Zitat für einen Freund:

 

J. Lorber: 'Himmelsgaben' (Div. Themen) him2-068.htm

 

08] Der Gottmensch Jesus war wesenhaft der Vater Selbst oder die Sich mit menschlichem Fleische bekleidende Ewige Liebe und Weisheit Selbst - oder die Fülle der Gottheit leibhaftig.


09] Das ausgesprochene »Wort« des Gottmenschen Jesus oder dessen Lehre aber ist der »Sohn«.


10] Da aber der Vater schon von Ewigkeit her wußte, was Er tun wird, so war ja der Gottmensch Jesus auch schon von Ewigkeit her »im Vater«, manifestierte Sich aber als »Gottmensch« erst dann leibhaftig, da Sich der Vater Selbst offenkundig ausgesprochen hatte!
11] Sagt Mir, begreift ihr etwa jetzt noch nicht, wie der Sohn und der Vater eines und dasselbe sind? - Solltet ihr aber jedoch noch Skrupel haben, da seht auf den Geist, der muß euch ja in alle Wahrheit leiten!


12] Denn derselbe Geist, der da ewig war im Vater (der da ist der urewige Grundgedanke oder die ewige reinste Liebe Selbst) - ist ja doch auch sicher in des Vaters ausgesprochenem »Worte«. Wo aber ein Geist, da wird ja doch etwa wohl auch eine und dieselbe Wesenheit sein! Wenn es nicht also wäre, wie hätte da der Gottmensch Jesus von Sich aussprechen können
: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben! Niemand kommt zum Vater denn durch Mich!« {joh.14,06} - was soviel heißt als: Ich bin die Liebe oder der Vater, und die ewige Weisheit oder Gott Selbst, oder der Geist und das ausgesprochene Wort, oder das ewige Leben Selbst, in welchem da wohnt alle Fülle der Gottheit leibhaftig!


13] Da es aber also ist, saget, auf welchem andern Wege kann jemand zum Vater gelangen, wenn er sich vom selben nicht ergreifen und ziehen läßt, darum er hat die Freiheit des eigenen Willens!?


14] Wer sonach das vom Vater ausgesprochene Wort tätig oder lebendig in sich aufnimmt, der nimmt dann ja auch den Sohn auf. Wer aber den Sohn in sich aufgenommen hat, der wird ja etwa doch den Vater auch aufnehmen, da der Sohn und der Vater eines und dasselbe sind!


15] Wer aber somit Sohn und Vater in sich aufgenommen hat, der wird doch auch sicher den »Geist« oder das »Licht«, das da ist gleich wie im Vater also auch im Sohne, in sich haben und wird aus diesem Geiste sein »in aller Wahrheit«, und das zwar aus dem ganz einfachen Grunde, weil es außer diesem Lichte kein anderes Licht mehr gibt und alles Licht somit nur diesem alleinigen Lichte entstammt. - Wer aber in dem Lichte ist, der ist auch im Vater durch den Sohn.

 

Sicher hat unser himmlischer Vater in Jesus gesagt, daß Er das Leben ist. Er teilt sich so also auch allen Menschen mit, auch den Menschen der östlichen Relegionen. Aber dort wird Jesus in der Regel nur als ein Meister unter anderen Meistern anerkannt. Dort gibt es viele Gurus und jeder von ihnen wird dort auf die Stufe von Jesus gestellt.

Dein Gedicht ist sehr schön und es könnte so von allen Menschen gelesen werden. Es spricht sie alle an.

Natürlich können wir uns auch mit den östlichen Religionen befassen, wie es jetzt ja auch sehr viele Menschen hier in der westlichen Welt tun. Hier versagen unsere Kirchen, weil die Pfarrer und Priester ja selbst nicht mehr wissen, worauf es ankommt. Dort wird die Neuoffenbarung, insbesondere durch Jakob Lorber, nicht angenommen. Sie können den Menschen, die christlichen Glaubens sind, sich aber mit den östlichen Religionen befassen, nicht sagen, daß die östlichen Meister nur die erste Stufe der Wiedergeburt erreichen. Sicher ist dies sehr viel. Die östlichen Meister sprechen vom "Nirwana". Hier verlieren sie sich im Meer des Allgeistes. Und was ist dieses Meer? Es ist die von Seiner Liebe ausstrahlende Weisheit. Die Gurus streben also dieses Nirwana oder Seine göttliche Weisheit an. Sicher wird auch dort viel von der Liebe gesprochen. Aber wer diese Liebe ist, wissen sie nicht. Sie verlieren sich im Nirwana, in Seiner Weisheit und sind in ihr glücklich. Natürlich können wir dies auch sein, wenn wir die erste Stufe der Wiedergeburt erreicht haben. Was ist sie? Diese erste Stufe erreicht auch der christliche Mensch.

Beim Fall aus Seinen Himmeln mußte unser himmlischer Vater alle Menschen in Sein Gericht stellen. Denke bitte daran, daß alle Materie verdichteter Geist ist.

Hier gibt es ein wunderbares Bild:

 

 

Diese Träne weinte unser himmlischer Vater in Jesus als Seine Vaterliebe den gefallenen Geistern nacheilen mußte, damit sie sich nicht für immer verlieren. Seine Liebe ist diese Sonne, die Du oben im Bild siehst und die Träne ist die gesamte sichtbare materielle Schöpfung, die zum in unteren Teil dieses Bildes vom Vater gestaltet wird, umfangen von Seiner Weisheit und gerichtet in der festen Materie. Das "Nirwana" sind die aus der Sonne flammenden Strahlen. Eine Rückkehr in Seine Himmeln bedeutet Nirwana nicht. Denn diese Strahlen oder diese Weisheit ist noch keine Vereinigung mit Seiner Liebe. In Seinen Himmeln sind Liebe und Weisheit nicht getrennt. Deswegen spricht Jesus auch: "Niemand kommt zum Vater denn durch Mich!« {joh.14,06}."

Die geistige Wiedergeburt, die der christliche Mensch mit Jesus erreichen kann, sollte das Ziel aller Menschen sein. Und in der geistigen Wiedergeburt geht unser vom Vater erhaltener Geist, der ein Weisheitsgeist ist, in Seinen Liebegeist ein. Hier kehren wir wieder in Seine Himmel ein und sind mit dem Vater wieder vereint. Erst dann sind wir wieder Seine Ebenbilder. Seine heimgekehrten in der Träne verlornenen Kinder. Erst dann erhebt Er Seine Kinder zu Seinesgleichen, zu kleinen Göttern neben Ihm.