V. Der Glaube ohne Liebtätigkeit ist nicht Glaube, und die Liebtätigkeit ohne Glauben ist nicht Liebtätigkeit, und beide haben ihr Leben nur vom Herrn  

355. Wenn die heutige Kirche den Glauben von der Liebtätigkeit getrennt hat, indem sie sagt, daß der bloße Glaube ohne die Werke des Gesetzes rechtfertige und selig mache, und daß somit die Liebtätigkeit nicht mit dem Glauben verbunden werden könne, weil der Glauben von Gott sei, die Liebe aber, soweit sie in Werken tätig ist, vom Menschen komme, so ist so etwas keinem Apostel je in den Sinn gekommen, wie dies aus ihren Briefen deutlich erhellt; sondern diese Abtrennung und Teilung ist in die christliche Kirche eingeführt worden, nachdem man den einen Gott in drei Personen zerteilt, und jeder derselben die gleiche Göttlichkeit zuerkannt hatte. Daß es aber keinen Glauben gibt ohne Liebtätigkeit, und keine Liebtätigkeit ohne Glauben, und daß beide nur vom Herrn Leben haben, wird im nachfolgenden Hauptsatz ins Licht gesetzt werden; hier soll zur Anbahnung des Weges nachgewiesen werden:

I. Der Mensch kann sich den Glauben erwerben;

II. auch die Liebtätigkeit,

III. und auch das Leben beider;

IV. aber gleichwohl kommt nichts vom Glauben, nichts von der Liebtätigkeit, und nichts vom Leben beider vom Menschen, sondern vom Herrn allein.

356. I. Der Mensch kann sich den Glauben erwerben. Dies ist oben im dritten Abschnitt, Nr. 343- 348, und zwar daran gezeigt worden, daß der Glaube seinem Wesen nach Wahrheit ist, und die Wahrheiten aus dem Wort von jeglichem erworben werden können, und daß, inwieweit sie jemand sich erwirbt und sie liebt, insoweit er sich den Glauben aneignet. Welchem noch dies beigefügt werden soll, daß, wenn der Mensch den Glauben sich nicht erwerben könnte, alles das vergeblich wäre, was in Beziehung auf den Glauben im Wort geboten wird; denn man liest in diesem, es sei der Wille des Vaters, daß man an den Sohn glaube, und daß, wer an Ihn glaubt, das ewige Leben habe, und daß, wer nicht glaubt, das Leben nicht sehen werde. Man liest auch, daß Jesus den Beistand senden, und dieser die Welt überführen werde der Sünde, „weil sie nicht an Mich glauben“, außer mehreren Stellen, die oben Nr. 337, 338 angeführt worden sind. Überdies haben alle Apostel den Glauben gepredigt, und zwar den an den Herrn Gott Heiland Jesus Christus. Wozu all dieses und jenes, wenn der Mensch wie eine geschnitzte Bildsäule, mit herabhängenden Händen und beweglichen Gliedern dastehen und den Einfluß erwarten sollte, und dann die Glieder, ohne sich zur Aufnahme anschicken zu können, zu etwas, was nicht zum Glauben gehört, in Bewegung gesetzt würden? Denn die heutige Orthodoxie in der von den Römisch-Katholischen getrennten Christenheit lehrt also: Der Mensch sei zum Guten völlig verdorben und tot, so, daß in des Menschen Natur nach dem Fall vor der Wiedergeburt auch nicht ein Fünkchen geistiger Kräfte übrig geblieben oder noch da sei, womit er zur Gnade Gottes zubereitet werden, oder die dargebotene ergreifen, oder Seine Gnade aus sich und durch sich fähig sein, oder in geistigen Dingen etwas verstehen, glauben, umfassen, denken, wollen, anfangen, vollbringen, wirken, mitwirken, oder sich der Gnade anschmiegen und anpassen, oder etwas zur Bekehrung im Ganzen oder zur Hälfte oder zum geringsten Teil aus sich [beitragen] könne.

