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Neuoffenbarer

Im Unterschied zu spiritistischen Jenseitsbotschaften, als deren Quelle geschöpfliche Geistwesen gelten, tragen Neuoffenbarungen einen höheren Anspruch in sich. Mit diesem Sammelbegriff werden Botschaften bezeichnet, die auserwählte Menschen – Mittlerpersonen, „Werkzeuge“ – direkt von Gottvater, Jesus Christus oder Engeln in Vision, Hördiktat oder über eine innere Stimme empfangen und niedergeschrieben haben.

Der Anspruch von Neuoffenbarungen wendet sich gegen die kirchlich-traditionelle Auffassung, dass der biblische Kanon abgeschlossen ist. Die neuen Kundgaben, „das Licht aus den Himmeln“, soll die biblische Botschaft ergänzen, korrigieren oder überbieten. Den Auftakt für den neuzeitlichen Empfang neuer Offenbarungen bilden die Niederschriften des schwedischen Visionärs Emanuel Swedenborg (1688-1772). Seine Jenseitsschau hat weitere Kundgaben „aus den höchsten Himmeln“ angeregt und beeinflusst. Große Wirkung hat auch das Schrifttum bzw. die „Neuoffenbarung“ Jakob Lorbers (1800-1864) entfaltet, der sich auf das sog. „innere Wort“ berief. Nach seinen Aussagen würde es sich dabei um eine innere göttliche Stimme in der Nähe des Herzens handeln. In der Tradition des „inneren Wortes“ stehen weitere Neuoffenbarer des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.

Um das zum Teil sehr umfangreiche Schrifttum von Neuoffenbarern des 19. und 20. Jahrhunderts haben sich bis in unsere Zeit Kreise und Gemeinschaften gesammelt. Sie sind weitgehend lose organisiert und werden deshalb als Neuoffenbarungsbewegungen bezeichnet. Ihre Anhänger messen den jeweiligen Niederschriften eine besondere Offenbarungsqualität zu oder erheben sie in den Rang von „Nebenbibeln“. Darüber hinaus erblicken sie in den neuen Mitteilungen Ausdrucksformen des fortschreitenden Offenbarungshandelns Gottes. Zur Begründung wird auf die biblische Verheißung in Joh 14,26 verwiesen. Die Neuoffenbarungen gelten deshalb als unmittelbar geistgewirkt. Die Anhänger von Neuoffenbarungen, die sich untereinander auch „Geistgeschwister“ nennen, folgern daraus, dass von Zeit zu Zeit für die Menschen neue Offenbarungen erfolgen müssen, um die Menschheit in der Wahrheit zu leiten: „Wie ein Lehrer seinen Schülern in der ersten Klasse nur wenige grundlegende Dinge sagen und ihnen erst mit ihrem Älter- und Reiferwerden von Klasse zu Klasse mehr beibringen kann, so kann es auch Gott mit uns Menschen nicht anders machen.“ (www.lebensstufen.de)

Mitunter haben Neuoffenbarungen auch zum Entstehen von relativ fest organisierten Gruppen (Lichtkreis Christi) oder – wie im Fall der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben (zuvor Heimholungswerk Jesu Christi) – von Neureligionen mit religionsvermischenden Elementen (Karma- und Reinkarnationsvorstellungen) geführt.

Wesentliche Kennzeichen von Neuoffenbarungen sind:

• Die Kundgaben sind in der 1. Person Singular abgefasst. Gott bzw. Christus als Sprecher der Worte werden im Text durch Großbuchstaben wie z.B. „ICH sage euch...“ oder „MEIN Wort“ hervorgehoben.

• Die meist umfangreichen Mitteilungen gehen über die Bibel hinaus und beanspruchen universale Geltung und Exklusivität. Von ihren Anhängern werden sie zu einer überzeitlichen und damit nicht hinterfragbaren Wahrheit hochstilisiert.

• In epischer Breite entfalten die Neuoffenbarungstexte Sinn und Zweck einer geistigen „Urschöpfung“ und geben detailliert Auskunft über das Leben in den jenseitigen Bereichen.

• Neuoffenbarungen beziehen sich auf die Bibel, doch sie wollen sie prinzipiell überbieten. Vereinzelt werden verlorene Briefe oder Evangelien aus dem frühen Christentum „neu offenbart“.

