Freitag, 5. September 2008 8:21 Uhr M

Die Stimme der Nächstenliebe

1.      Jeder Mensch hat es gelernt, sich mit sich selbst zu besprechen und niemand bezweifelt, daß dies funktioniert, denn dazu habe Ich den Menschen geschaffen, damit er sich mit sich und anderen bespricht, daß er daraufhin sein Leben erkennt und in seinem Leben Mich Selbst entdeckt, Meine Liebe entdeckt und sie auch im anderen wahrnimmt und annimmt. Wenn sich der Mensch allein mit sich befaßt, so ist das die Eigenliebe, die ihn von anderen trennt, und wenn er sich ausschließlich mit den anderen befaßt, so ist das auch nicht klüger, denn dann erschöpft er sich, weil er diese "anderen" in sich ertragen muß. Doch wenn der Mensch sich als Kind des großen Schöpfers begreift und er voll Liebe und Achtung auf dessen Werke - und hier besonders auf den Nächsten blickt - dann wird diese Liebe in seinem Herzen fühlbar stärker, und die ewige Gottheit als Richter wird sich ihm gegenüber wandeln, und der allmächtige Vater tritt aus dieser allmächtigen Gottheit hervor und wird zum demütigen und ihn über den Tod hinaus liebenden Vater Jesus, und erst dann ist der geeignete Zeitpunkt, sich ohne Verletzungen der Seele des Nächsten anzunehmen.

2.      Wenn der Mensch sich mit sich selbst bespricht, dann lebt die Gottheit in dieser Form der Ich-Ansprache noch nicht als bewußte Vaterliebe, denn die Nächstenliebe, welche alle Menschen im Herzen verbindet, ist sich in diesem Menschen ihrer Gegenwart noch nicht bewußt, dafür ist dem Menschen jedoch die Ich-Liebe bewußt, denn noch am Ende der ersten Kindheitsphase zum Übergang in die 2. Phase im Alter von 7-10 Jahren hat sich das Ich gebildet, und das Kind erkennt, mit wem es sich bespricht, nämlich mit sich selbst. Und gerade bei dieser so überaus wichtigen Bildung des Ich-Gefühls erlebt das Kind die Trennung von den Eltern, von den Geschwistern noch nicht völlig und tut sich dabei auch sehr schwer, sein Ich vom Nächsten abzugrenzen, denn innerhalb seiner Ichliebe leben ja auch seine Nächsten und mit diesen fühlt das Kind noch mit. Soweit es sich um die geistige Liebe handelt, die das Kind von seiten seiner ihm Nahestehenden bekommt, insoweit ist das Kind im Herzen auch mit ihnen verbunden, und so ist bei der Ichbildung der Seele denn auch schon die gewisse Verbindung zum Herzen - und damit zu Mir - auch gewährleistet.

3.      In der geschlechtlichen Liebe, so wie sie in der Gegenwart in der Beziehung der Eltern vorherrscht, fehlen dem Kinde diese notwendigen Gefühle und Identifikationsstrukturen mit seinen Eltern und Geschwistern etc., und das Ichgefühl des Kindes bleibt dann mehr auf sich selbst begrenzt. Würde hingegen die geistige Liebe sich durchsetzen, so wäre schon bei der Bildung des Ichgefühls und dieser daraus folgenden Ich-Einsprache der Nächste in diesem Ich enthalten und das Ich des Kindes wäre nicht stärker als das Du des anderen. "Ich" und "Du" wären mehr eine Einheit, die sich im daraus erfolgenden "Wir-Gefühl" sehr deutlich zeigt. Die Bildung des "Wir-Gefühls" hängt also wesentlich von der Qualität der geistigen Liebe in der Phase der Kindheitsentwicklung ab und steht als Begriff der Familie im Vordergrund.