Und daß der Mensch in geistigen Dingen, die das Heil der Seele betreffen, wie die Salzsäule des Weibes Lots, und gleich einem leblosen Klotz und Stein sei, die keinen Gebrauch der Augen, des Mundes oder irgendwelcher Sinne haben. Daß er aber gleichwohl die Kraft habe, sich von der Stelle zu bewegen, oder die äußeren Gliedmaßen regieren, zu den öffentlichen Versammlungen gehen, und das Wort und Evangelium anhören könne. Dies steht im Kirchenbuch der Evangelischen, genannt die Konkordienformel, in der Leipziger Ausgabe von 1756, Seite 656, 658, 661-663, 671-673, und auf dieses Buch, und so auf diesen Glauben, schwören die Geistlichen, wenn sie eingeweiht werden; einen ähnlichen Glauben haben die Reformierten. Allein wer, der Vernunft und Religion hat, wird diese Dinge nicht als ungereimt und lächerlich auszischen? Denn er wird zu sich sagen: wenn dem so wäre, wozu dann das Wort, wozu die Religion, wozu das geistliche Amt, und wozu das Predigen? sind sie nicht etwas ganz Leeres oder ein hohler Klang?

Sage solche Dinge einem urteilsfähigen Heiden, den du bekehren willst, [sage ihm] er sei so bei der Bekehrung und dem Glauben; wird er nicht auf das Christentum hinblicken, wie jemand auf ein leeres Faß? Denn man nehme nur vom Menschen alle Kraft weg, zu glauben wie von sich, was anderes ist er dann? Doch diese Dinge sollen in noch helleres Licht gesetzt werden im Kapitel vom ‚freien Willen‘.

357. II. Der Mensch kann sich die Liebtätigkeit erwerben.

Es verhält sich damit ebenso wie mit dem Glauben; denn was anderes lehrt das Wort, als den Glauben und die Liebtätigkeit, da diese die zwei wesentlichen Erfordernisse des Heils sind? Denn man liest: „Du sollst den Herrn lieben von ganzem Herzen und von ganzer Seele, und den Nächsten wie dich selbst“: Matth.22/34-39; und Jesus sagte: „Ein [neues] Gebot gebe Ich euch, daß ihr euch einander liebet; daran wird man erkennen, daß ihr Meine Jünger seid, wenn ihr euch einander liebet“: Joh.13/34,35; 15/9; 16/27. Ferner, daß der Mensch Früchte bringen solle wie ein guter Baum; und daß wer Gutes tut, Vergeltung dafür erhalten sollte bei der Auferstehung; außer vielen ähnlichen Stellen. Wozu dies, wenn der Mensch nicht aus sich Liebtätigkeit üben, noch sich diese auf irgendeine Weise erwerben könnte? Kann er nicht Almosen geben, den Dürftigen zu Hilfe kommen, Gutes tun in seinem Haus und in seinem Amt? Kann er nicht leben nach den Vorschriften der Zehn Gebote?

Hat er nicht eine Seele, aus der er dergleichen tun, und auch ein vernünftiges Gemüt, aus dem er sich leiten kann, um für diesen oder jenen Zweck zu handeln? Kann er nicht denken, er wolle jenes tun, weil es im Wort und somit von Gott geboten ist? Keinem Menschen fehlt diese Kraft; sie fehlt ihm nicht, weil der Herr sie jeglichem gibt; und Er gibt sie wie zu einem Eigentum; denn wer weiß anders, wenn er die Liebtätigkeit übt, als daß er sie wie aus sich tue?