• In den Schriften wird im gnostisierenden Sinne zwischen einer geistigen und einer materiellen Schöpfung unterschieden, wobei letztere das Ergebnis des Sündenfalls darstellt.

• Die Rolle Jesu bleibt in Neuoffenbarungen meist auf die eines Lehrers bzw. Übermittlers weiterführender Erkenntnisse beschränkt.

• Neuoffenbarungen üben meist Kritik am Erscheinungsbild der zeitgenössischen Kirchen.

 

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Zum Glaubenbekenntnis der Kirchen:

 

 

In der roten Phase sagt Jesus als Mensch: Mein Vater ist größer als ich. Er betet in dieser Phase zum Vater.

Denken wir an die Himmelsgaben. Dort gibt es einen Artikel über den sehr Schwachen. Dies wird auf die rote Phase bezogen.

Für das Vorleben des Vaters musste Er sich von Seiner Liebe trennen und kam als Weisheit zur Erde, inkarnierte nur Seinen Weisheitsanteil.

Er bestand alle Lebensprüfungen und konnte mit Seinem irdischen Tod Liebe und Weisheit wieder versöhnen, vereinen.

 

Dies hat Er für uns vorgelebt.

In der „Geistigen Sonne“ sagt Er uns, was der Name Jesus bedeutet, den Er schon ewig getragen hat. Diese Stelle habe ich mehrfach zitiert.

 

Unser himmlischer Vater ist nicht personenlos!

Für den ersten Menschen war Er unsichtbar, aber nicht personenlos. Er hieß auch für Adam bereits Jesus.

Wer nicht Christ ist, nennt den Vater Jesus anders, weil ihm die Neuoffenbarung fehlt.

Ja als Wiedergeborene handelt Jesus durch den Wiedergeborenen. Aber Er kann hierzu auch Personen auswählen, die es noch nicht sind, wie Jakob Lorber u.a

 

 

Aus der Geistigen Sonne, 2. Band:

 

13. Kapitel: Jesus, der Name aller Namen und Wirkung dieses Namens. Geheimnis der Menschwerdung Gottes in Jesus.   01] Ihr fragt: Wie werden wir Feuer unserem Herzen entlocken, damit wir mit demselben dieses Holz entzünden möchten? - O Brüder und Freunde! Welch eine Frage von euch! Ist denn nicht ein einziger Gedanke an Jesum hinreichend, um das Herz für ihn überhell aufflammen zu machen? - O Brüder und Freunde! Könntet ihr es fassen, was dieser Name aller Namen besagt, was er ist, und welch eine Wirkung in ihm, ihr müßtet ja augenblicklich in eine so mächtige Liebe zu Jesu übergehen, deren Feuer hinreichend wäre, ein ganzes Heer von Sonnen zu entzünden, daß sie darob noch ums Tausendfache heller flammen möchten in ihren endlos weiten Raumgebieten, als solches bis jetzt der Fall ist.


   02] Ich sage euch: Jesus ist etwas so ungeheuer Großes, daß, so dieser Name ausgesprochen wird, die ganze Unendlichkeit von zu großer Ehrfurcht erbebt. Sagt ihr: Gott, so nennt ihr zwar auch das allerhöchste Wesen; aber ihr nenn Es in seiner Unendlichkeit, da Es ist erfüllend das unendliche All und wirkt mit Seiner unendlichen Kraft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Aber in dem Namen jesus bezeichnet ihr das vollkommene, mächtige, wesenhafte Zentrum Gottes, oder noch deutlicher gesprochen:
   03] Jesus ist der wahrhaftige, allereigentlichste, wesenhafte Gott als Mensch, aus dem erst alle Gottheit, welche die Unendlichkeit erfüllt, als der Geist Seiner unendlichen Macht, Kraft und Gestalt gleich den Strahlen aus der Sonne hervorgeht. - Jesus ist demnach der Inbegriff der gänzlichen Fülle der Gottheit oder: In Jesu wohnt die Gottheit in ihrer allerunendlichsten Fülle wahrhaft körperlich wesenhaft; darum denn auch allezeit die ganze göttliche Unendlichkeit angeregt wird, so dieser unendlich heiligst erhabene Name ausgesprochen wird!