4.      Erlebt solch ein Kind mit einem ausgeprägten "Wir-Gefühl" im weiteren Verlauf noch diese edle, weil göttliche Nächstenliebe im Nächsten, dann erhält der Nächste, durch die gewisse Einsprache im Herzen, ein gewisses Mitspracherecht innerhalb des Ichgefühls des Kindes und jetzigen Heranwachsenden. Das Herz ist dann die Begegnungsstätte zwischen der Ich-Liebe und der Nächstenliebe. Bleibt die Nächstenliebe deutlich und gibt der Heranwachsende in seinem Bemühen der selbstlosen Nächstenliebe nicht nach, so wird das "Wir-Gefühl" immer stärker, und solch ein Mensch fühlt sich eingebettet in der Liebe von und zu seinen Nächsten. Bleibt darüber hinaus durch die verantwortungsvolle Erziehung der Eltern diese Nächstenliebe in der direkten Beziehung auch zum Schöpfer, so daß das Kind und auch der spätere Jugendliche dann die allmächtige Gottheit erkennt und als Vater lieb hat, dann wird sich diese Liebe in ihm auch als "sprechend" äußern.

5.      Die Nächstenliebe ist dann ebenso sprechfähig geworden, wie es die Ich-Liebe tut. Doch diese zweite Liebe ist eigentlich die erste, die verloren gegangene Liebe durch den Fall in die Materie, und sie ist heute überaus selten, weil eben die Materie so wichtig geworden ist und deshalb nur höchst selten der reinen Nächstenliebe in Jesus gedacht wird. Spricht jedoch die reine Nächstenliebe im Herzen des Menschen, so ist sie stärker, deutlicher und in der Wahrheit weitaus wirklicher als die sich im Verstande besprechende Ich-Liebe. In Wahrheit sollte der Mensch solch eine bewußt ihn ansprechende Nächstenliebe als väterliche Einsprache Gottes besitzen, und diese Einsprache würde ihn auf die Fallstricke des Alltags aufmerksam machen und ihn beschützen, aber die durch die geschlechtliche Einwirkung gebildete Ich-Liebe hat den Menschen davon abgehalten, einmal diese Verbindung zum "Du" des Nächsten und dann zum "Wir-Gefühl" zu erleben, und zum zweiten ist es dann nicht mehr möglich, zur bewußten Einsprache der Nächstenliebe als der Stimme Gottes in sich zu gelangen.

6.      Gott, der sich als ureigenster Nächster der Seele dem Menschen zuneigt, wird keinem Raum mehr gegeben, weil die fleischliche Liebe stärker als die geistige Liebe geworden ist, und somit hat der Mensch nur noch die Stimme seiner Wünsche und Triebe in sich und ist von daher von Mir und von seinem Nächsten getrennt.

7.      Will er die Einheit, so muß er den Prozeß der Spaltung in seinem Bewußtsein umkehren und den Nächsten wieder mehr als sich selbst ansehen, um über das nötige "Wir lieben uns!" wieder zur göttlichen Nächstenliebe zu gelangen.

Amen. Amen. Amen.

Montag, 8. September 2008                         8:05 Uhr         M

Schmerzende Seele – Bildung des Ichgefühls

  1 Ist bei der Bildung des Ichgefühls also die Eigenliebe durch die Ichbezogenheit der Eltern sehr stark gegenwärtig, so lernt das Kind sehr früh mit sich selbst zu fühlen und ist im ersten Moment erstaunt über die neue Wahrnehmung und ist andererseits auch fasziniert von den Möglichkeiten und bildet dabei innere Wahrnehmungsmuster, und ähnlich wie ein Schauspieler erprobt das Kind nun diese neuen Möglichkeiten seiner Ich-Wahrnehmung mehr oder weniger gezielt.

  2 Aber genau in diesem Moment, der zu frühen Ichbildung aufgrund des Mangels an geistiger Liebe, fühlt das Kind sein eigenes Fleisch. Es fühlt die Wünsche und Begierden seines Fleisches und gibt ihnen insoweit nach, wie durch diese mangelhafte und völlig unverantwortliche Erziehung seitens der Eltern dieser Trieb der in die Sinnlichkeit gefallenen Geister noch verstärkt wird, anstatt ihn durch die gerechte Strenge und nötige Disziplin aus dem Blute der Kinder zu vertreiben, noch bevor sich diese nun neu gebildete Eigenliebe in ihrer Wahrnehmung als sich selbst befriedigende und sich somit selbstgenügende Liebe begreift und im Gehirn einen festen Platz beansprucht.