358. III. Der Mensch kann sich auch das Leben des Glaubens und der Liebtätigkeit erwerben.

Damit verhält es sich ebenso; denn er erwirbt sich dasselbe, wenn er sich an den Herrn wendet, Der das Leben selbst ist, und der Zutritt zu Ihm ist keinem Menschen verschlossen, da Er fortwährend jeden Menschen einlädt, zu Ihm zu kommen; denn Er sprach: „Wer zu Mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an Mich glaubt, den wird niemals dürsten; und den zu Mir Kommenden werde Ich nicht hinausstoßen“: Joh.6/35,37. „Jesus stand und rief: Wenn jemand dürstet, der komme zu Mir und trinke“: Joh.7/37, und anderwärts: „Das Himmelreich ist gleich [einem König], der seinem Sohne Hochzeit machte und seine Knechte aussandte, die Geladenen zu rufen, und endlich sagte: Geht an die Ausgänge der Wege und ladet alle, die ihr nur finden möget, zur Hochzeit“: Math.22/1-9. Wer weiß nicht, daß die Einladung oder Berufung allgemein ist, und ebenso die Gnade der Aufnahme? Daß der Mensch dadurch, daß er sich an den Herrn wendet, das Leben erlangt, hat seinen Grund darin, daß der Herr das Leben selbst ist, nicht bloß das Leben des Glaubens, sondern auch das Leben der Liebtätigkeit; daß der Herr dieses ist, und daß der Mensch es vom Herrn erhält, erhellt aus folgenden Stellen: „Im Anfang war das Wort, in ihm war das Leben, das Leben war das Licht der Menschen“: Joh.1/1,4. „Gleichwie der Vater die Toten erweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn, welche Er will, lebendig“: Joh.5/21. „Wie der Vater das Leben in Sich selbst hat, so hat Er auch dem Sohn gegeben, das Leben in Sich selbst zu haben“: Joh.5/26. „Das Brot Gottes ist das, welches aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt“: Joh.6/33. „Die Worte, die Ich zu euch rede, sind Geist und Leben“: Joh.6/63. Jesus sagte: „Wer Mir nachfolgt, wird das Licht des Lebens haben“: Joh.8/12. „Ich bin gekommen, damit sie das Leben und Überfluß haben“: Joh.10/10. „Wer an Mich glaubt, wird leben, ob er gleich stürbe“: Joh.11/25. „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“: Joh.14/6. „Weil Ich lebe, sollt auch ihr leben“: Joh.14/19. „Dies ist geschrieben worden, damit ihr das Leben habet in Seinem Namen“: Joh.20/31. Daß Er das ewige Leben sei: 1Joh.5/20. Unter dem Leben im Glauben und in der Liebtätigkeit wird verstanden das geistige Leben, das dem Menschen vom Herrn gegeben wird in seinem natürlichen Leben.

359. IV. Gleichwohl jedoch kommt nichts vom Glauben und nichts von der Liebtätigkeit, und nichts vom Leben beider vom Menschen, sondern allein vom Herrn.

Denn man liest, daß der Mensch nichts nehmen könne, es sei ihm denn aus dem Himmel gegeben worden: Joh.3/27. Und Jesus sprach: „Wer in Mir bleibt, und Ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne Mich könnt ihr nichts tun“: Joh.15/5. Allein dies ist so zu verstehen, daß der Mensch aus sich keinen anderen Glauben sich erwerben könne, als den natürlichen, der eine Überredung ist, daß es so sei, weil ein Mann von Ansehen so gesagt hat; und auch keine andere Liebtätigkeit, als eine natürliche, die eine Wirksamkeit nach Gunst um irgendeines Lohnes willen ist, und in diesen beiden ist das Eigene des Menschen, aber noch nicht das Leben vom Herrn. Dennoch aber bereitet der Mensch durch beides sich vor, ein Aufnahmegefäß des Herrn zu sein, und wie er sich vorbereitet, so geht der Herr ein, und macht, daß sein natürlicher Glaube ein geistiger Glaube wird, und ebenso auch die Liebtätigkeit, und somit beide lebendig; und dies geschieht, wenn der Mensch sich an den Herrn wendet als den Gott des Himmels und der Erde. Da nun der Mensch zum Ebenbild Gottes geschaffen ist, so ist er auch zur Wohnung Gottes geschaffen, weshalb der Herr sagt: „Wer Meine Gebote hat und sie tut, der ist es, der Mich liebt, und Ich werde ihn lieben, und zu ihm kommen, und Wohnung bei ihm machen“: Joh.14/21,23. Ferner: „Siehe, Ich stehe vor der Tür und klopfe an; wenn jemand [Meine] Stimme hören und die Türe auftun wird, zu dem werde Ich eingehen und Abendmahl mit ihm halten, und er mit Mir“: Offb.3/20. Hieraus folgt der Schluß, daß je wie der Mensch sich natürlich zubereitet zur Aufnahme des Herrn, so der Herr eingeht, und alles bei ihm inwendig geistig, und so lebendig macht.