   04] Und dieses ist zugleich auch die unendliche Gnade des Herrn, daß Er sich hatte gefallen lassen, anzunehmen das körnerlich Menschliche. Warum aber tat Er dieses? Höret, ich will euch nun ein kleines Geheimis enthüllen!


   05] Vor der Darniederkunft des Herrn konnte nimmerdar ein Mensch mit dem eigentlichen Wesen Gottes sprechen. Niemand konnte dasselbe je erschauen, ohne dabei das Leben gänzlich zu verlieren, wie es denn auch bei Moses heißt: »Gott kann niemand sehen und leben zugleich!« Es hat sich zwar der Herr in der Urkirche, wie auch in der Kirche des Melchisedek, zu der sich Abraham bekannte, wohl öfter persönlich gezeigt und hat gesprochen mit Seinen Heiligen und Selbst gelehrt Seine Kinder. Aber dieser persönliche Herr war eigentlich doch nicht unmittelbar der Herr Selbst, sondern allzeit nur ein zu diesem Zwecke mit dem Geiste Gottes erfüllter Engelsgeist.
   06] Aus solch einem Engelsgeiste redete dann der Geist des Herrn also, als wenn unmittelbar der Herr Selbst redete. Aber in einem solchen Engelsgeiste war dennoch nie die vollkommenste Fülle des Geistes Gottes gegenwärtig, sondern nur insoweit, als es für den bevorstehenden Zweck nötig war.


   07] Ihr könnt es glauben: in dieser Zeit konnten auch nicht einmal die allerreinsten Engelsgeister die Gottheit je anders sehen als ihr da seht die Sonne am Firmamente. Und keiner von den Engelsgeistern hätte es je gewagt, sich die Gottheit unter irgendeinem Bilde vorzustellen, wie solches auch noch unter Mosis Zeiten dem israelitischen Volke auf das strengste geboten wurde, daß es sich nämlich von Gott kein geschnitztes Bild, also durchaus keine bildliche Vorstellung machen sollte.
   08] Aber nun hört: Diesem unendlichen Wesen Gottes hat es einmal wohlgefallen, und zwar zu einer Zeit, in welcher die Menschen am wenigsten daran dachten, sich in Seiner ganzen unendlichen Fülle zu vereinen und in dieser Vereinigung anzunehmen die vollkommene menschliche Natur!


   09] Nun denkt euch: Gott, den nie in geschaffenes Auge schaute, kommt als der von der allerunendlichsten Liebe und Weisheit erfüllte Jesus auf die Welt!
   10] Er, der Unendliche, der Ewige, vor dessen Hauche Ewigkeiten zerstäuben wie lockere Spreu, wandelte und lehrte Seine Geschöpfe, Seine Kinder, nicht wie ein Vater, sondern wie ein Bruder!


   11] Aber das alles wäre noch zu wenig. Er, der Allmächtige, läßt sich sogar verfolgen, gefangennehmen und dem Leibe nach töten von Seinen nichtigen Geschöpfen! Sagt mir: Könntet ihr euch eine unendlich größere Liebe, eine größere Herablassung denken, als diese, die ihr an Jesu kennt?!


   12] Durch diese unbegreifliche Tat hat Er alle Dinge des Himmels anders gestaltet. Wohnt Er auch in Seiner Gnadensonne, aus welcher das Licht allen Himmeln unversiegbar zuströmt, so ist Er aber dennoch ganz derselbe leibhaftige Jesus, wie Er auf der Erde in all Seiner göttlichen Fülle gewandelt ist als ein wahrer Vater und Bruder, als vollkommener Mensch unter Seinen Kindern gegenwärtig. Er gibt all Seinen Kindern alle Seine Gnade, Liebe und Macht und leitet sie Selbst persönlich wesenhaft, endlos mächtig zu wirken in Seiner Ordnung!