  3 Ist diese Eigenliebe im Ich-Anteil des Kindes so ausgebildet, daß es sich zu früh als eigenständiges Ich begreift und die Trennung von seinen Nächsten sehr schnell vollzieht, so rutscht es damit automatisch in die geschlechtliche Selbstliebe zurück und nimmt dann auch sein eigenes Geschlecht als für die Liebe bestimmend an und erprobt in den folgenden Jahren seiner jugendlichen Phase die Reflektionen der Umgebung auf sein von ihm selbst mehr und mehr gestaltetes Ich und fühlt sich dann in seinem Körper immer behaglicher, wohingegen ein Geistkind sich kaum von seinen Nächsten zu trennen vermag und sich in dieser Körperwelt als fremd und deplaziert vorkommt.

  4 Ein Geistkind hat immer größere Schwierigkeiten sich von seinen Nächsten abzugrenzen als solch ein Kind der zu frühen Geschlechtigkeit. Durch diese zu frühe Wahrnehmung des eigenen Fleisches sind allerdings auch die Dämonen des Fleisches erwacht - Dämonie deshalb, weil im Fleische noch alle Begierden der gefallenen Schöpfung als Absonderung von Mir im Lust- und Angstprinzip liegen - und das Kind erlebt dann nicht die Stimme des Geistes, also nicht die Stimme der Nächstenliebe als eine gewisse innere Korrekturphase gegenüber seinem Triebleben, sondern es hört in sich die Stimme der Begierden und es zeigt sich in seinem Gehirn, bei genügender Manifestation dieses Zustandes, dann auch schon eine krankhafte Veränderung, welche die Nerven des Kindes ständig überreizt und welche die Außenwelt förmlich zwingen will, seiner schwachen Seele sehr viel Zuwendungen an Liebe und Aufmerksamkeit zu gewähren, und somit ist solch ein Kind ein allerstärkster Räuber der Nächstenliebe, ist ein Betrüger am Geist des Nächsten und wird von seinen inneren Stimmen als Stimme der Begierde beherrscht.

  5 Kurz und gut: Die Dämonen des Fleisches haben sich vorerst durchgesetzt und eine wie immer geartete Form der Nächstenliebe ist solch einem Kinde schwer möglich, denn sein Fleisch schreit nach mehr Fleisch. Sind einmal die Gehirnstrukturen so ausgebildet, daß die Pyramidentäfelchen nichts Geistiges aus der Nächstenliebe erkennen, dann bleibt nur die Sichtweise der Sinne in die grobe Materie und dieser Mensch wird ein grober Genießer des Fleisches und ein Verächter Meiner Worte und Werke. Durch die Geistliebe wird das verhindert, wenn aber diese fehlt, so ist es ohne hinreichende Demütigung nicht möglich, sich im weiteren Verlaufe seines Lebens dieser Nächstenliebe zu bemächtigen, und so muß, will der Mensch zum ewigen Leben erstehen, die Dämonie des Fleisches bezwungen werden.

  6 Die Eigenliebe sieht sich selbst als Nächsten und will sich durch den Genuß der körperlichen Sinne diese Liebe auch weiterhin zugänglich machen und zieht jeden anderen Menschen in die eigene Sphäre und wird dadurch zum sinnlichen Genießer und Mißbraucher seiner Nächsten. Es findet eine sich auf seelischer Weise zeigende Vergewaltigung des Nächsten statt und der puren Sinnenlust sind alle Tore der Seele weit geöffnet. Würde die geistige Liebe vorherrschen, so würde ein Bruchteil an dieser Liebe schon genügen, damit solch ein Mensch selig wäre, doch dem Triebmenschen würde auch das Hundertfache dieser Liebe nicht genügen und so wird konsumiert und im großen Maßstab verbraucht, was den anderen gestohlen und sich selbst zugeführt wird.