Umgekehrt aber, inwieweit der Mensch sich nicht zubereitet, insoweit entfernt er den Herrn von sich, und tut alles selbst aus sich heraus, und was der Mensch aus sicht tut, das hat kein Leben in sich. Doch dies kann nicht in einiges Licht gesetzt werden, bevor von der Liebtätigkeit und dem freien Willen gehandelt worden ist; man wird es aber nachher sehen im Kapitel von der ‚Umbildung und Wiedergeburt‘.

360. In dem Vorhergehenden ist gesagt worden, daß der Glaube im Anfang beim Menschen natürlich sei, und daß er, je wie der Mensch zum Herrn hinzutritt, geistig werde, ebenso die Liebtätigkeit; allein niemand wußte bis jetzt den Unterschied, der zwischen dem natürlichen und dem geistigen Glauben, und der natürlichen und geistigen Liebtätigkeit statthat, und deshalb soll dieses große Geheimnis enthüllt werden. Es gibt zwei Welten, die natürliche und die geistige, und in beiden Welten ist eine Sonne, und aus beiden Sonnen geht Wärme und Licht hervor; allein die Wärme und das Licht aus der Sonne der geistigen Welt haben Leben in sich, und das Leben haben sie vom Herrn, Der in der Mitte jener Sonne ist. Wogegen die Wärme und das Licht aus der Sonne der natürlichen Welt kein Leben in sich haben, sondern den beiden vorigen zu Behältern dienen, wie die werkzeuglichen Ursachen ihren Hauptursachen zu dienen pflegen, zum Behuf der Weiterbeförderung derselben zu den Menschen. Man muß also wissen, daß die Wärme und das Licht aus der Sonne der geistigen Welt es sind, aus denen alles Geistige stammt; denn sie sind geistig, weil Geist und Leben denselben innewohnen; daß aber die Wärme und das Licht aus der Sonne der natürlichen Welt es sind, aus denen alles Natürliche stammt, das an sich betrachtet ohne Geist und Leben ist. Da nun der Glaube auf das Licht, und die Liebtätigkeit auf die Wärme Bezug hat, so ist offenbar, daß, inwieweit der Mensch im Licht und der Wärme ist, die aus der Sonne der geistigen Welt hervorgehen, insoweit er im geistigen Glauben und in der geistigen Liebtätigkeit ist; daß hingegen inwieweit er im Licht und in der Wärme ist, die aus der Sonne der natürlichen Welt hervorgehen, insoweit er im natürlichen Glauben und in der natürlichen Liebtätigkeit ist. Hieraus erhellt, daß, so wie das geistige Licht inwendig im natürlichen Licht, als in seinem Aufnahmegefäß oder Behältnis, und in gleicher Weise die geistige Wärme inwendig in der natürlichen Wärme ist, so auch der geistige Glaube inwendig im natürlichen Glauben, und in gleicher Weise die geistige Liebtätigkeit inwendig in der natürlichen Liebtätigkeit ist; und dies geschieht in dem Grad, in welchem der Mensch aus der natürlichen Welt in die geistige Welt fortschreitet; und er schreitet fort, so wie er an den Herrn glaubt, Der das Licht, der Weg, die Wahrheit und das Leben selbst ist, wie Er selbst lehrt. Weil dem so ist, so ist offenbar, daß der Mensch dann, wenn er im geistigen Glauben ist, auch im natürlichen Glauben ist; denn der geistige Glaube ist, wie gesagt, inwendig im natürlichen Glauben, und weil der Glaube Sache des Lichtes ist, so folgt, daß durch diese Einpfropfung das Natürliche des Menschen wie durchsichtig wird, und daß es, je wie es mit der Liebtätigkeit verbunden wird, eine schöne Färbung bekommt; die Ursache ist, weil die Liebtätigkeit einen roten und der Glaube einen glänzend weißen Schein hat. Die Liebtätigkeit hat einen roten Schein von der Flamme des geistigen Feuers, und der Glaube einen weißen Schimmer vom Glanz des Lichtes von daher. Das Gegenteil erfolgt, wenn das Geistige nicht inwendig im Natürlichen, sondern das Natürliche inwendig im Geistigen ist, und dies geschieht bei Menschen, die den Glauben und die Liebtätigkeit verwerfen. Bei diesen ist das Innere ihres Gemüts, in dem sie sind, wenn sie sich selbst überlassen denken, höllisch, und sie denken auch aus der Hölle, obgleich sie es nicht wissen. Das Äußere ihres Gemüts hingegen, aus dem sie mit den Genossen in der Welt reden, ist wie ein geistiges, jedoch ganz voll von solchem Unreinen, dergleichen in der Hölle ist, weshalb solche in der Hölle sind; denn sie sind jenen ersteren gegenüber in einem umgekehrten Zustand.