   13] Ehedem war zwischen Gott und den geschaffenen Menschen eine unendliche Kluft, aber in Jesu ist diese Kluft beinahe völlig aufgehoben worden; denn Er Selbst, wie ihr wißt, hat uns dieses ja doch sichtbar angezeigt, fürs erste durch Seine menschliche Darniederkunft, fürs zweite, daß Er uns nicht einmal, sondern zu öfteren Malen Brüder nannte, fürs dritte, daß Er mit uns aß und trank und alle unsere Beschwerden mit uns trug, zum vierten, daß Er als der Herr der Unendlichkeit sogar der weltlichen Macht Gehorsam leistete, zum fünften, daß Er sich hat von weltlicher Macht sogar gefangennehmen lassen, zum sechsten, daß Er sich sogar durch die weltlich mächtige Intrige hat ans Kreuz heften und töten lassen, und endlich zum siebenten, daß Er Selbst durch Seine Allmacht den Vorhang im Tempel, welcher das Allerheiligste vom Volke trennte, zerrissen hat!
   14] Daher ist Er auch der alleinige Weg, das Leben, das Licht und die Wahrheit. Er ist die Türe, durch welche wir zu Gott gelangen können, d.h. durch diese Türe überschreiten wir die unendliche Kluft zwischen Gott und uns, und finden da Jesum, den ewigen, unendlichen heiligen Bruder!


   15] Ihn, der es also gewollt hat, daß diese Kluft aufgehoben würde, können wir denn nun doch sicher über alles lieben!


   16] Daher, wie ich gleich anfangs gesagt habe; genügt zur Erweckung unserer Liebe zu Jesu ja doch sicher schon ein einziger Gedanke - nur Sein Name in unseren Herzen ausgesprochen sollte ewig genug sein, um in aller Liebe für Ihn zu erbrennen! Daher sprechet auch ihr in euren Herzen diesen Namen würdig aus, und ihr werdet es selbst erschauen, in welcher Fülle das Feuer der Liebe aus euren Herzen hervorbrechen wird, zu entzünden das Holz des Lebens, durch welches die Heiden genesen sollten an diesem neuen Opferaltare.


   17] Solche Heiden, wie sie einst mein Bruder Paulus bekehrte, gibt es in unserer Zeit noch gar viele; ja es gibt Heiden, die sichS »Christen« nennen, aber dabei ärger sind in ihren Herzen als diejenigen, die einst Moloch und Baal anbeteten.
   17] Wenn das Holz auf diesem Altare wird zum Brennen kommen, da erst werdet ihr in dieser aus euch selbst gerufenen Welt so manches erschauen, das ihr als jetzt noch nicht erschaut habet. Denn ich sage euch: In der Welt der Geister gibt es unergründliche Tiefen. Kein geschaffener Geist könnte dieselben je ermessen; aber wir sind im Geiste des Herrn. Sein Geist lebt, waltet und wirket in uns, und in diesem Geiste ist uns keine Tiefe unergründlich; denn niemand kann wissen, was im Geiste ist, denn allein der Geist. So kann auch niemand wissen, was in Gott ist, denn allein der Geist Gottes. - Jesus, der vereinigte Gott in aller Seiner Fülle, aber hat uns erfüllt mit Seinem Geiste. Und mit diesem Seinem Geiste in uns können wir auch dringen in Seine göttlichen Tiefen. - Also denkt auch nun den Namen aller Namen, den Heiligsten aller Heiligkeit, die Liebe aller Liebe, das Feuer des Feuers - und das Holz am Altar wird brennen!

 

 

Aus Himmelsgaben: "Der sehr Schwache"

 

Der "Sehr Schwache" (Der siebente Jünger) 234

19. Der "Sehr Schwache" 

« am: Februar 15, 2012, 03:10:07 Nachmittag »

6. Dezember 1840, Vormittag von 1/2 10 bis 3/4 12 Uhr.



[HiG.03_40.12.06] Schreibende: C. L., S., And. u. Ans. H.



[HiG.03_40.12.06] Heute offenbarte der Herr Nachstehendes durch den Mund Seines Knechtes, nachdem früher das Nebenwort „An den sehr Schwachen“ gelesen wurde:

