er die Offenbarung schrieb, in diesem Zustand waren, erhellt aus folgenden Stellen: Ezechiel sagt: „Der Geist hob mich auf und führte mich zurück nach Chaldäa zur Gefangenschaft in dem Gesichte Gottes, im Geiste Gottes; so stieg über mir auf das Gesicht, das ich sah“: Ez.11/1,24. Daß ihn der Geist aufgehoben und er hinter sich ein Erdbeben gehört habe: Ez.3/12,14. Das ihn der Geist zwischen die Erde und den Himmel emporgehoben und nach Jerusalem entrückt, und er dort Greuel gesehen habe: Ez.8/3f. Daß er vier Tiere, welche Cherube waren, und Verschiedenes bei ihnen gesehen habe: Ez.Kap.1 und Kap.10.

Ferner eine neue Erde und einen neuen Tempel, und einen Engel, der sie maß: Ez.Kap.40 bis Kap.48; das er damals im Gesicht und im Geiste war: Ez.40/2; 43/5. Ähnliches geschah mit Sacharias, in dem damals ein Engel war, als er einen Mann sah, der zwischen Myrten ritt: Sach.1/8f; vier Hörner und einen Mann, in dessen Hand eine Meßschnur war: Sach.2/1,5f; Joschua, den Hohenpriester: [Sach.3/1f; einen Leuchter und zwei Ölbäume: Sach..4/1f; eine fliegende Buchrolle und ein Epha1:] Sach.5/1,6; vier Wagen, die zwischen zwei Bergen hervorkamen, und Pferde: Sach.6/1f. In ähnlichem Zustand war Daniel, als er vier Tiere aus dem Meere aufsteigen, und mehreres von ihnen sah: Da.7/1f; als er die Kämpfe des Widders und des Bockes sah: Da.8/1f. Daß er diese Dinge in einem Gesicht sah: Da.7/1,2,7,13.; 8/2; 10/1,7,8. Daß der Engel Gabriel ihm im Gesicht erschien und mit ihm sprach: Da.9/21. Ähnliches geschah mit Johannes, als er die Offenbarung schrieb; dieser sagt, er sei im Geiste gewesen an des Herrn Tage: Offb.1/10; daß er in die Wüste entrückt worden sei im Geist: Offb.17/3; auf einen hohen Berg im Geist: Offb.21/10. Daß er [Pferde] gesehen habe im Gesicht: Offb.9/17, und anderwärts, daß er die Dinge, die er beschrieben, gesehen habe, z.B. den Menschensohn inmitten von sieben Leuchtern; die Stiftshütte, den Tempel, die Bundeslade und den Altar im Himmel; ein mit sieben Siegeln versiegeltes Buch, und sechs Pferde, die aus diesem hervorkamen; vier Tiere um einen Thron; 12.000 Erwählte aus jedem Stamm; ein Lamm dann auf dem Berge Sion; Heuschrecken, die aus dem Abgrund aufstiegen; den Drachen und seinen Kampf mit Michael; das Weib, das einen männlichen Sohn gebar und in die Wüste floh wegen des Drachen; zwei Tiere, von denen das eine aus dem Meer, und das andere aus der Erde aufstieg; ein Weib, das auf einem scharlachroten Tier saß; den Drachen hinausgeworfen in den Feuer- und Schwefelpfuhl; ein weißes Pferd und ein großes Abendmahl; die herabsteigende heilige Stadt Jerusalem, beschrieben nach ihren Toren, ihrer Mauer und deren Grundlagen; einen Strom lebendigen Wassers und Bäume des Lebens, die jeden Monat Früchte brachten, und anderes mehr. In ähnlichem Zustand waren Petrus, Jakobus und Johannes, als sie Jesum verklärt sahen; und Paulus, als er Unaussprechliches aus dem Himmel hörte.