  7 Die durch diese Ich-Liebe erstarkten Dämonen brauchen ungleich mehr an Nahrung, an sinnlichen Erfahrungen und Aufmerksamkeiten als es der Mensch benötigt, den sie besetzt halten, aber dadurch, daß sie selbst diese Ressourcen verbrauchen und sie dem Menschen vorenthalten, in welchem sie sich tummeln, hat dieser Mensch noch immer das Gefühl eines Mangels, denn seine Seele bekommt ja nichts Geistiges, sondern beinahe alles wird durch die sich in einer Erregung befindlichen Nerven aufgebraucht, denn dort, an der Nahtstelle zwischen Seele und Körper sind diese Triebgeister beheimatet und sie nehmen, wenn die ihnen zugeführte Nahrung dann nicht mehr ausreicht, die Ressourcen des Körpers in Anspruch und schwächen damit letztendlich den Körper, den sie doch erhalten sollen und die Krankheit der Seele tritt nach außen als Krankheit des Körpers auf.

  8 Dem allerdings noch reinen Geist im Herzen der Seele eines solchen von Dämonen beherrschten Menschen gelingt es immer weniger sich kundzutun, und damit gibt es irgendwann auch keine Tat der Nächstenliebe mehr, und dieser Mensch gelangt immer tiefer in die Sphäre der geistigen Umnachtung, bis letztendlich der Geist im Seelenherzen als völlig isoliert seine Aktivitäten nach außen einstellt, was sich dann als Irrsinn oder Wahnsinn desjenigen zu erkennen gibt. Damit dieser irrsinnige Zustand nicht eintritt oder zumindest so weit es geht vermieden wird, sind von Mir aus hinreichende Vorkehrungen getroffen, daß durch Krankheiten und Demütigungen aller Art sich der Geist in der Seele noch mitteilen kann. Aber wenn der betreffende Mensch auch davon nichts wissen will und wider die Gottheit in seiner Brust streitet, so ist ihm der Platz in der Finsternis sicher und sein Geist legt sich vollends zum Seelenschlafe im Herzen nieder, und der niedere und finstere Geist Satans bemächtigt sich seiner Seele und versucht durch allerlei List und Lüste, Meinen Geist für bleibend auszuschalten.

  9 Das gelingt freilich niemals, denn einmal kommt die Zeit, an welchem dieses Lustgefühl der drangsalierten und versklavten Seele nicht mehr reicht und die solcherart geknebelte Seele erkennt, daß sie bar aller Seligkeit nur auf der untersten Stufe des tierhaften Daseins ihr Leben fristet, und dann ist der Punkt erreicht, wo Meine Helfer ein offenes Herz vorfinden und wo die Einflüsse der bösen Geister überwunden werden. Während Mein Geist untrennbar im Herzen der Seele lebt, denn sonst gäbe es ja kein Leben, ist der Geist aus der Materie des Habenwollens und des Genußtriebes nur oberflächlich auf die Ich-Struktur aufgesetzt und kann deshalb leicht durch die besagte Nächstenliebe wieder vertrieben werden, doch ohne sie gelingt es nicht, weil in dieser Nächstenliebe, wie schon gesagt, ja Meine göttliche Allmacht waltet.

  10 Darum, Meine lieben Kinder, wenn ihr euch von der Isolation der geschlechtlichen Liebe befreien wollt, so müßt ihr die geistige Liebe wieder stärker in den Mittelpunkt eurer Bemühungen setzen und die in der Kindheit unvollständig ausgebildete Ich-Struktur nun endlich mit der notwendigen Nächstenliebe vervollständigen, sonst bleibt ihr dort noch immer in eurer kindlichen Unreife stehen, oder anders gesagt, sonst werdet ihr noch immer von dämonischen Triebkräften beherrscht.

Amen. Amen. Amen.