[HiG.03_40.12.06,01] Ihr werdet alle doch wohl verstehen, daß nicht Ich als das allerhöchste Wesen, als Gott von Ewigkeit und als Vater aller Menschen, Geister und Engel solche Dinge, wie die eben erwähnten es sind, in der Wirklichkeit selber begehe, um Mir hernach in eurem Angesichte gleich einem Doppelgänger solche Vorwürfe zu machen und Mich gewisserart Selbst zu ermahnen, Mich in allem diesem zu bessern, das Ich doch niemals begangen habe. So ihr über dieses wenig Gesagte nachdenket, – wird euch nicht von selbst die fast undenkliche Frage sich aufwerfen: Ja, kann denn Gott auch sündigen, da Er doch Gott ist, wie in Seinem Heiligtume so auch in Seiner Weisheit und ebenso in Seiner Liebe? Woher demnach eine solche Beschuldigung gegen Sich Selbst? Allein, saget ihr nicht selbst, daß Meine Wege unergründlich und Mein Rat unerforschlich ist? Ja, seht, so ist es auch! Es hat von der ganzen Ewigkeit her noch nie jemand Meinem Rate beigewohnt, und keines Engels Auge wird je schauen die geheimen Wege Meiner Weisheit und Meiner Liebe.



[HiG.03_40.12.06,02] Damit ihr aber diesen siebenten Jünger wohl begreifen möget, so will Ich auf einen kurzen Augenblick eure Gefühle zurückführen in die große Zeit der Menschwerdung Meiner Liebe. Und wie von dort aus alles Licht und alle Hilfe in die Welt gekommen ist, so soll auch eben dieses Licht euch wohl erleuchten das Inwendige einer kleinen Haselnuß, die Ich, euer Vater, in diesem siebenten Jünger oder in dem Sehr Schwachen euren Zähnen zum Aufknacken unterschoben habe.

[HiG.03_40.12.06,03] So fraget auch da Meine Liebe: Du reinstes Wesen Gottes, das nie auch nur des allergeringsten fehlerhaften Gedankens fähig ist, wie ist es und wie war es möglich, Dich vom Vater zu trennen, um Dich mit allen Sünden und mit aller ihrer Scheußlichkeit auf der Welt zu beladen, um Deinem Vater oder der Heiligkeit Gottes zu erscheinen in einem ärgeren Lichte als derjenige selbst, durch den alle Bosheit in die Welt gekommen ist? – Wie konntest Du zum Mörder aller Mörder werden? Wie konntest Du zum Ehebrecher aller Ehebrecher werden? Wie konntest Du zum Lügner aller Lügner werden? Ja, wie konntest Du zum größten Verächter der Heiligkeit Gottes werden? Ja, wie konntest Du alle großen und kleinen Sünden auf Dich nehmen vom Anfange der Welt und bis ans Ende derselben, da Du doch die Liebe Gottes Selbst warst, und der Vater in Dir, wie Du im Vater, und der Gott in Dir, wie Du in Gott? Und wie konnte die Gottheit vor aller Welt aus den Himmeln bei Deiner Taufe im
Jordan zu Dir sagen: Das ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hören!? –



[HiG.03_40.12.06,04] Sehet, ihr könnt da denken, wie ihr wollt, so werdet ihr nichts Verständliches herausbringen. Und wird euch nicht, je tiefer ihr die Sache verfolgt, auch um desto rätselhafter werden, so ihr das recht ans Licht ziehet und so recht tief in euch denket, wie es möglich ist, daß gerade das allerreinste Wesen Gottes, ja das Leben in Gott Selbst, welches ist das Leben alles Lebens und das Licht alles Lichtes, sich wohl so arg beladen mochte mit dem Tode alles Todes und mit der Finsternis aller Finsternis? –



[HiG.03_40.12.06,05] Sehet, wenn ihr das begreifen könnet, so wird euch diese kleine gebotene Haselnuß so leicht verständlich vorkommen, als wäre sie ganz enthüllt vor euer Herz gelegt worden. Allein, das ist der große Schritt, den ein jeder in seinem Herzen zu machen hat und helfe, der ewigen Liebe das Kreuz tragen, damit er dereinst Teil haben möchte an dem großen Werke der bis jetzt noch immer unbegriffenen Erlösung, der Überwindung des Todes und der Auferstehung. Darum habet acht und begreifet zuerst dieses große Geheimnis, und ihr werdet darinnen jede einzelne Pore des Sehr Schwachen hell erleuchtet erblicken. –