361. Weiß man also, daß das Geistige inwendig im Natürlichen ist bei denen, die im Glauben an den Herrn und zugleich in der Liebtätigkeit gegen den Nächsten sind, und daß daher das Natürliche bei ihnen durchsichtig ist, so folgt, daß der Mensch insoweit weise ist in geistigen Dingen, und infolgedessen auch insoweit in natürlichen Dingen; denn er sieht, wenn er denkt oder etwas liest und hört, inwendig in sich, ob es Wahrheit ist, oder nicht; er wird dies inne aus dem Herrn, von Dem geistiges Licht und geistige Wärme in die obere Sphäre seines Verstandes einfließt. Inwieweit aber beim Menschen der Glaube und die Liebtätigkeit geistig werden, insoweit wird er vom Eigenen abgezogen, und hat nicht sich, nicht Lohn und Wiedervergeltung im Auge, sondern bloß das Angenehme, die Wahrheiten des Glaubens wahrzunehmen, und das Gute der Liebe zu tun. Und inwieweit diese Geistigkeit zunimmt, insoweit wird dieses Angenehme zum Seligen; aus diesem stammt sein Heil, welches das ewige Leben heißt. Dieser Zustand des Menschen kann verglichen werden mit dem Schönsten und Reizendsten in der Welt, und wird auch im Wort damit verglichen, wie z.B. mit fruchttragenden Bäumen, und mit Gärten, in denen diese stehen; mit blumigen Gefilden; mit kostbaren Steinen; und mit Leckerbissen, sowie auch mit Hochzeiten und den alsdann stattfindenden Festlichkeiten und Ergötzlichkeiten. Wenn aber der umgekehrte Fall statthat, wenn nämlich das Natürliche inwendig im Geistigen ist, und daher der Mensch in seinem Inneren ein Teufel, und im Äußeren wie ein Engel ist, dann kann er mit einem Toten in einem Sarg, der von kostbarem Holz gemacht und vergoldet ist, verglichen werden; auch kann er verglichen werden mit einem Totengerippe, das mit Kleidern geschmückt ist wie ein Mensch und in einem prächtigen Wagen gefahren wird; sowie auch mit einem Leichnam in einem Grab, das wie ein Dianentempel gebaut ist. Ja sein Inneres kann gleichgesetzt werden einem Knäuel von Schlangen in einer Höhle, sein Äußeres hingegen Schmetterlingen, deren Flügel mit Farben jeder Art bemalt sind, die aber an die Blätter nützlicher Bäume schmutzige Eier ankleben, von denen die Früchte derselben verzehrt werden. Ja das Innere von solchen kann verglichen werden mit einem Habicht, und ihr Äußeres mit einer Taube, und deren Glaube und Liebtätigkeit mit dem Hinfliegen des Habichts über eine fliehende Taube, die er zuletzt ermüdet, und dann auf sie niederschießt und sie verschlingt.