[HiG.03_40.12.06,06] Daß die Welt von Anbeginn in allerlei Argem war, wißt ihr; –

und durch wen und wie sie in solches gekommen ist, wißt ihr auch. Aber wie die Welt in ihrem Argen hätte bestehen können vor Gott, das ist eine andere Frage. Sehet, die Welt war also tot in ihrer Bosheit und konnte sich somit unmöglich mehr selbst richten nach der unantastbaren Heiligkeit Gottes. Sie mußte daher beständig aus der Barmliebe Gottes gerichtet werden, damit sie bestehen mochte als das wenigstens, was sie war; aber saget ihr selbst, wie ist ein gerichtetes Ding, ist es tot oder lebendig? –



[HiG.03_40.12.06,07] Da kann Ich euch nichts anderes sagen, als euch mit einer Frage behilflich entgegenkommen: Ist ein Automat tot oder lebendig? Eure Antwort kann unmöglich anders ausfallen, als daß ihr saget: Ein Automat ist tot, und seine Bewegung ist nichts als eine künstliche Richtung des Mechanikers. Und sehet, gerade so verhielt es sich auch mit der argen Welt vor der Erlösung. Sie war bloß ein durch Meine Barmliebe immer gerichteter Automat. Aber so ihr einen sonst recht possierlich schönen Automaten vor euch hättet, dem die Kunst des Bildners sowohl, als die des Mechanikers alles gegeben hätte, daß ihm nichts abginge als nur das selbständige Leben, um ein Mensch in aller Vollkommenheit zu sein, – ja würdet ihr da nicht sehnlichst wünschen nicht nur das künstliche Leben diesem Automaten, sondern ein wirkliches selbständiges Leben? Und wäret ihr fähig, wie Ich es bin, so würdet ihr euch mit eurem Leben im Geiste selbst hineinziehen in den Automaten und würdet somit alle seine Mängel und innerlichen Gebrechen notwendig an euch ziehen und euch gewisserart mit denselben bekleiden.



[HiG.03_40.12.06,08] Sehet, wie war es denn nun da zu tun, da Ich nur allein das Leben bin und das Leben habe in und aus Mir, um der beständig zu richtenden Welt ein wahres freies und nicht bloß mechanisches Leben zu geben?



[HiG.03_40.12.06,09] Sehet, da mußte die Liebe sich trennen von Gott oder der urewigen heiligen Kraft, aus der sie ewig geboren ward und die Kraft Gottes ewig aus ihr. Also dieses ewige Leben aus sich selbst oder aus der urewigen Kraft Gottes mußte einen Bruch machen mit Gott und mußte sich niedersenken zur toten Welt und anziehen das Sterbliche derselben, damit das Sterbliche dadurch die Sterblichkeit verliere und wieder frei lebendig werde in und aus dem Leben aus Gott, welches ist das Leben alles Lebens, da Gott Selbst ist in diesem Leben und das Leben selbst in Gott. Und so ist aber das Leben von Gott ausgegangen, hat sich mit der Sterblichkeit des Fleisches bekleidet, damit dadurch alles Fleisch möchte frei lebendig werden in sich durch das Leben aus Gott, wie Gott Selbst lebendig ist von Ewigkeit durch dasselbe ewige Leben der Liebe in Sich. –



[HiG.03_40.12.06,10] Sehet, das ist nun das große Geheimnis, warum die Liebe Gottes im Menschen sich selbst gemacht hat zur allerartigen Verbrecherin und Sünderin, damit da nicht nur ein Fleisch, sondern alles Fleisch mit dem Leben aus Gott durchwirket werden mochte. Und diese nun so mit aller Schuld überladene Liebe mußte sich dann im Gegensatze vor der Heiligkeit Gottes vermöge der an sich genommenen allgemeinen Schuld oder Sterblichkeit eben auch bis auf den alleräußersten Punkt aller Punkte demütigen und mußte ertragen jeden erdenklichen Vorwurf, um dadurch sich mit Gott wieder vereinigen zu können, wie auch alles das dem Vater oder der Heiligkeit Gottes lebendig wieder anheimzustellen, was zwar lebendig dereinst aus Gott gegangen ist, aber sich tot gemacht hat durch die eigenwillige und hochmütige Losreißung von Gott – oder von Seiner ewigen Ordnung.

[HiG.03_40.12.06,11] Sehet, nachdem ihr dieses doch so ziemlich mochtet begriffen haben, so will Ich euch nun auch ein wenig mit den Vorwürfen bekannt machen, die Mir da notwendigerweise von der Heiligkeit Gottes gemacht wurden, damit ihr da etwas erfahret, was die Welt bis zur gegenwärtigen Minute noch nicht erfahren hat. –

[HiG.03_40.12.06,12] Ihr wißt, daß alles, was da erschaffen wurde in der ganzen Unendlichkeit, laut des Zeugnisses Meines lieben Johannes durch Mich gemacht und erschaffen wurde. Nun nehmet aber die böse gewordene Welt, die dadurch von der Heiligkeit Gottes immer verdammt ward, daß Ich als der Hervorbringer solcher Verdammlichkeit somit auch von der Heiligkeit Gottes diesen Vorwurf notwendig teilen mußte, da die Welt und alles, was in ihr ist, nicht durch sich, sondern durch Mich einzig und allein ins Dasein gerufen wurde. Da also die Welt schnurgerade entgegen war der Heiligkeit Gottes, wie war hernach das Bestehen der Liebe, die solches hervorgerufen hatte, das die Heiligkeit Gottes verdammen mußte, anders als ein selbstverdammliches? – Nun denket euch all die namenlosen Taten der Menschen. Sehet, aller dieser Taten wegen mußte Ich verdammt sein von der Heiligkeit Gottes, weil die Taten selbst verdammt waren als Erscheinungen in der Welt, die aus Mir hervorgegangen ist. Was war da zu tun?



[HiG.03_40.12.06,13] Sehet, nur zwei Wege standen Mir offen, nämlich der Weg nach oben, und der Weg nach unten, das heißt: Ich kehre zu Gott zurück, werde Eins mit Ihm und vernichte durch die Kraft Seiner Heiligkeit alles das, was aus Mir hervorgegangen ist – oder aber Ich trenne Mich mit allem Vorwurf beladen, mit der höchsten Verdammlichkeit, von Gott, belebe und heilige da Meine Werke und tue in Meiner unendlichen Demütigung Genüge der ebenso unendlichen Heiligkeit Gottes. – Sehet, wenn Ich nicht die ebenso unendliche Liebe selbst wäre, wie Gott die unendliche Heiligkeit selbst ist, so hätte Ich freilich das erste getan. Allein Meine Liebe vermochte das Unaussprechliche aussprechlich zu machen, verleugnete ihre Heiligkeit und machte sich unheilig, da sie sich belastete mit aller Schuld, und somit auch mit des Todes schwerster Bürde.



[HiG.03_40.12.06,14] Allein, ihr wißt die Begebenheit, als Ich in dem Garten Gethsemani an dem sogenannten Ölberge zu Gott, von dem Ich Mich der Welt wegen getrennt habe, betete. Sehet, da erst erwachte vollends die große Blindheit Meiner Liebe und sah mit dem entsetzlichsten Grauen zwischen Sich und Gott die unendliche Kluft; allda bereute Ich im Ernste, daß Ich Gott verließ und zum toten Werke Meiner eitlen Lust Mich gewendet habe, – und damals stand die ganze Schöpfung in der großen Schwebe zwischen Sein und dem ewigen Nichtmehrsein. Denn entweder trinke Ich den Kelch, so besteht die Welt und alles, was auf ihr ist – oder Ich setze den Kelch zur Seite und die Welt und alles unter ihr wird zunichte in dem Augenblick, da Ich den Kelch zur Seite setze.



[HiG.03_40.12.06,15] Aber sehet, eben da, wo die Liebe und das Leben in der unendlichen Entfernung von Gott schwach geworden ist, da erbarmte sich Gott Seiner Liebe selbst, stärkte Sie und gebot Ihr, den vorgesetzten Kelch zu leeren, und sprach insgeheim zu Ihr: „Noch sind zwischen Mir und Dir die Extreme der Unendlichkeit nicht berührt; daher senke Dich hinab in die äußerste Tiefe des Todes, welcher ist die äußerste Grenze im Gegensatze zu Meiner Heiligkeit, damit Ich Dich da wieder erfassen kann, da der ewige Kreis Meiner Heiligkeit sich schließt.“ – Sehet, so ging Ich dann geduldig diesem Ziele entgegen, allwo Ich in dieser unendlichen Entfernung von Gott am Kreuze ausrief: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?“ – und ferner: „Es ist vollbracht!“ und „In Deine Hände empfehle Ich Meine Seele“ – oder die Seele alles Lebens, oder die Seele, aus der alles, was da ist, hervorgegangen ist. –



[HiG.03_40.12.06,16] Sehet, nun werdet ihr, so ihr dieses ein wenig bedenket, wohl einsehen, wie Ich bei euch Sündern der Sehr Schwache bin, und wie Ich Mir noch immer muß von der Heiligkeit Gottes an eurer Statt in irgend einer vorgestellten menschlichen schwachen Beschaffenheit Vorwürfe machen lassen, um euch jeden sonderheitlich neuerdings wieder zu erlösen und einzuführen lebendig in die Heiligkeit des Vaters. Sehet, ein solcher Mensch, dessen Ich Mich bediene und gewisserart seine Wesenheit anziehe, um dadurch eure Mängel verhüllt zu tragen, gleicht dem Simon von Cyrene und könnte ebenfalls großen Lohn erreichen, so er Mir willig auf eine kurze Zeit nur hätte das Kreuz ein wenig tragen helfen. Allein der Mensch ist schwach und fürchtet jede Last, am allermeisten aber die Last des Kreuzes; und daher bleibt Mir denn wieder nichts anderes übrig zu tun, als was Ich dereinst tat, nämlich für alle das Kreuz Selbst zu schleppen.



[HiG.03_40.12.06,17] Es muß euch demnach in dem Nebenworte an den ‚Sehr Schwachen‘ ebensowenig beirren das persönlich anpassend Scheinende, als es euch beirren möchte, so ihr zum Beispiel die ganze Lebensgeschichte des Hohenpriesters Kaiphas oder die des Pilatus, oder die des Iskariot, oder sogar die eines römischen heidnischen Kaisers Nero, und anderer ähnlicher größerer und kleinerer Sünder nicht zu gedenken, vernehmen möchtet; denn sehet, mit allen diesen Vorwürfen mußte Ich Mich von jeher beladen lassen. Und ebenso bin Ich nun für euch wieder beladen mit allen euren Schwächen und Mängeln und trage sie für euch in dieser euch etwas fremdartigen Umhüllung, damit, wie ihr schon wißt, euch nicht Schaden geschehe an eurer Seele, so ihr wissentlich, das heißt, eurem Fleische nach gleich einem Judas Iskariot mit Mir in die geheimnisvolle Schüssel des zu bewirkenden Lebens greifen möchtet.



[HiG.03_40.12.06,18] So ihr aber wollt, so nehmet dieses Nebenwort unter dem Namen des ‚Sehr Schwachen‘ zu euch; gehet es – wohlgemerkt! – in eurem Herzen von Punkt zu Punkt durch und erkläret es euch nach dem, was ihr jetzt vernommen habt. Ich habe euch nun gegeben den Schlüssel gleich einem Petrus zu Meinem Reiche. Dieser ‚Sehr Schwache‘ ist Mein verhülltes Reich in euch. Eröffnet es mit diesem Schlüssel, und ihr werdet Wunder schauen, und wahre geistige Wunder in und an euch entdecken.



[HiG.03_40.12.06,19] Sollte jemandem darinnen trotz alles seines Prüfens noch immer etwas verhüllt erscheinen und hart, wie einst den Aposteln die euch bekannte harte Lehre, so wendet euch in aller Liebe zu Mir, und seid versichert, daß Ich euch nicht im Stiche lassen werde. Denn nun sage Ich nicht mehr: Gehet zu Meinem Knechte und vernehmet in diesem Punkte durch seinen Mund Meine Gnade, sondern nun sage Ich: Kommet treuen Herzens zu Mir, damit Ich Selbst euch die Gnade gebe und euer Mund ebenfalls ausspreche das geheiligte Verständnis eures Mir zubereiteten Herzens. Obschon es euch freisteht, sich zu erkundigen beim Knechte, so werdet ihr aber doch aus seinem Munde nichts erfahren als das, was Ich in euch durch eure Liebe zu Mir Selbst aussprechen werde Amen. Das sage Ich der Wahre Siebente Amen. – – –

 

 

Jenseitsführungen

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Dr. Martin Luther
Emmanuel Swedenborg
Der Prophet Mohamed im Jenseits